Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 6 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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95 Beetes gesäet. Die Pflnnze bedeckt den Boden mit ihren Blättern und macht eine sehr schöne Einfassung. Gelbe Blumen giebt Tagetes signata pumila, die eine lange Blütenzeit hat. Wollt ihr einige wohlriechende Blumen, so säet auch noch Reseda an; obwohl die Blumen nur unscheinbar sind, so sollen sie in keinem Garten fehlen. Rosen, Levkojen und Reseda sind in ihrem Gerüche unübertrefflich. Der Same der Reseda wird ebenfalls an Ort und Stelle gesäet. Wenn ihr den Pflanzen öfters die Spitzen abzwickt, so bekommt ihr sehr schöne buschige Pflanzen. Tante Ida. „Cbolfraticfl." 5u der Anfrage im Briefkasten der Ho. 5 erhielten wir mehrere Antworten, von denen wir hier folgende zur Kenntnis unserer Leser bringen: „Ich erinnere mich aus meiner fügend der feier der sog. Lholekraisch. An dem. Sabbath, an welchem die Mutter des neugeborenen Kindes zum ersteinnale wieder das Gotteshaus besuchte, wurden nachmittags die Knaben, oder die Mädchen eingeladen. Die wiege, in welcher der, oder die neugeborene lag, stand in der Stube. Die eingeladenen Kinder umstellten die wiege, und auf eiu Kommnado erfaßten sie dieselbe, hoben sich hoch empor und schrieen aus Leibeskräften: „Lholekraisch — wie soll der kleine Junge, (Mädchen) heißen?" Die Kinder nannten, vielmehr schrien den Hamen des Kindes: Jakob! Sara! Hach diesem Vorgang wurden die Kinder mit Hussen, Rosinen, Mandeln, Backwerk n. s. w. bewirtet. Das Mort könnte wohl von „Alles kraischt"— alles schreit: „wie soll das Kind heißen?" abzuleiten fein, ich Blumenfeld-Adelebsen. Das Mort Lhol-kraifch ist wohl folgendermaßen zu erklären : „Lhol" aus dem hebräischen Gewöhnliches (Lhol-hamauöd). „Kraisch" aus dem französischen, erlor - schreien, rufen (du kreischest, er kreischt, gekrischen.) Ls hieße deinnach: dein Kinde wird heute fein Rufname, im Gegensatz zu seinem hebräischen Hamen gegeben. M. A. Dieselbe Ansicht äußert Herr Lehrer Leopold Kaufmann-Beckum mit dem Bemerken, daß die Sitte des „Lhaul-t'reischens" besonders in Süd- und Westdeutschland gebräuchlich ist. V# MAL •,-f«' -•* y / Die Hamen derjeirigeu Abonnenten, die in den ersten 8 Tagen richtige Lösungen an uns gelangen n!k{U% ^alleu' werden in dem nächsten hefte veröffentlicht. Wer errät's? Auflösungen der Rälsel in No. 5. I. ZSechsekräjfef. Beim Riesen sind die Buchstaben „iesen" klein und beim Zwerge ist das „Z" groß. Scherzfrage. a) Mandel, Mantel. c) Torte, "33 orte. b) wand wind. d) Reif II. Zaytenrätfel'. Dalter, Laterne, Äffe, Wero, Tante, LUa, Wabe Tl'anter.