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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 387

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 387 (sequence 409)
Language
German
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IRI
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387 Erforschung der göttlichen Lehre in Verbindung mit Streben und Arbeiten in der wirklichen Welt schön sei und an die Sünde vergessen mache*): und dies ist es, was Israel am meisten zu empfehlen ist, damit die Kluft, die gemeinbin Wissen und Handeln trennt, verschwinde, und so recht in's Leben übergehe, was Herrliches vorgeschrieben ist in den Gesetzen Gottes und unsrer Weisen. Sehen wir aber nun, hochgeachtete Zuhörer, von dieser allgemeinen Bestimmung und ihrer Folge ab, und lassen unfern Blick über die große Tafel des Einzelnen Hinweggleiten. Hier drängen sich sogleich mehrere Bemerkungen auf. t. Israels Urvater wandert aus, verläßt die Heimath, die väterliche Familie. Die Wiege der Nation ist in Aegypten, wo sie von den Wickelbändern der Sclaverei bis zum Ersticken eingeschnürt ward. In der Wüste ward sie Nation. Im Besitze des Landes, wird sie abwechselnd halbe Jahrhunderte lang von den benachbarten Nationen unterdrückt. Unter Königen, wird sie von den großen Dynastien Asiens zerfleischt, endlich muß sie gar 70 Jahr in die Babylonische Gefangenschaft wandern. Zum kleinsten Theil zurückgekehrt, lastet das Joch der Perser, Aegypter und Syrer auf ihr. Frei geworden durch ungeheure Kraftanstrengung, wird bald der weltbeherrscheude Römer auch ihr Herr. Der vertilgt sie am Ende aus der Reihe selbstständiger Nationen, und zerstreut sie nach allen Weltgegenden, um unsäglichem Elende entgegenzugehen. Welch' eine Bahn! welch ein Schicksal! Ein weites Thränen- und Seufzerfeld, sonst nichts — was soll dies? Meine Herren! wir wollen jener Ansicht, als ob dies nur Strafgerichte des Herrn gewesen, nicht huldigen. Obgleich die Propheten selbst so oft das Unglück der Nationen als solche darstellen, so ist dies gerade in ihrem Munde ganz recht: wir werden 25* 0 kirke II. 2.

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