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Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 15 (1905) · p. Seite 225

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
15 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 225 (sequence 7)
Language
German
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MEIN KIND. Von Morris Rosenfeld. Ich hab’ ein Kindchen, lieb und zart, Ein Knabe ist’s gar fein. Schau ich ihn an, so glaub ich schier, Die ganze Welt ist mein. Doch ach, ich seh mein teures Kind Nur selten, wenn es wacht,. Wenn ich es sehe, schläft’s schon längst, Ich seh's ja erst zur Nacht. Die Arbeit treibt mich früh vom Haus Und bringt mich spät zurück. O, fremd ist mir mein eigen Blut, Fremd meines Kindes Blick. Voll Angst und Sorge eil ich heim, Die Nacht ist kalt und trüb — Mein blasses Weib empfängt mich froh: „Er war so süss, so lieb!“ Wie nett er spricht! Wie klug er frägt! O, Mama, gute Ma, Wann kommt und bringt den Penny mir, Der gute, gute Pa? Ich hör’s und bin beim Bettchen schon: Es soll, es muss gescheht,! Mein Vaterherz ist übervoll: Es muss mein Kind mich sehn!

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