Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 4 (1929)
- Issue
- 4 (4.1929)
- Date
- 1929-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9582242-9623186-9620549--0379-9620550- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
:^:=a;=ür=«:=<j;=<5'^: jr Wril INS l Rabbiner- Seminar zu Berlin. P53>3j[-*P" L 4.Ishrg.Zr.4 i MMmysbistt des Landesverbandes der istaelillschen lkleligionsgemeinden ßessens E-". DIüIC---- ’i Ditfts Blatt erscheint monatlich und geht den Mit- III Luschristein Main,, Sjinüenburgstrahe Pr. 44 gliedern unentgeltlich;u. * krscheinungsort Main;. Ill Schriftleitung! fiabbintr Dr. ftoi, Main, t —amc — 1 Bekanntmachung des Landesverbandes der israelitischen Religionsgemeinden Hessens. wie bereits bekanntgegeben, findet am Sonntag, den 14. April 1029, vormittags 11 Uhr, in Offenbach a. M., Versammlungssaal im Synagogengebäude (Goethestr.), ein ordentlicher Gemeindetag statt. Die Abgeordneten werden um zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Mainz, den 7. 5lpril 1929. Der Verbandsvorsitzende. Aus dem Verbandsbüro. Zu dem am 14. Rpril d. Is. in Gffenbach a. M. stattfindenden verbandstag sei als Punkt 8 der Tagesordnung noch nachgetragen: Referat des Herrn Rabbiner Dr. Diene m a nn-Gffenbach über: „21 ttyban rrird tut^cvc* Gebetes." Die Herren Oberratsmitglieder und deren Stellvertreter werden hiermit nach Gffenbach a. M., Versammlungssaal Goethestraße, auf Sonntag, den 14. Rpril 1929, vormittags IOV2 Uhr, zu einer Gberratssitzung berufen. Mainz, den 7. Rpril 1929. Der Verbandsvorsitzende. Ü)er Aeichsverband der deutsch. Juden wiederum gescheitert. Nachdem man seit Jahren aus die Gründung eines Neichsverbandes der deutschen Juden hmgeUnrtt hatte, wobei insbesondere der an der Spitze des baprischen Landesverbandes rührige, uild erfolgreich tätige Herr Oberlandesgerichtsrat Neumeyer in München durch Ausarbeitung der entsprechenden Satzungen sich verdient gemacht hatte, sollte jetzt die endgültige Entscheidung über das Zustandekommen dieses Planes fallen. Die süddeutschen Landesverbände, welche seit längerer Zeit zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen waren, hatten sich unter der Vorallssetzung, daß auch der Preußische Landesverband sich dem Reichsverbande anschließt, bereit erklärt, sich in den Neichsverband einzugliederil. Selbstverständlich mußte:! diese süddeutschen Landesverbände, welche zum Teil schon über 100 Jahre staatliche Gebilde darstellen, aus der Beobachtung ihrer staatsgesetzlichen Lage bestehen und konnten infolgedessen nur einen Dachverband als Zusamrnensassung anerkennen. Nun hat der Preußische Landesverband in seiner Verbandstagung vom 3. Februar den Entwurf zur Gründung des Reichsverbandes, der ihm vorlag, mit 40 gegen 45 Stimmen abgelehnt; geschlossen gegen den Reichsverbandsentwurf trat die jüdische Volkspartei, welche in der Hauptsache zionistisch gerichtet ist, auf. Die sonstigen ablehnenden Stirnmen kamen aus den verschiedensten Parteilagern. So ist die Hosfunng auf Erfüllung einer dringenden Notwendigkeit bis auf weiteres zusammengebrochen. Grund zu der Ablehnung war die Auffassung, daß der vorgelegte Entwurf deu demokratischen Zeüströmungen nicht genügend entspreche. Ter Preußische Landesverband will nun seinerseits einen Entwurf ausarbeiten; ob diesem dam: später ein größerer Erfolg beschieden sein wird, ist zweifelhaft. Die süddeutschen Landesverbände werden jedenfalls gelassen die Entwicklung der Angelegenheit abwarten. Zum bevorstehenden Pessachfeste. Das Pessachfest beginnt am Mittwoch, den 24. April, abends und endet am Donnerstag, den 2. Mai. Am Dienstag, den 23. April nach Eintritt der Nacht ist Bedikath hachomez vorzunehmen. Das Chomezverbot tritt am Mittwoch vormittags uni 8,50 Uhr in Geltung. An diesem Mittwoch ist außerdem eruv tavschilin zu vollziehen, weil die ersten beiden Feiertage unmittelbar in den Sabbath übergehen. Am Donnerstag abend beginnt die Omer- oder Sefirohzeit. Das gegenwärtige Jahr 5689 unseren jüdischen Zeitrechnung ist seit dem Bestehen des jüdischen Kalenders erst das zweite, in welchem das Pessachfest und entsprechend die übrigen Feiertage auf ein so spätes Datum der allgemeinen Zeitrechnung fällt. Das erste Mal war ein so später Feiertagsbeginn im Jahre 1815 zu verzeichnen. Im Jahre 1967 wird zum dritten Mal das Pessachfest so spät im allgemeinen Kalenden beginnen.