Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 5 (1930)
- Issue
- 10 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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damit auch das Recht der Religionen verkennt, die, wenigstens in ihren höheren Ausprägungen, keineswegs dem Lebens- und Herrschaftswillen dienen sollen. Eingehend seht sich A. Kaminska mit neueren Arbeiten zur Psalmerklärung auseinander und gibt selbst beachtliche Beiträge zur literarischen Einordnung vieler Psalmen und zur Erläuterung schwieriger Stellen. Andere Beiträge zur Bibelerklärung gibt H. Torczhner; hatten die neueren Erklärer geglaubt, daß der Erlöser Jesaja 9, 5 genannt werde „Wunder, Berater, starker Gott", so zeigt Torczhner, daß der Einspruch der alten jüdischen Exegese gegen dieses letztere Beiwort durchaus berechtigt ist und weist einen überraschenden Weg der Erklärung. Der Beitrag Gerhard Scholems über den Begriff der Extase in der Kabbala wird alle diejenigen interessieren, die in der Neubelebung des Prophetischen und Visionären die Hauptbedeutung der jüdischen Mystik sehen. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 M. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensuiänner sendet, welche tu jedem Heft der Moiiatsschrift aufgezählt sind. Glückwunschablösungen zu Rasch haschonoh gingen, nachdem die letzte Nummer bereits fertiggestellt war, vori folgenden Damen uiid Herren noch ein: Gewinne von 100 000 RM. bisher 10 Stück, jetzt 12 Stück „ „ 75 000 RM. 4 „ 6 Stück „ „ 50 000 RM. 14 „ 20 Stück „ „ 25 000 RM. 14 „ 30 Stück „ „ 10 000 RM. 98 „ 224 Stück 5 000 RM. 186 „ 548 Stück „ „ 3 000 RM. 482 „ 1080 Stück 2 000 RM. 840 „ 3120 Stück „ „ 1 000 RM. n 2180 „ 6400 Stück „ „ 800 RM. 160 „ 600 Stück „ „ 500 RM. 5000 „ 10 800 Stück „ „ 400 RM. „ 800 „ „ 31000 Stück Aus dieser Aufstellung wird jedermanli sofort klar erkennen, daß hier eine ganz, eiiorme Vermebrung der iiiittleren und auch höheren Gewinne eingetreten ist, die in der Gesamtzahl mehr als das fünffache der bisherigen Anzahl beträgt, wodurch ei'.i langjähriger Wuiisch aller Spieler erfüllt wurde. Dadurch erhält der Spielplan eine außerordentliche Zugkraft, die von keiner anderen Lotterie erreicht werden dürfte. Somit kann man ohne Nebertreibung sagen, daß die Preußisch- Süddeutsche Klassenlotterie eine der größten Gewinnchancen der Welt bietet! Das wird ihr sicherlich auch alle diejenigen wieder zuführen, die vielleicht in den letzten Jahren sich nicht mehr an der Staatslotterie beteiligt haben, weil sie sich nach Prüfung des neuen Planes sagen müssen: „Jetzt lohnt es sich wieder zu spielen!" Leopold Feist Manfred Fröhlich Hugo Hirsch und Frau Justizrat Dr. Lichten u. Frau W. M. Reiner Frau M. Sonnenberg L. S. Stub und Familie, Theo Weil Der neue Spielplan der 36. Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie. Ziehung der 1. Klasse am 24. und 25. Oktober 1930. Wer den neuen Spielplan der Lotterie richtig beurteilen will, muß sich zunächst darüber klar feilt, daß man nicht eigentlich von einer Erhöhung des Lospreises sprechen darf, sotldern richtiger: von der Wiedereinführung des über 75 Jahre und bis zunt Jahre 1920 gültig gewesenen Friedenspreises von 200 Mark für das ganze Los, dem selbstverständlich auch eine ganz andere, bedeutend bessere Gewinnchance gegenübersteht. Im Jahre 1924 mußte man die unter der Inflation zusamnrengebrochene Staatslotterie vollständig neu aufbauen, und griff dabei zu dem populärsten Mittel, einem niedrigen Lospreis von 120 Mark. Der Erfolg war ein großer; aber es zeigte sich auch ebenso klar, daß die Gewinnaussichten ber diesem allzu knapp bemessenen Lospreis stark leiden mußten. Trotzdem konnte malt sich mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Not unserer Zeit nur schwer zu der Wiedereinführung des altbewährten Friedettspreises entschließen. Aber aus allen Kreisen der Spieler drängte die Forderung nach einer Verbesserung der Gewinnaussichten, die nur durch den Friedenspreis zu erreichen war, immer stärker zur Entscheidung, zumal Hamburg und Sachfen diesen Weg der Gesundung bereits seit einiger Zeit beschritten hatten. So konnte und durfte sich auch die Generaldirektion der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie diesem Gebot der Zeit nicht länger verschließen. Dadurch mm ist es möglich geworden, einen Spielplan herauszubringen, der an der Spitze aller in- und ausländischen Staatslotterien steht. , Vom Standpunkt des Spielers muß man diese zeitgemäße Aenderung mit Dank und Anerkennung begrüßen! Denn wirtschaftlich und sozial gedacht, ist es richtiger, durch eineu angemessenen Lospreis die Gewinnaussichten ganz wesentlich zu heben, als mit einem niedrigen Lospreis diese zu verwässern. Ein Vergleich mit dem bisherigen Spielplan wird jedermann davon überzeugen, wo der Vorteil für den Spieler liegt. Die zwei Prämien von 500 000 RM., sowie die ersten großen Gewinne von 500 000 RM., 300 000 RM. und 200 000 RM. bleiben unverändert bestehen. Man hat hieran aus praktischen Gründen nichts ändern wollen. Die Chancen bleiben für diese Gewinne die gleichen wie bisher, da die Loszahl rncht vermehrt, dagegen die Gewinnanzahl von bisher 330 400 auf jetzt 348 000 Gewinne erhöht wurde! Die großen Vorteile des neuen Spielplans zeigen sich schon bei den nun folgenden Gewinnen von 100 000 RM. abwärts: Personalnotizen. Geboren: Mainz: 20. 9. 30 ein Sohlt des Herrn Heinrich Jak. Schott. Mainz: 22. 9. 30 eine Tochter des Herrn Tr. Leonhard Fulda. Mainz: 24. 9. 30 ein Sohn des Herrn Joseph Koch. Barmizwoh: M a i n z : 8. 11. 30 Erich Pollack, Sohn des Herrn Julius Pollack. Verlobte: Mainz — Genf: Frl. Dora Nieteckmann mit Herrn Dezsö Stern. Trebur — G ö n e n : Frl. Betty Levy mit Herrn Jakob Hayuin. Vermählte: Tuttlingen— Groß-Gerau : Jsi Kälbermaun, mit Else Kälbermann, geb. Blatt. 70. Geburtstag: M a i it g : 1. 10. 30 Frl. Emma Simon. S t e i n - B o ck e n h e i m : 15. 10. 30 Moses Bockmann. Gestorben: M a i n z : 7. 9. 30 Sanitätsrat Tr. Adolf Eahn, 66 Jahre alt. 10. 9. 30 Frau Selma Kahn, geb. Stern, 61 Jahre alt 12. 9. 30 Frau Sabine Wild, 69 Jahre alt. Wallertheim: 23. 9. 30 Karl Jsaac, 78 Jahre alt. Alsfeld: Abraham Flörsheim, 68 Jahre alt. Salomon Stein, 82 Jahre alt. Angenrod: Hermann Löwenstein, 72 Jahre alt. Jakob Wertheim, 28 Jahre alt. Israel Oppenheimer, 91 Jahre alt. WAN D2rüN D BO D E N B E LAG E Adam Kadel, Darmstadt Pallaswiesenstrasse 45/47 Fernruf 3063 Baumaterialien Wand-u. Boden platten beläge 11