Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 11 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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170 wirb, daß alle Flüsse und Illeere über ihre Ufer treten und außerdem ein Regen eiutritt, der 40 Tage und 40 Nächte anhält, so daß das Wasser schließlich auch die hyhen Berge bedeckt. Und so hoch bleibt es 150 Tage lang. Die Erinnerung an eine große Flut findet sich bei allen Völkern, und der Umstand, daß noch heute überall auf der Erde, bis zu den höchsten Bergen hinauf, versteinerte Überreste von Tieren und Pflanzen gefunden werden, deutet auf eine allgemeine Llut hin. Nach Verlauf von 150 Tagen begann das Wasser zu sinken, und die Arche blieb auf den: Gebirge Ararat sitzen. In der Uleinung, daß das Wasser, das 40 Tage lang angewachsen war, auch in 40 Tagen schwinden werde, wartet nun Noah 40 Tage und sendet dann den Raben aus; aber erst nach drei weiteren Wochen war das Wasser soweit geschwunden, daß die ausgesandte Taube nicht mehr zurückkam. Bis jedoch die ganze Erde soweit ausgetrocknet war, daß Noah die Arche verlassen konnte, vergingen noch über 3 Ulonate; so daß die Sintflut int ganzen etwa ein Jahr gedauert hat. Das erste, was Noah nun that, war, daß er Gott für seine Rettung dankte; er baute den ersten Altar und opferte darauf; und Gott nahm sein Opfer gnädig auf, weil ihm diese dankbare Gesinnung gefiel. Und den Segen, den er einst dern allerersten Ulenschenpaare gegeben hatte: „Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und machet sie euch unterthan, und herrschet über die fische des Uleeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen" (1. B. Ul. 1,28), diesen Segen wiederholte er nun dem Noah und seinen Söhnen, indem er noch hinzufügte, daß sie das Fleisch der Tiere auch essen dürften; nur sollte das Tier vorher getötet und seit: Blut ausgeflossen sein. Die" Ulenschen sollten nämlich nicht wieder roh und grausam, nicht wild und blutdürstig werden. Deswegen wird auch gleich weiter verboten, einen Ulenschen zu töten: wer einen Ulenschen tötet, fügt Gott hinzu, der soll wieder von Ulenschen getötet werden. De» Ulörder Aain hat Gott noch selbst bestraft; aber von nun an soll der Ulörder durch andere Ulenschen getötet werden. Damit ist die Obrigkeit von Gott eingesetzt; darum wird die von Got^ eittgesetzte Obrigkeit auch geradezu mit demselben Worte genannt, wie Gott, tlämlich Elohim; z. B. 5. B. Ulos. 22,21. Ps. 82,6. Gott segnete also den Noah und seine Söhne, als die neuen Stammeltern der Ulenschen. Aber er gab ihm auch noch eine Verheißwtg: da der Ulensch nun einmal ein so schwaches Wesen ist, sagt Gott, daß er von Jugend auf an das Böse denkt, so will er gnädig mit ihm verfahren, ihm Gesetze zunt Befolgen geben und ihn durch die Obrigkeit bestrafen lassen, aber nicht mehr seinetwegen eine Sintflut kommen lassen. Zum Zeichen dafür setzte Gott öcu Regenbogen in die Wolken; beim Aitblick dieses Regenbogeus soll der