Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 103)
- Language
- German
- Belongs to
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263 sind. ״ המלאך בין האדם לאלהיוDer Engel, der den Menschen mit seinem Gotte verbindet, sagt der Denker Gersonides, הוא שכלו ist st ine Vernunft." Sache und Beruf der religiösen Leiter ist es, in ihren Gemeinden unermüdlich die Wahrheiten der Religion zu lehren,'die unveräußerlichen Menschenrechte nachdrücklichst zu betonen, und den Strom der Begeisternng für gediegene Erkenntniß des Judenthums und für fronlmes edles Wirken im lebendigen Flusse zu erhalten. Die Lehrer in freit Schulen haben nicht nur in leichtfaßlicher Weise die Lehrgegenstände zu unterrichten, sondern auch darauf hinzuarbeiten, Vorurtheile und Aberglauben von der Jugend fern zu halten, ihren Geist zu erhellen, ihr Herz zu läutern, sie zu denkenden, frommfühlenden Jünglingen und Jungfrauen heranzubilden אל תקרי בניך אלא בדך damit den Heranwachsenden Kindern der Weiter- und Ausbau des Judenthums mit Beruhigung überlassen werden könne. Die Frauen in Israel, deren Bedeutung für die Erhaltung gemüthsinnigen Glaubens zu allen Zeiten anerkannt worden ist, בשכר נשים צדקניות נגאלו אבותנו במצרים (Sota 11.) da die Saiten ihres Herzens vom leisesten Hauche des Himmlischen angeweht, mächtig schwingen — die Frauen, sie bilden nicht nur den Mitelpnnkt des Hauses, sondern auch den Mittelpunkt der Erziehung. Sie haben früher durch ihr Beispiel tiefes Empfinden, marines Fühlen, wahre Gläubigkeit und wohlthätige Milde ihre Umgebung zu lehren. Denn der milde Sinn und der Glaube, den die zarte Hand der Mutter in das kindliche Herz einpflanzt, der Hauch ihrer Liebe erwärntt, der Blick ihres Auge behütet, der Silberton ihrer Stimme wachhält, gießt zu jeder Zeit Herzlichkeit, Innigkeit und Traulichkeit wie einen himmlischen Duft über das jüdische ' Familienleben aus. Die Männer in Israel sollen mit redlichem Fleißeerwerben und arbeiten, um den Wohlstand ihres Hauses blühend zu erhalten. Jedoch dürfen sie nicht von Geldgier getrieben, unablässig nach Besitz und Gütern ringen, sondern ״nach der Weise ihrer Vorfahren auch ein höheres Streben