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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1930-07-01 · 7 (7.1930) · p. Seite 13

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
5 (1930)
Issue
7 (7.1930)
Date
1930-07-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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zu den Politischen und sozialen Fragen, die da abgehandelt werden. Denn über alle kulturpolitische Bedeutung des Werkes hinaus — und sie ist von seltener Höhe — ist da ein menschliches Dokument, jn, man muß eben sagen: vor allem ein menschliches Dokument. Weißmann. Draußen in fernen Ländern. Unter diesem Gesamttitel erzählt Erna Arnhold in entzückenden 6 Heftchen, die sie nach eigenen Aufnahmen passend illustriert hat, was sie in Spanien, Palästina, Aegypten, China, Japan und Ceylon gesehen hat. Sie hat sich aber auch in der Geschichte und Kultur dieser Länder so gründlich umgesehen, daß das, was sie gelegentlich daraus bietet, ihren lebendigen Schilderungen einen besonderen Reiz verleiht. So schildert sie, meist zutreffend, anschaulich das.Schicksal der Juden in Spanien mit einem Streiflicht auf die Geschicke der späteren Spaniolen. Ueber Palästina, soweit jüdisches Interesse in Frage kommt, hätten wir gern mehr erfahren. China und Japan enthüllt sie uns von einer den meisten wohl neuen Seite. Ergreifend kommt die Pietät und Kindestreue des Ostasiaten zu Worte, die den Vergleich mit dem Judentums nahelegen. Daß „Aegypten" besonders dem jüdischen Leser viele willkommene Ein- und Ausblicke bietet, war zu erwarten. Aber selbst in „Ceylon" findet sich manches Wissenswerte und Anregende. Hervorzuheben ist das Verdienst des Verlages Ferd. Hirt in Breslau, der in diesen Heftchen zu dem billigen Preis von 0,80 RM. eine Glanzleistung des deutschen Buchhandels zustandebrachte. G. Harry Torczyner: Tie Bundeslade und die Anfänge der Religion Israels. Zweite verbesserte Auslage. 1980. Philo-Verlag, Berlin SW 68. 79 Seiten. Ladenpreis brosch. 1.60 RM. Die Neuausgabe des Torczynerschcn Werkes, die der ersten Auflage nach acht Jahren gefolgt ist, versucht das Problem der Bundeslade, dieses ehrwürdigsten Kultgegenstandes des alten Israel, zu losen. Fleißige Benutzung zahlreicher Bibelstellen, die nach der Meinung des Verfassers bisher nicht beachtet oder mißverstanden worden sind, geistreiche Interpretation insbesondere der sogenannten Ladesprüche, Nu 10, 35 und 36 und unscheinbare Angaben über Merkaba und Aron, über Kapporet und Kerube lassen ihn zu einem Resultat kommen, das die Urgeschichte der jüdischen Religion, die Gottesidee, die Feste und die kultische Dichtung Israels in einem ganz neuen Lichte erscheinen läßt. „Aus der Vorstellung eines gewaltigen Schneegebirges, dessen Haupt die Wolken vogelartig umschweben, von wo aus eine unsichtbare Gottheit, regenspcndend, donnernd und mit Blitzespfeilen kämpfend, einherfahrt, einerseits — und aus dem Erlebnis eines in der Wolken- und Feuersäule des Sinaivulkans sich gleich unsichtbar, durch die gleiche Donnerstimme offenbarenden Gottes, dessen Wolke Israel die Haltepunkte seines Freiheitszuges aus Aegypten in die Heimat bezeichnet, erwachsen Israel die Grundlagen zum Begriff eines Gottes, der die Geschicke seines Volkes und der Welt lenkt. Die Bundeslade, ans dem Wüstenzuge als Darstellung des Führers in der Vulkanwolke entstanden, übernimmt auch alle Züge der Gewitterwolke". Das sind die Anfänge, aus denen — nach Ansicht des Verfassers — Israels Gottesbegriff sich zu weltgeschichtlicher Bedeutung entwickelt hat. Es ist natürlich nicht möglich, im Nahmen einer kurzen Besprechung auf dieses Werk näher cmzugehen und es religionsgeschichtlich zu werten. Aber auf das Studium desselben sei hier wenigstens hingewiesen. Die Akribie, mit der der gelehrte Autor seine Abhandlung geschrieben, die Klarheit der Darstellung und die außerordentliche Gründlichkeit der Stofsverarbeitung bieten einen eigenartigen Reiz und lassen sie äußerst interessant erscheinen, so daß sie — auch wenn man den Standpunkt Torczyners grundsätzlich nicht teilt — im Kreise der Fachgelehrten Beachtung verdient. Lorge. Grünberg, Samuel: „Exegetische Beiträge IV." I. Kaufsmann, Verlag, Frankfurt 1930. Brosch. RM. 3.