Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 23 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 369 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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369 raber mit meiner Zeit rechnen. 'Nun weissl Du auch den Grund, weshalb das Heft 22 keinen Brief an Dich enthielt. , Dass ich Dir noch Antwort auf mehrere Fragen schuldig bin, zueiss ich wohl, und es bedurfte durchaus nicht erst Deiner Erinnerung. Bedenke wohl: dGut Ding will Weile haben.'» , Von unserem numnehr verewigten Mitarbeiter Dr. Joel Müller kann ich Dir nur folgendes mitteilen. Dr. Joel Müller entstammt einer hochangesehenen Rabbiner-Familie und ist 1(828 geboren. <Ev folgte seinem durch Gelehrsamkeit und edlen Tharakter ausgezeichneten Vater nach Beendigung seiner Studien als Rabbiner in Bng. Gstrau. Von dort folgte er einem Rufe als Rabbiner nach Böhm.-Leipa, ließ sich dann in Wien nieder, woselbst er an höheren Lehranstalten Religionsunterricht erteilte und kam vor (0 Jahren nach Berlin als Docent an der Hochschule für jüdische Wissenschaft, wo er sich der größten Beliebtheit nnd Verehrung erfreute. Gr hat sich besonders durch seine Arbeiten über die Periode der Gaonen, die er vollständig beherrschte, große Vedienste erworben, wovon feine Werke, die sich der größten Anerkennung der Gelehrtenkreise erfreuen, Zeugnis geben. Seinen Tod beklagen nicht nur seine Verwandten, um ihn trauert auch die jüdische Wissenschaft, die in ihm einen ihrer eifrigsten und tüchtigsten Forscher verloren. Vielleicht wird es mir möglich sein, in dem nächsten Hefte s. G. zu. das Bild des Verklärten zu bringen. So wird auch dieser Wunsch Dir erfüllt werden. Lebe wohl! 2 Aus dem Leserkreise: M Grwin Becker in Wollstein, Pr. Posen, wünscht Briefverkehr und j Briefmarkentausch mit einem Anaben von \\ — (5 Jahren. r: ■R