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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 574

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 574 (sequence 596)
Language
German
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IRI
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374 des Ewigen gepflanzt, so eure Liebe auf Gott gebaut, in Gott gebunden ist, so eure Liebe in eurem innersten Wesen besteht, mit dem Inhalt, daß Gott euch für einander bestimmt hat, mit dem bestimmten Bewußtsein, daß Gott euch für einander werden und erwachsen und gedeihen, euch aus euren Lebenswegen treffen und durch Verwandtschaft schon euch nabern, euch die Hände reichen, euch für einander entflammen und beseelen und beseligen ließ — so dieses beglükkende Bewußtsein, so dieser verklärende Gedanke in euch jetzt und alle Zeit lebt und wirkt, daß eure Liebe eine Gottes flamme, eine göttliche, die euer ganzes Dasein durchzucken und durchdringen soll, die Lebenslust eures Seins, darin allein ihr athmet und lebet, und wenn euch dann eure Liebe so heilig wie der Odem Gottes, und über die Erde erhaben, wie alles Göttliche, erscheint — — wie sollte sie da irgend sich verändern, wie da erblassen und schwinden können; wie sollte da die Liebe, die euch einigt, nicht zur unverbrüchlichen, unwandelbar geheiligten Treue werden, an der jedes Ereigniß und Begegniß wie die Woge am Felsen wirkungslos abprallen, an der jede Zeit spurlos vorübergeben wird?! Ja, nur in Gott, mit Gott, auf Gott allein kann eure Liebe, kann eurer Liebe Glück dauernd, unvergänglich sein' II. Und dann, mein Brautpaar, wenn diese Vereinigung, die ihr beute eingehet, nur auf wechselnde Gefühle hin geschlossen wird — wo wäre die Bürgschaft, daß sie nickt bald zuerst innerlich, verborgen, dann äußerlich, offenbar lose und immer loser würde, bis sie wie Staub auseinanderfiele? Wenn da ein Jeder von euch nur die Befriedigung seiner selbst suchte, nur seine Wünsche erfüllt, nur seinen Willen vollführt, nur seine Gewohnheiten geachtet, nur seine Neigungen berücksichtigt baben wollte: wie bald würde Trennung der Gemütber, Streit, Hader, Entfremdung, Verbitterung entstehen! Aber, mein Brautpaar, so ihr euch in diesem Augenblicke so ganz vor Gott fühlet, und so ihr für

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