Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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239 ״ ובכחdurch Heeresmacht und Waffengewalt" sich hervorthun, es rief mit Ungestüm: סלך יהיה עליכרריצא לפנינו רנלהם ״ את מלחמתנו והיינו גם אנחנו ככל הגויםWir wollen ebenfalls einen irdischen König haben, der im Kriege uns voranzieht und uns von Sieg zu Sieg führt, wir wollen auch gleichwie die Volker alle um uns her sein" (Sam. I, 8, 19—20) — während sie doch viel mehr sein sollten, וי״י ״ אלהיכם מלככםda doch der ewige Gott ihr König" (1. Sam. 12,12) ״ ילכו מחיל אל היל יראה אלחיםund sie in dem Streben nach Göttlichen von Sieg zu Sieg geistig aufwärtssteigen sollten" (Ps. 48,8). Vergebens mahnten die Propheten von solch' verkehrtem unsinnigen Beginnen ab, vergebens erhoben sie ihre Donnerstimme und riefen: לא כאלה ״ הלק יערםNicht Solches sei Jakobs Theil!" ״Nicht rühme sich der Held seiner Heldenthaten, sondern des rühme sich wer sich rühmen will: mich zu erkennen und zu verstehen, daß ich der Herr nur an Liebe, Gerechtigkeit und Tugend auf Erden gefallen habe" (Jerem. 8, 22,23) — vergebens, Israel eilte auf abschüssigem Wege rasch seinem Verderben entgegen. Es hatte Könige über Könige, und Heere über Heere, ואין קצה ״ למרכבותיוund Streitwagen in Hülle und Fülle", aber damit vermochte es nicht sein ״Heiligthum" zu schützen. Es kam ein mächtigerer König mit zahlreicherem Heere, der machte der jüdischen Neichswirthschast ein Ende; er eroberte Jerusalem, zerstörte den Tempel und führte das Vo k in die babylonische Gefangenschaft. Hier gingen ihnen die Augen auf, jetzt sahen sie ein, daß sie des Weges gefehlt, sie begannen sich auf ihre eigentliche Aufgabe, gingen reuniüthig in sich, und so vollbrachte sich im gesammten Volke eine heilsame Nm- Wandlung, das Wort des Exilspropheten Ezechiel fing an sich zu bewahrheiten ״ רוה הרימה את!בקרבכםEinen neuen Geist will ich in euch geben!" Sie lebten der Erfüllung der göttlichen Verheißung, an die unsere Haphtara uns erinnert, daß Serubabel, ein Fürst aus Davids Haus, unb Iehoschua, der Hohepriester, sie wieder ins geliebte Vaterland zurückführen würden, wenn sie — wie dies symbolisch ihnen angedeu-