Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 135)
- Language
- German
- Belongs to
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295 ״ ומלכים לנכד*. זרחךVölker wandeln nach dem Hellen Lichte der Freiheit, welches du angezündet, und Könige nach dem Lichtglanze deiner staatlichen Verfassung." Oder ist nicht die Verfassung unserer Monarchie eine erwärmende Freiheitssonne, welche ihre goldnen Strahlen weithinaus in andere Reiche und Staaten sendet? Ist unser glorreicher Herrscher nicht ein erhabenes Musterbild den Fürsten, wie Völker zu regleren sind? Unser Kaiser ist ein liebreicher Vater seinen Völkern, aber erbetrachtet seine Völker nicht als unwürdige Kinder, er verlieh ihnen in seiner kaiserlichen Gnade das Recht, ihre Angelegenheiten selbst zu ordnen und zu besorgen, und diesen von seinen Völkern selbstgeschaffenen Beschlüssen ertheilt er durch seine Bestätigung gesetzliche Kraft, gibt gleichsam zu diesen Beschlüssen väterlichen Segen. Auch ein anderes Prophetenwort erfüllt sich durch die Hochherzigkeit unseres erhabenen Kaisers, das Prophetenwort des großen Jesaias: (Js. 60,4.) שאי סביב עיניך וראי כלם ״ . נקבצו באו לך בניך מרחוק יבואוErhebe ringsum deine Augen, und schaue, Alle versammeln sich, kommen zu dir, deine Söhne kehren aus der Ferne heim." Noch ist es nicht lange her, da mußten gar viele der treuesten Söhne Oesterreich- Ungarns in der Fremde schmachten, das bittere Brod der Verbannung essen, die Pforten der süßen Heimath waren ihnen verschlossen; und warum? sie,wollten Licht, und׳in der Heimath war es dunkel und ftnster, sie wollten Freiheit, und in der Heimath lastete das Joch des Druckes schwer auf dem Lande. Da zerstreute. ein Wort unseres gnädigen Kaisers dieses Dunkel, eine neue lichtvolle Zeit begann, das Reich erhob sich wie verjüngt aus den alten Fesseln, und sie alle seine Söhne eilten aus der Ferne herbei, kehrten in die geliebte Heimath zurück, und übergroß war die Freude, die Langvermißten aus heimathlichem Boden zu begrüßen. M. g. Z.! Die Geschichte der fünfundzwanzigjährigen Regierungszeit unseres erhabenen Landesvaters ist zu reich an erhebenden Momenten, als daß sie alle in dieser feierlichen Stunde aufgezählt werden können, der Errungenschaften sind