Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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אתה כוננת מישרים משפט וצדקה ביעקב אתה עשית ״Und die Macht des Königs, er liebt das Recht; du hast fest gegründet die Redlichkeit, und Gesetz unb Gnade hast du an Jakob geübt." — Gott gebe, daß wir sein Gesetz, seine Festigung, seine gnadenvolle Gerechtigkeit genau erkennen. Amen! I. ״ ועז מלך משפט אהבUnd die Macht des Königs, er liebt das Recht." Das Recht, m. Th., ist Gottes Freude, und nicht die Laune einer beweglichen Stimmung und nicht die Aufwallung eines flüchtigen Zornes oder die Begeisterung einer glänzenden Täuschung Nicht das Gesetz, das unsere Leidenschaft aufstellt, das Recht, das unser Ehrgeiz schafft, nicht die Vorschrift, die unsere Eigenliebe, unsere Bequemlichkeit, unsere Herrschsucht fordert, nicht unser schwankendes veränderliches Recht, sondern das R e ch t, das G o t t e s r e ch t, liebt Gott. Dieser Spruch gebietet dem Wahne Halt, der die Welt nach seinen Gesetzen zu meistern gedenkt und sich kühn zum Richter macht für der Menschheit festgezeichnete Bahnen. Nicht die Person ist es, die Gott besticht, ihn blenden nicht des Reichen Diamanten, und ihn verwirrt nicht rauschende Seide, ihn betäuben nicht schallende Chöre, ihn übermannen nicht hallende Töne; ihn beuget nicht des Fürsten Krone, ihn erschreckt nicht der Weisen Weisheit, ihn besücht nicht der Tenipel üppiger Glanz, ihn umgarnt nicht der Gebete drängende Fülle, ihn täuscht nicht das frömmelnde Auge, ihn belügt nicht der heuchelnde Mund, ihn erweicht nicht des armen Sünders Entbehrung, er liebt das Recht und ist fein unbestechlicher Hüter. Er verdeckt nicht und beugt nicht, sein Gesetz ist ihm fest und unerschütterlich sein Wille; nicht bevorzugt er eine Partei und gleich nahe steht ihm jedes Wesen, der falschen Farbe Glanz verwischt er und stellt die Sünde hin in ihrer Nacktheit. Er schont seine Frommeil nicht, wenn sie gefehlt und schließt sein Auge nicht, wenn sie im Verborgnen irren- Des Menschen Auge kannst du blenden, des Richters Einsicht trüben, Gottes Recht kannst du nicht beu-