Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 6 (1931)
- Issue
- 3 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Stellengesuche. 8ür ein junges Fräulein mit lOjähriger Töchter- und lyahriger höherer Handelsschulbildung mit gute:: Zeugnissen und Referenzen wird zu Ostern eine kaufmännische Lehrstelle in größerem Betrieb gesucht. Offerten unter 1 TT, 1 an die Expedition dreses Blattes. Abiturientin sucht Wirkungskreis als Empfangsdame oder ^^b^^^Ernhilfe, evtl, zu Kindern, die sie unterrichten kann, auch Buchhandel oder Presse erwünscht. Offerten unter 7 IT, 2 an die Expedition dieses Blattes. Geschäftliches. Von der elektrischen Küche. Von M. I. Die Frage: Auf welchem Herd koche ich in Zukunft? sollen lrch besonders d i e Hausfrauen vorlegen, die vor der Anschaffung eines neuen Herdes stehen. Der elektrische Herd hat große Vorzüge gegenüber den anderen Kochgelegenheiten. Heranschleppen der Kohlen ist nicht erforderlich. Ruß, Rauch, Asche, schlechten Zug wie beim Kohlenherd trefsen wir beim elektrischen Herd nicht. Wir brauchen nur den Strom einzuschalten und kurz danach hat die Heizplatte die Wärme erreicht, die wir benötigen. Da wir also ganz rasch die iiötige Heizteinperatur zur Verfügung haben, so brauchen wir nicht schon am frühen Morgen mit dem Kochen zu beginnen. Dadurch bekommen wir manche Stunde zur Verrichtung anderer häuslicher Arbeiten frei. Auch dem Gasherd gegenüber gibt es noch Vorteile. So entstehen keine Abgase und Wärmeverluste, wir brauchen das Erlöschen der Flamme durch Zug nicht zu befürchten, habeii nicht über ungleichmäßigen Druck oder verstopfte Röhren zu klagen. Diese Vorzüge erkennen ja auch wohl die meisten Haussrauen an, doch wagt man sich noch nicht an die Umstellung im Haushalt. Das Kochen auf dem elektrischen Herd ist nicht'schwieriger als das Kochen auf anderen Herden. Im ersten Augenblick ist ja das Kochen mit Elektrizität etwas Seltsames. Die Erscheinung und Annehmlichkeit der elektrischen Wärmeerzeugung kennen viele Frauen schon von ihrem elektrischen Bügeleisen her, das keine Hausfrau mehr entbehren möchte. Gerade so ist es beim elektrischen Herd. Wer seine Vorteile kennen gelernt hat, möchte auf keinen Fall mehr zu einer anderen Kochgelegenheit zurückkehren, auch wenn dieses Kochen gegenwärtig noch nicht billiger ist als das Kochen auf anderen Herden. Damit kämen wir zu einer Ursache, die häufig vom Anschaffen eines elektrischen Herdes zurückhält. Es ist der Einwurf, daß der Strom noch zu teuer sei. Doch wissen viele Hausfrauen gar nicht, daß es einen besonderen Heizstromtarif gibt. Der T a g e s st r o m kostet 12 bis 9 Pfg., der Nachtstrom 8 bis 6U- Pfg. die Kilowattstunde. Mit diesem billigen Nachtstrom heizen wir den Heizwasserspeicher. Er enthält alsdann frühmorgens das heiße Wasser, das wir tagsüber zum Kochen, Spülen und Baden benötigen. Das darin erwärmte Wasser hat morgens eine Temperatur von 85 Grad. Wir brauchen also das ans ihn: entnommene Wasser nur noch um 15 Grad zu erhitzen und unser Morgenkaffee ist schon bereitet. Wer dann noch einen kleinen Küchenmotor, an den man die einzelnen Haushaltmaschinen anschließen kann, sein eigen nennt, hat auch einen Helfer zum Teigrühren, Schnee schlagen, Fleisch mahlen usw. Hoffen wir denn, daß die