Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 17 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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258 JUNG ISRAEL Dein Gott, er sei der meine! Dein Volk will lieben ich hinfort, Bist du ja, meine Mutter, dort, Ich lasse dich nimmer alleine. Dir will ich dienen für und für, 0 Teure, bleibe Mutter mir, O sieh, wie ich flehe und weine!“ ,,So komm, du Liebe, du Reine! Und wenn ich jetzt auch Tränen vergoss, So waren es Tränen der Freude bloss, Dass, als mir mein Glück entschwunden, Ich deine Treue gefunden. So wirf den letzten Abschiedsblick Auf deine Heimat noch zurück. Nun zieh'n wir in die Weite! — Dass Gott uns gnädig leite!“ SPRUCH. (Aus dem Talmud.) Sei wie das Rohr, so weich und fügsam Nicht wie die Zeder starr, unbiegsam. Es senkt das Schilf, wenn Stürme wehn, Das Haupt und bleibt am Orte stehn. Doch Zedern die so hoch sich türmen — Entwurzelt werden sie von Stürmen.