Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 5 (1930)
- Issue
- 9 (9.1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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f te folgenden Damen und Herren haben die sonst üblichen postalischen Glückwünsche zu Rosch haschonoh durch eine Wohlfahrtsspende abgelöst. Sie bekunden hierdurch ihre Segenswünsche auf eine allen Freunden und Bekannten und danken zugleich erwidernd für die an sie ergangenen Gratulationen. Mainz: B. Baer Gustav Berney Moritz Berney Jacob Deutsch und Frau Dr. L. Ehrmann und Frau Sa. Wilh. Fracnkel und Frau Siegfried Fraenkel u. Frau Albert Fried Friedrich Frohwein Jakob Goldfchlindt u. Fam. Frau Eugen Herzog Wwe. Jacques Herzog und Frau Dr. Max Gerstmann Ludwig Greif und Familie Schreibmafchincn-Günzburg und Familie Julius Jungermann u. Fam. Leopold Klein und Frau Adolf Knopp und Familie Dr. Emil Kramer Kommerzienrat Ludwig Kronenberger u. Frau Rabbiner Dr. S. Levi und Frau Michael Lion Otto Lorch und Frau Frau Emil Löwensberg Wwe. Fritz Löwensberg Hugo Löwensberg und Frau Kommerzienrat B. A. Mayer und Frau . Henry Meyer und Frau Jsaac Kurt Oppenheimer M. Rosenberg und Frau S. Rusznyak Frau Dr. L. Stern, Bahnhofstr. 5 Elfriede Vogel Alzey: Jacob Küchler und Familie Bingen: Rabbiner Dr. Heinrich Guttmann Justizrat Dr. Miarx Tarmstadt: Rabbilwr Dr. Bienheim Echzell: Lehrer Josef Stern u. Fam. Gießen: Louis Marcus Provinzialrabbiner Dr. Sander Harxheim: Ferdinand Mayer u. Familie Ober-Ingelheim: Ferdinand Oppenheimer Offenbach a. M.: Notar Dr. Guggenheim Oppenheim: Siegfried Rosenthal Worms: Sanitätsrat Dr. Nickelsberg A. Solomon Vereine und Verbände. Um seinen Aufgaben im Bereiche der Jdeen-Propagandn in umfassenderer Weise Nachkommen zu können, hat der Jüdische Friedensbund einen Propagandaausschuß ins Leben gerufen, zu dessen 1. Vorsitzenden Herr Dr. Josef Hirsch, langjähriger Vorsitzender des Verbandes Berliner Logen, gewählt wurde. Der neue Ausschuß umfaßt Vertreter der anderen Organe des JF., insbesondere des Franenausschusses unter Führung von Frau Dr. Eschelbacher, sowie eine Reihe von Persönlichkeiten, die sich bereit erklärt haben, in diesem Rahmen für die Ziele des Friedensbundes zu wirken, so die Herren Rabb. Dr. Salomonski, Rabb. Dr. Karl Rosenthal, Rabb. Dr. Prinz, führende Männer der VB.-Logen, wie Oscar G. Norden, Adolf Schoyer, Sanitätsrat Dr Alfred Goldschmidt, Dir. Karl M. Baer, ferner Architekt Rudolf Kraus u. a. In seinen ersten Sitzungen befaßte sich der Propagandaausschutz besonders mit der Frage der Vorbereitung von Veröffentlichungen für die Erwachsenen und für die Jugend, da der Mangel einer jüdischen Friedensliteratur stark empfunden wird; ferner mit den: Problem der Erfassurig und Organisierung der jüdischen Masserr für das Friedenswerk. Auch im Reich macht die jüdische Friedensbewegung trotz der heißen Jahreszeit erfreuliche Fortschritte. Die Frankfurter Ortsgruppe hat unter der Leitung ihres Vorsitzenden Dr. Martin B u b e r einen stark besuchten Ausspracheabend veranstaltet, den Dr. Buber mit einem Vortrag über das Thema einleitete: „Weshalb brauchen wir einen Jüdischen Friedensbund?" Für die Fühlungnahme mit den religiösen Friedensbünden der anderen Bekenntnisse hat die Frankfurter Ortsgruppe einen besonderen Ausschuß eingesetzt. Für den Herbst bereitet die Frankfurter Ortsgruppe Kundgebungen und Veröffentlichungen vor, die ihre besondere Auffassung von den Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft im Friedensbereiche zum Ausdruck bringen werden. — Das Hamburger Initiativkomitee wählte anläßlich seiner definitiven Konstituierung zum 1. Vorsitzenden Herrn Jacques Meyer, zum stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Rechtsanwalt Dr. Eichholz. Das Schriftführeramt hat Frau Dr. Taitza übernommen. Herr Jacques Meyer hat eine rege Tätigkeit sowohl im intern-jüdischen Bereiche, als auch zwecks Aufnahme von Beziehungen zu den andern religiösen Friedensgruppen eröffnet. — Das wachsende Interesse, welches der jüdischen Friedensbewegung entgegengebracht wird, hat sich auch darin bekundet, daß neuerdings wieder eine Reihe von BB.-Logen, Schwesternvereinigungen und Israelitischen Frauenvereinen verschiedener Art dem Jüdischen Friedensbund beigetreten sind. Ebenso hat sich die Zahl der dem J.F. angeschlossenen Gemeinden erheblich vermehrt. — Aus Anlaß der schweren Exzesse gegen die Juden, die sich in der letzten Zeit in Rumänien ereigneten, hat das Präsidium des Hilfsvereins der Deutschen Juden, die Herren Dr.James Simon, Generalkonsul Eugen Landau, Max M. Marburg, Willy D r e y f u s , folgendes Schreiben an den Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Maniu, gerichtet: „Der Hilfsverein der Deutschen Juden hat bereits vor dem Kriege eine große Hilfstätigkeit rn Rumänien entfaltet und in den letzten Jahren wiederum begonnen, den wirtschaftlich schwer leidenden Juden Rumäniens, soweit seine Mittel es erlaubten, zur Seite zu stehen. Diese Tätigkeit, die er im Interesse der rumänischen Juden ausübt, wird aber dadurch schwer beeinträchtigt, daß in der letzten Zeit schlimme Exzesse gegen die Juden in Rumänien stattgefunden haben. Die deutschen Juden, deren Gefühlen der Hilfsverein der Deutschen Juden Ausdruck gibt, find von tiefer Sorge über das Schicksal ihrer Glaubensgenossen in Rumänien erfüllt, über die Ereignisse, die sich in der letzten Zeit in Kimpolung, Borscha, Suczawa, Balaceana und anderen Orten abgespielt habe::, und die nach ihrer Meinung die t'otwendige Sühne noch üicht gesunden haben, ebensowenig wie eine Entschädigung der Opfer bisher erfolgt ist. Wir geben uns der Erwartung hin, daß diese Kundgebung, durch die die deutscheJudenheit ihren tiefen Schmerz über die Geschehnisse zunt Ausdruck bringt, dazu beitragen wird, die Aufmerksamkeit der rumänischen Negierung auf die traurige Lage der Juden zu lenken. Wir hoffen, daß die ruinänische Negierung dafür Sorge tragen wird, daß die Gleichberechtigung, die den Juden gewährleistet ist, durchgeführt wird, daß antisemitische Agitationen verhindert werden, und daß den Juden die volle Freiheit und die Möglichkeit gegeben wird, gesichert gegen Angriffe ihres Judentums wegen und gegen Verfolgungen und Gewalttaten sich als gleichberechtigte Bürger zu betätigen." —• Die Anteilnahme an der familiengeschichtlichen Forschung ist in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren in weiten Volksschichten außerordentlich gewachsen, in jüdischen Kreisen allerdings nicht in dem Maße, wie es zu wünschen wäre. Das mag darin liegen, daß es bisher an einer Zentralstelle hierfür fehlte. Durch die „Gesellschaft für jüdische Familienforschung" ist eine solche geschaffen. In der kurzen Zeit des Bestehens der Gesellschaft ist es dieser gelungen, ihre Ideen in erfreulichem Maße zu verbreiteii. Sie WÄN P--Ü ND BÖ D EN B EÜXGE Adam Kadel, Darmstadt Pallaswiesenstrasse 45/47 Fernruf 3063 Baumaterialien Wand-u. Bodenplattenbeläge 9