Vorzüge der elektrischen Küche immer mehr bekannt und gewürdigt werden zur Arbeitserleichterung unserer Hausfrauen. Märzprogramm. Zionistische Ortsgruppe Mainz. Mittwoch, den 11. Mürz, abend 8% Uhr: Dr. König, Frankfurt am Main: „Tie Stellung des Misrachi im Zionismus". Mittwoch, den 18. Mürz, abends 8% Uhr: Dr. Norbert Schäfer, Mainz: „Die Weltwirlschaftskrise und die weltwirtschaftliche Situation der Juden". Mittwoch, den 25. März, abends 8% Uhr: Herr R. A. Tschorincky: „Ter Faschismus und die Juden". Jüdischer Zugendverein Mainz a. Rh. Heim: Gemeindehaus Gabelsbergerstraße. Programm für Monat März 1931. Donnerstag, 5. März, abends 83Ä Uhr: Pressereferat von Robert Strauß. Samstag, 7. März, abends 8% Uhr: Purimfeier im Kettelerhof Heidelbergerfaßgasse 14 I (großer Saal). Bunter Abend mit Tanz. Große Ueberraschungen! Jeder hundertste Besucher wird prämiert! Kein Weinzwang, sondern Lachzwang! Eintritt frei. Leitung: Willi Holzmann. Rituelles Büfett. Montag, 9. März, abends 8% Uhr: Heimabend von Walter Holzmann, Höchst: „Kameradschaftsehe und die Beziehung zwischen Religion und Ehe. Freitag, 13. März, abends 8%, Uhr: Freitagabendfeier. Montag, 16. März, abends 8% Uhr: Heimabend von Herrn Tr. Karl Ladenburg: „Zweck und Ziel jüdischer Altertums- Pflege mit Führung durch die hiesige Sammlung". Tonnerstag, 19. März, abends 8% Uhr: Heimabend von Moritz Marx: „Walter Rathenau fein Leben und sein Werk". Sonntag, 22. März: Fahrt unter Führung von Robert Strauß Treffen: 8K Uhr, Hauptbahnhof. Näheres am schwarzen Brett. Montag, 23. März, abends 8% Uhr: Referat von Herrn Rechtsanwalt Dr. Paul Simon: „Demokratie und Liberalismus". Donnerstag, 26. März, abends 8% Uhr: Referat von Herrn Studienrat Tr. Lorge: „Wissenschaftlicher Antisemitismus". Montag, 36. März, abends 8% Uhr: Ausspracheabend im Anschluß an die politischen Heimabende der letzten Zeit. m Die schönsten Geschenke zurVerlobung u. Hochzeit Porzellan Kristall Kunst Fischtor- und Schillerplatz Personalnotizen. Geboren: M a i n z : 21. 2. 31 ein Sohn des Herrn Julius Pollack 23. 2. 31 eine Tochter des Herrn Berthold Weis. 24. 2. 31 eine Tochter des Herrn Rabb. Dr. M. L. Bamberger Verlobte: M a i n z : Frl. Leni Goldmann mit Herrn Marcus Moritz Vermählte: M n i n z — M a I s ch in Baden Max Hirsch mit Tilde Hirsch, geb. David. Dolgesheim — Seeheim a. d. B. Ludwig Maas mit Betti l Maas geb. Mayer K i r s ch b e r g — G i m b s h e i m : Otto Gerson mit Frieda Gerson, geb. Kahn W o r m s — G r o ß - B i e b e r a u : Alfred Mendel mit Trude Mendel, geb. Haas 70 Jahre alt: Oppenheim: 18. 2. 31 Hermann Hirsch aus Nierstein 80. Geburtstag: Griesheim : 18. 1. 31 Frau Joseph Mendel. (Zur Berichtigung unserer letzten Notiz.) 86 Jahre alt: M a i n z : 25. 2. 31 Frau Gottschalk Blum Ww. Gestorben: D a r m st a dt: 25. 1. 31 San.-Rat Dr. B. Blumenthnl, 67. I. Groß-Ger a u : 31. 1. 31 Jeanette Guckenheimer E b e r b ä^ch - Groß-Bieberau: Frau Erna Bär, geb. May, 23 Jahre alt. M a i n z : 8. 2. 31 Fräulein Helene Strauß, 78 Jahre alt 9. 2. 31 Kommerzienrat Ludwig Kranenberger, 68 I. Treis a. d. L. 11. 2. 31 Werner Krebs, 5 Jahre alt Bingen a. Rh.: 23. 2. 31 Frau Jda Geisenheimer, geb. Heß, 84. Jahre alt. Gau-Alge sh eim : 23. 2. 31 Hieronymus Mayer, 72. I. alt. 15