Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 169)
- Language
- German
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1L7 allen unfern Werken, seiner gedenkend bei allen unfern Begebenheiten, ihn anbetend, preisend, rühmend seine Gerechtigkeit, die er an uns bewährt, seine Liebe, die er an uns erfüllt, seine Huld, die er an uns verwirklicht. Dann können wir ruhig sagen in der Stunde der Auflösung, als das letzte Wort an die Erde: der Ewige ist einig! Meine Freunde, wenn dies nicht der höchste Trost ist, zu dem wir uns erheben können, welcher wäre es denn wohl? Gott ist ein einiges Wesen, seine Weisheit einig, sein Verhängniß einige— da schwindet vor unserm Geiste, was uns getroffen hat, und was uns treffen kann, er wollte es, der Einige, der nie irren kann; da schwindet der menschliche Zwiespalt, der menschliche Hader, die menschliche Uneinigkeit mit sich und Anderen — der Herr ist einig! Meine Brüder, sehet, die Sonne ist nicht so wohlthätig der Erde, wie diese Lehre uns, die Luft, die wir athmen, nicht so nothwendig unserm Leben, wie diese Lehre uns; sie tränst wie Regen nach der Dürre auf uns nieder; sie ist die Morgensonne nach dunkler Nacht; sie ist der Hauch des Jenseits, der unser irdisches Dasein mit Trost durchdringt. Und wo wäre denn also die Gewalt irgend eines Schmerzes und Verlustes so groß, daß sie vor diesem Tröste nicht weiche und verschwinde? Denn das ewige Heil lieget hierin, und das zeitliche kommet und geht; und darum ist Land und Freiheit, Ehre und Reichthum geringer als dieses, und reichet nicht zu . ihm. Darum höre, Israel, hierauf, darum habt ihr sie heute von mir gehört, da ich sprechen wollte von den Tröstungen der Religion. Was könnte ich Mehreres, was Höheres sagen? Und so höret denn zum Schluffe, was ebenfalls in der heutigen Sidra (5. B. Mos. K.,L. V. 4) verzeichnet steht: 2222 2^N 22^N>-r 'N2 2^22N 21^1 Die ihr hänget und festhaltet an dem Ewigen, eurem Gotte, lebet allzumal heute und immerdar! Amen. '<o