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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-08-01 · 11-12 (8.1875) · p. Seite 254

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
1 (1874-1875)
Issue
11-12 (8.1875)
Date
1875-08-01
Page
Seite 254 (sequence 14)
Language
German
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SSL ganzen Tag. Gönnen wir dem müden Arbeiter seine Ruhe. תמרים ״ הניעו ראש על צדיק כתמרIhr Palmen, neiget euer Haupt über den Frommen, wie die Palme", welcher gleich er geblüht שתולים ככית הי gepflanzt im Hause Gottes hienieden in Gottes Weinberg thätig sich erwiesen, בחצרות אלהינו יפריחו wird dessen Geist knospen dort oben in den Vorhöfen unseres Ewigen und der Ewigkeit. Wir aber נשים לילות כימים על שם לילות כימים (M. Kat. 25 b) ״Wir wollen Nächte zu Tagen trauernd umwandeln um den, der Nächte zu Tagen in unablässigem Gesetzstudium umwandelte." Doch nicht blos in Trauer, auch und vorzugsweise in unablässigem F o rschen wollen wir, gleich unserem großen Meister, die Nächte zu Tagen umwandeln, auf daß nicht טעון דיקלי שיצי der Fruchtboden seiner herrlichen Geistespflanzung durch unsere Nachlässigkeit Dorngestrüpp auffchießen lasse. Und wenn es auch von Frankel, wie einst von R. Akiba, heißen kann בטלו זרועי התורה ונסתתמו מעיינות החכמה (Jot. 49 b) ״daß mit ihm die Arme, die Stützen der Thora umfielen und die Weisheitsquelle versiegte," so ist dennoch עת ידו נטויה (Jes. 5, 25) seine starke Hand über uns ausgestreckt, er schwingt unsichtbar über uns seine starke Führerhand, und Dank' seinen lichtvollen Werken לחיים נתנו ולא לקבורה (Makk. 12 a) die dem Leben und nicht dem Grab, dem Modernen und nicht dem Modern angehören, vermögen wir an deren Gängelband seinen lichtvollen, wegweisenden Spuren zu folgen, die ״Thorastützen" wieder aufzurichten und den verschütteten Born der Gelehrtenschätze von neuem bloszulegen. Das Andenken des Königs Chiskijahu, erzählen die Alten (Midr. Echa), haben die kommenden Geschlechter dadurch lebendig erhalten בית ועד כנו למעלה מקברו של חזקיהו, daß sie ein Lehr- und Versammlungshaus an seinem Grabe errichteten וכשהיו הולכים שם היו אומרים למדנו und so oft sie sich daselbst versammelten, riefen sie aus: wir haben gelernt! Auch wir vermögen nur so das Andenken Frankels, dieses Wissensfürsten, der für alle Zeiten gelebt, für alle Zeiten lebendig zu erhalten, wenn wir uns unl seine Werke, um dieses Lehr- und Versammlungshaus schaaren, denn so oft wir an dieselben mit heiligem Ernst und Forscherdrang herantreten, werden wir ausrufen: nun haben wir wieder gelernt! So hätten wir denn in umrißlichen Zügen das Andenken eines Mannes zu würdigen gesucht, der an Gründlichkeit der a l t e n Schule, der Zeit nach am Anfang unseres Jahrhunderts geboren, Träger seines Jahrhunderts, dem modernen Leben, und inso-

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