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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 300

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 300 (sequence 322)
Language
German
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IRI
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300 Erdenbruders, eines Staubgenoffen, uns heilig, jeden Schmerz uns ehrwürdig, jede Freude uns liebenswürdig, jedes klopfende Herz uns thener machen. Sind wir nicht Alle Kinder Eines Gottes, warum soll der Bruder gegen den Bruder treulos handeln? (Mal.) Warum sollen Zwietracht und Hader, Neid und Haß, List und Untreue ihre Werkstätten in der geängstigten Brust des Sterblichen, in der bald zerfallenden Stanbhütte des Geistes aufschlagen, der vom Himmel stammet? Du sollst auch den Fremdling lieben, befiehlt die heilige Schrift ganz besonders. Kein höheres Gebot kennt sie. Und umfaßt dieses Gebot nicht Alles, nicht alle Pflichten des Menschen gegen den Menschen? Wo die Liebe ist, ist da nicht Gerechtigkeit? ist da Nicht Barmherzigkeit? fehlte da die Eintracht und die Nachsicht und die Versöhnlichkeit? schwände da nicht jeder Eigennutz, jede Selbstsucht, jeder Neid und jede Mißgunst? Also ist in den drei Worten der Schrift: TsiAT Alles enhalten, was der Mensch gegen den Menschen üben soll, seien die Verhältnisse welche sie wollen, und mit der Lampe der Liebe an der Stirn und in der Hand, wandelt der König, wie der Bettler, sicher durch das Leben, sonder Fehl und Reue. — Die zweite Lampe ist das Gesetz: Die Söhne Israels sollen den Sabbath beobachten, den Sabbath zu vollführen. (2. B. Mos. 31, 16. 17.) Dies ist ein Grundgesetz unserer Religion, auf das sie sicher bauet. Leset die heilige Schrift, und ihr werdet finden das Gesetz vom Sabbath in allen Theilen, in allen Büchern. Der Herr sprach davon auf Sinai. Alle Völker wissen es. Moses sprach, die Propheten sprachen vom Sabbath. Und von welcher hohen, durch das ganze Menschenleben greifenden Bestimmung ist der Sabbath. Der Mensch, der in den sechs Werkeltagen versenkt ist in das Treiben und Sinnen der Erdenwelt, er soll dies an diesem Tage von sich abwerfen; diesen siebenten Tag soll er der Ruhe, der Freiheit von allen irdischen Lasten, der Andacht,

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