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Israelitisches Predigt-Magazin · 1874-12-01 · 3 (12.1874) · p. Seite 80

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
1 (1874-1875)
Issue
3 (12.1874)
Date
1874-12-01
Page
Seite 80 (sequence 18)
Language
German
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80 einem äußerlichen Bekemuniß bei ״Lchma Israel" bewegen. Wir haben nur durch Veranschaulichung zu wirken. Bei uns ioll der Tollmersch und Verkündiger der Religionswahrheiten das Hans sein, ״ אבן בקי" תזעק *בפ־ב -־כץ י;:דjeder Stein und jeder Lpahn soll ne predigen." Um'ers Annes ist es nur, wie Abraham damsitzen ״ פתח האהלan der Pforte des Hauses" und dem Wanderer zu sagen: Lieh'her, das ist ein jüdisches Haus! La wir brauchen es ihm nicht einmal zu sagen, er wird von selber überzeugt sein, wie die Fremdlinge bei Abraham: ein solches Haus kann nicht untergehn! Er wird von selber in das Loblied ausbrechen, das schon vor Zeiten Einer angestimmr hat, der nicht um'ers Glaubens war: *?״ בה טבי אחליך •עקב בשבגיתיך ’יבראWie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnungen Israel!" II. Es ist aber eine Frage, und zwar eine Frage, die unsre ganze Aufmerksamkeit verdient: Lind wir denn noch in der Lage, unseren Lehrberuf in derselben Weise und mir demselben Erfolge wie Abra- Ham auszuüben? Tazusitzen gleich Abraham ״ פתח האהלam Eingange des Hauses" — das wäre freilich keine Lchwierigkeit, wie aber sieht das Haus selber aus? Kann es noch den Anspruch erheben, für den Boden zu gelten, welcher das Iudemhum mit feinen heilsamen Wirkungen, mit feinem himmlischen Legen zur Anschauung bringt? Bei Abraham waren es die Fremdlinge "שבשתח״ב לעפ ״ דנליהבdie den Ltaub anbeten" — und er lehne sie den Blick nach oben richten. Was würden aber die Fremdlinge heute bei uns sehn? Beten wir denn nicht auch den Ltaub an? Bei Abraham waren es die Fremdlinge, von denen er besorgte שלא חב:־ב־ ע״ז ״ לביתוsie möchten ihm den Götzendienst ins Haus bringen." Tiefer Besorgniß sind wir heute überhoben. Tenn ־לדי:ב״־ב יבפיקי unsere Häuser stecken leider so voll von fremdem, götzendienerischen Hausrath, den wir anbelen, vor dem wir im Ltaube liegen, daß wir eine Vermehrung kaum noch besorgen können. Wie viele wahr- Haft jüdische Häuser sinder man denn noch, die zum Anschauungsunterricht über das Wesen und den Geist des Iudemhums dienen könnten? Von wie vielen Häusern darf denn der Fremdling noch erwarten. הדין פתא מזעתא דלבא daß er darin ״geistige Lpeise, Nahrung für Herz und Gemülh" sinde, wie Abraham seinen Gä:en zuruft ״ בעדו לבבבerfrischet euer Herz." In wie vielen Häusern kann man denn noch zu dem Fremdling sprechen השענו תחת העץ ״Ruhe aus unter dem schattigen Baume" unsres Glaubens, den du hier dargeftellt findest. Im Lchatten dieser Zufriedenheit, dieser

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