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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 23 (1898) · p. Seite 351

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
23 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 351 (sequence 17)
Language
German
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351 wurde von Inda verfolgt und vernichtet. Dieser Lag wurde zu einem alljährlich wiederkehrenden Freudentag (Nikanortag) bestimmt. Inzwischen hatte Demetrius den Tod des Nikanor erfahren, und den Bakchides und Alkimos abermals nach Judäa gesandt: ihnen folgten 20000 Fußsoldaten und 2000 Reiter. Zwar hatte Juda 3000 auserlesene Männer bei sich, aber ihnen schwand angesichts eines so zahlreichen Heeres der Mut: einer nach dem andern schlich davon, und zuletzt waren nur noch 800 beisammen. Sie baten Juda, für diesesmal vom Kampfe abznstehen, bis ihrer wieder mehr wären. Aber Juda Hielt dies für schimpflich: „Das sei ferne von mir," sprach er, „daß ich solches thue und vor ihnen fliehe. Sollte unsere Zeit gekommen sein, so laßt uns als Männer sterben für unsere Brüder und keinen Borwurf gegen unsere Ehre hinterlassen." So begann der Kampf, der den ganzen Tag währte. Trotz heftigster Gegenwehr unterlagen die Juden, und der tapfere Juda fand als einer der letzten den Tod. Seine Brüder Simon und Jonathan trugen ihn vom Kanrpfplatze hinweg und begruben ihn in der Familiengruft zu Modem. Ganz Israel aber trauerte und klagte über der: Tod des Helden. Juda, genannt der Makkabäer, d. h. der Hammer, gehört zu den glänzendsten Erscheinungen in der jüdischen Gejchichte: er ist ein ebenso tapferer, wie frommer Mann, der in allem, was er thut, danach strebt, die Worte des Gesetzes zu erfüllen und dem Beispiele der hervorragenden Männer der Vorzeit nachzueifern. Von ihm heißt es im 1. Buch der Makk. (3,4): „Er glich einem Löwen tit seinen Thaten, einem jungen Löwen, der nach Beute brüllt. Die Gottlosen wurden niedergehalten durch die Furcht vor ihm: alle die, welche Ruchlosigkeit übten, gerieten in Bestürzung, und die Rettung gelang in seiner Hand." Dr. Ruttner. Slhames der Ehanukkaßlichter. Lichtlein hat mit seiner Flamme All' die Lichter angebrannt, Also meinem armen Volke, Wie es diesem Lichtlein geht, Und dafür das arme Lichtlein Wird der Diener nur genannt. Und in dieser kleinen Flamme Israels Geschichte weht: Ferne steht es abgesondert, Darf nicht bei den Brüdern sein, Hat erhellt den Geist der Völker Mit der Gottesflamme rein; Leuchten darf es und erhellen, Stehen doch muß es allein. Muß dafür das arme Völklein Diener jener Völker fein. A. Rulke.

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