—. (Sonderdruck aus: Jahrbuch der jüdisch-literarischen Gesellschaft, Jg. 19 und 20. Vorliegendes Heft ist — wie die bereits vorher erschienenen drei Teile — deshalb schon mit besonderer Freude zu begrüßen, weil wir Juden, wenigstens in Deutschland, seit Jahrzehnten von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen (vgl. B Jakob), keine eigene Bibelwissenschaft mehr haben. Fast alles, was an Bedeutendem und Epochemachendem in Bibelwisscnschaft und Exegese geschrieben wird, kam bisher von der protestantischen Theologie. Um so mehr wird das vorliegende Heft, wie auch die vorhergegangenen Arbeiten des Verfassers, auf exegetischem Gebiet das Interesse all derer finden, die sich um Sinn und Wesen der heiligen Schrift mühen. Tr. P. Lazarus, Wiesbaden. „Unser Werk" betitelt sich die Zeitschrift, die vor: Mitgliedern der Jewift) Agency und dem Präsidium des Keren Hajessod (Jüd. Palästinawerk) E. V. in Deutschland herausgegeben wird. Sie erscheint bereits im 2. Jahrgang und in gewissen Abständen auch mit illustrierten Nummern. Die letzten beiden Hefte von „Unser Werk" enthalten Artikel von Oskar Wassermann, Kurt Blumcnfeld, Dr. Ludw. Tietz, Rechtsanwalt, A. Horowitz, Justizrat Dr. Blau über Jewish Agency u. a. m. sowie Tätigkeitsberichte des Keren Hajessod. Personalnotizen. Geboren: Ober-Olm: 19. 6. 30 ein Sohn des Herrn Fritz Mayer. Barmizwoh: Darmstadt: 19. 7. 30 Ludwig Wartensleben, Sohn des Herrn Josef Wartensleben. Verlobte: K a r l s r u h e—G roß-Gerau: Frl. Ruth Hamburger mit Herrn Paul Oppenheimer G a u - A l g e s h e i m—L uxemburg : Frl. Margrit Nathan mit Herrn Hugo Mayer Gries heim- Darm st adt — Leipzig: Frl. Minna Wolf mit Herrn Bruno Wien. Vermählte: M a i n z—B remerhaven : Jacques Kahn und Jenny Kahn, geb. Wolf Mainz: Ernst Manasse und Erna Manasse, geb. Edinger. Mainz—Züri ch : Max Zitronenbaum und Betty Zitroncnbaum, geb. Rottenberg Mainz—Köln : Fritz Frohwein und Grete Frohwein, geb. Walter. A l z e y - F l o n h e i m : Arthur Hirsch und Milli Hirsch, geb. Wolf Gestorben: Mainz : 15. 6. 30 Frau Anna Goldschmidt, geb. Levitta, 67 I. a. 16. 6. 30 Hedwig Lindauer, 15 Jahre alt. 17. 6. 30 Frau Gertrude Schneeberger, geb. Löwenstein, 41 Jahre alt. Bingen a. Rh.: 11. 5. 30 Moritz Marx, 51 Jahre alt. 24. 5. 30 Frau Johanna Mattes, geb. Haas, 80 Jahre alt. F ü r f e l d : 22. 5. 30 Hermann Kahn, 73 Jahre alt. B ü r st a d t : 2. 6. 30 Frau S. Flörsheim, 56 Jahre alt. C a r l s h a f e n : 6. 6. 30 Hugo Brück, 70 Jahre alt. Frankfurt a. M.: 16. 6. 30 Frau Lina Wolf, 64 Jahre alt. S t e i n - B o ck e n h e i m : 24. 6. 30 Frau Jeauette Nachmann, 97 Jahre alt. Sprendlingen: 25. 6. 30 Gustav Schloß, 72 Jahre alt. Griesheim : 25. 6. 30 Jonas Stern, 42 Jahre alt. D i e n h e i m : 30. 6. 30 Frau Lina Hirsch, geb. Scheuer, 66 I. alt. Meinen lieben Gästen sowie allen verehrlichen Interessenten gebe ich hiermit bekannt, dass mein altrenommiertes, in modernem Stil erbautes Hotel in allen Zimmern mit fliessendem Wasser, Dampfheizung sowie Signallichtanlage __„ versehen und vollständig neu renoviert GOTTLIEB «E» l.Mai wieder in Betrieb genommen ist. T r rr\l I? D Ritualbäder und Minjen im Hause. Vorzügliches Li JZ11 IS LZ Li. erstklass'ges Restaurant. Für die Vorsaison Mai „ i und Juni bedeutend ermäss gte Preise (Pension naricnoaa 8_ bis 9 _ M j Hotelauto an der Bahn Hotel Goldenes Schloss j Hotel Goldener Schlüssel / Hotel 3 Mohren 13

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