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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1936-08-01 · 11 (8.1936) · p. Seite 132

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
11 (1936)
Issue
11 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 132 (sequence 8)
Language
German
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Seite 132 Nr. 11 fahrungen, die man sammelt in den kulturellen, den wohltätigen und den sportlichen Einrichtungen. Ein Gottesdienst in der fremden Stadt, in manchem von den heimischen Gebräuchen abweichend, ergreift und begeistert. Viel haben wir verloren, aber haben wir nicht auch Manches gewonnen? Sind die Dinge, die wir jetzt auf unserer Ferienreise erleben, nicht viel wertvoller als Aufruf zur Schaffung eines Heimes für jüdische Körperbehinderte Es wurde schon immer als ein ausserordentlicher Mangel empfunden, dass es keine jüdische Institution in Deutschland gibt, die ein Heim unterhält, in das Körperbehinderte, die im Vollbesitze ihrer geistigen Kräfte sind, aufgenommen werden. Gerade in dieser Zeit der Auswanderung macht sich dieses Fehlen besonders bemerkbar; denn Körperbehinderte werden in der Mehrzahl der Fälle nicht zur Auswanderung kommen, während deren Angehörige es als eine grosse Entlastung empfinden würden, wenn in irgend einer Form für die Behinderten gesorgt wäre. Daher will die Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland (SHGJK) unter der Förderung der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland Abt. Zentralwohlfahrtsstelle^ die Initiative ergreifen und für die Schaffung eines Heimes eintreten, das eine möglichst produktive Wohngemeinschaft darstellen soll. In möglichst kurzer Zeit soll ein Projekt ausgearbeitet werden, das als Grundlage für die weiteren Arbeiten an dem Aufbau eines Heimes dienen wird. Zunächst ist aber notwendig, dass ein Ueberblick darüber erreicht wird, wieviele Körperbehinderte, gleich welchen Alters und Geschlechts, ihr Aufnahmegesuch in das zu schaffende Heim in Aussicht stellen. Erst wenn diese Angaben vorliegen, werden die Einzelheiten des Projektes ausgearbeitet werden können. Es ist zu betonen, dass von jüdischen Institutionen auf dem hier erläuterten Gebiete keine oder nur wenige Erfahrungen gesammelt worden sind. Wir bitten alle Interessenten oder deren Angehörige, an die Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland, Berlin NW 87, Tile-Wardenbergstr. 10, folgende Fragen für alle Teile unverbindlich zu beantworten: 1. Wer hat den Wunsch zur Aufnahme in ein zu schaffendes Heim? 2. Welche Mittel stehen monatlich zur Verfügung? mancher Vergnügungstand früherer Reisen? Main zog in die Fremde, man wollte sich selbst entfliehen — und kehrt mit nicht erhofften und erwarteten Erlebnissen zurück, mit Schätzen, von denen wir im harten Alltag zehren werden, man fand zurück zu den Quellen eigener und seines Volkes Kraft. Dr. Eduard Schreiber 3. Welcher Art ist die Körperbehinderung? (Möglichst genaue Beschreibung, insbesondere der Entstehung.) 4. Wann geboren? Eine besondere Erleichterung würde es für die Errichtung eines Heimes sein, wenn geeignete Räumlichkeiten, evtl. gegen mässige Miete, zur Verfügung stehen könnten. Sofern den jüdischen Körperbehinderten in dieser Weise eine Förderung zuteil werden kann, werden gefl. Nachrichten ebenfalls an die obige Anschrift erbeten. Selbsthilfegruppe jüdischer Selbsthilfegemeinschaft jüdi- Körperbehinderter in Deutschland scher Körperbeschädigter gez.: Hans J. Heymann gez.: Dr. Paul H. Perls Rabbinische Lehranstalt ,. Jeschiwa" Das Wintersemester an der unter Leitung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann stehenden Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt am Sonntag, den 18. Oktober (2. Marcheschwan). Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen, müssen jedoch bis spätestens 30. September eingereicht sein. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hebräische Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte und Palästinakunde. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur geringe Kenntnisse in den jüdischen Fächern haben. Die Anmeldungen mit genauen Altersdaten und Zeugnissen über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung sind an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa", Frankfurt a/M., Theobald Christstrasse 6 zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gern bereit ist. Empfehlenswerte Geschäfte in Frankfurt a. M. { L.EPSTEIN SCHILLERSTR. 2 Auch im Sommerschlußverkauf nur Qualitätsware! ist meine Parole: I ■ Aber jetzt: Reste ganz billig! [BESTECKE TAFELGERÄTE MODESCHMUCK Loui$<t>$imon KAISERSTRASSE h Corsetthaus Ruth Fröhlich Gr. 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