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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 22 (1898) · p. Seite 335

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
22 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 335 (sequence 17)
Language
German
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835 Soldat. Ja, dann sind sie gewöhnlich schlecht wieder hinausznbekommen. Vielleicht sind sie noch hier. (Lr sucht.) Antiochus. Dti bleibst jetzt hier als Wache, ich habe mich schon zu sehr angestrengt. Ich mutz ein wenig rtiheu. Ich verlasse mich auf deine Treue, also gieb gut acht, und kommen die Juden, so haue sie zu schaudetl, die dreisten Gesellen. Soldat. Aus mich könnt Ihr Euch verlassen, ich lasse, so lange ich da bin, keinen hier herein, eher lasse ich mich zu Brei zerhacken. Ruhet nur. (Antiochus ab.» Soldat. Allein hier bleiben, wenn die Juden schon so nahe sind, dies ist ein bischen viel verlangt. Das kann keiner von mir verlangen. Aber ich bin ja schlau gewesen. So lange ich hier bin, lasse ich keinen herein, daher will ich machen, datz ich hinauskomme. Sehe ich die Juden kommen, dann kratze ich aus, wenn ihrer zu viele sind, das ist hier jedenfalls das Klügste. Adieu, Majestät. (Geht lachend ab.» II. Bild. Alle Milspielenden an einem Tische, aus dem die Lhannkkahlichter brennen. Liner der Mitspielenden erbebt sich an der Mitte des Tisches und spricht: Was im Scherze Ivir gezeigt, Was Ihr oft gelesen, Einstens ist's im heil'gen Land Bittrer Ernst gewesen. Glaubenstreue hat gesiegt Über mächt'ge Heere, Über Bosheit, Hinterlist Wie dereinst am Meere. Wenige, doch voller Mut Waren stets die Streiter. Gott der Herr war Hilfe uns Über Rotz und Reiter. Und so wolleit Gott dem Herrn: Wir voi: Herzen danken, Woll'n in unsrer Glanbenstreu' Auch fürwahr nicht wanken, Woll'n auch wie die Väter einst Gottes Rainen ehren, Thun, was Gott m:d Eltern uns. Und die Lehrer lehren. Woll'n zur Ehre Gottes nur Rechtlich, redlich leben, Woll'n nach Tugend jederzeit Und nach Weisheit streben. Wollen helfen denen gern, Die da hungern, frieren, Die betrübt und hoffnungsarm In dem Hoffnungslichtchen führen Solchen Sinnes lasse:: wir Jetzt das Lied erklingen, Das den Vätern schon so oft Tröstung inutzte bringen. Möge es auch heute noch Hoffmmg :ms bereiten: Gott, der Herr, ist unser Licht Durch die Ewigkeiten. (Die Lbanukkab-bymne wird jetzt hebräisch oder deutsch von allen gesungen.)

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