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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 22 (1897) · p. Seite 351

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
22 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 351 (sequence 15)
Language
German
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351 Zwei Proben sollen dos hier zeigen. Die Lebensgeschichte Josephs ivird uns zuerst in dem Abschnitte s Joseph im Elternhaus* vorgeführt- „Von den Söhnen Jakobs war Joseph der bravste. Er war ein folgsamer, fleissiger und bescheidener Knabe und machte dadurch seinem Vater viele Freude. Die anderen Söhne Jakobs waren aber nicht so brav. Wenn sie draussen auf dem Felde die Herde des - Vaters weideten, thaten sie manchmal Böses. Das mochte Joseph nicht leiden. Wenn seine Brüder ein Unrecht begangen hatten, berichtete er es dem Vater. Den Joseph hatte Jakob lieber als alle seine Kinder und liess ihm einen bunten Rock machen. Die Brüder hätten auch gerne einen so schönen Rock gehabt. Sie wurden zornig und neidisch auf Joseph und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm sprechen u. s. w. Der Anfang der gS. Geschichte — für ältere Kinder — trägt die Überschrift: «Des Königs Sohn Absalom empört sich gegen den l ater» und beginnt: „Die Prophezeihung des Propheten Nathan ging in Erfüllung. David musste noch schwereres Unglück ertragen als den Tod seines Kindes. Er hatte damals schon erwachsene Kinder. Diese betrugen sich untereinander nicht immer wie brave Geschwister. Das machte dem Vater manchen Kummer. Das grösste Herzeleid bereitete dem König sein Sohn Absalom. Der war ein schöner Jüngling von hohem Wüchse; namentlich hatte er prächtige lange Haare. So gefällig aber das Äussere Absaloms war, so hässlich war sein Inneres. Anstatt für diese Gaben Gott zu danken, war er eitel auf seine Vorzüge. Zur Eitelkeit kam bald der Hochmut. Er bildete sich nämlich ein, er.sei auch der beste, klügste und tüchtigste Mann in Israel und verstehe das Regieren viel besser als sein Vater. Ja, der nichtswürdige Sohn trachtete darnach, den Vater vom Throne zu stossen. u. s. w. Das Buch schliesst mit dem Berichte über die Zerstörung Jerusalems und des 2. Tempels, und es folgt dann noch im Anhang eine kurze geographische Beschreibung Palästinas, etwas über Zeitrechnung, Münzen, Maasse und Gewichte, Bibelkunde und eine kleine Karte von Palästina. Liebe Kinder, leset fleissig in diesem Buche! Die heiligen Geschichten werden Euch, wie sie hier erzählt werden, viele Freude bereiten. Der vollständige Titel desselben lautet: «Ein Buch für unsere Kinder.» Biblische und nachbiblische Geschichten von S. Müller. Stuttgart, Metzlerscher Verlag iSqj, .M. Andorn.

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