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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 151

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 151 (sequence 157)
Language
German
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151 meine Brust die Sorgen ihres Herzens gelegt, ihre geheimsten Geheimnisse anvertraut und jedem stellte ich meine Zeit und Kraft zu Gebote. — Bon dem Hohenpriester lesen wir, daß er die Stämme Israels in dem Brustschilde auf dem Herzen trug, ich darf es hier an heiliger Stätte sagen, ich trug sie alle, die meiner Gemeinde angehören, von dem letzten Schulkinde bis zum hochbetagten Greise in dem Herzen, und wo ich nicht rathen und helfen konnte, da habe ich gebetet und Ihr habt es mir vergeben, wenn mein Gebet über das gewohnte Maaß hinauswährte, denn ich habe in dasselbe, ohne daß Ihr es wußtet, jeden der Sorgenden und Kummerbeladenen unter Euch eingeschlossen. Ja, jenes Vertrauen zu mir wankte nicht, denn es war und ist die Frucht der Achtung und Liebe, die Ihr mir geschenkt, וידעת את ה׳ Ich erkenne aber auch darin die Gnade Gottes, der Eure Herzen mir zugewendet. — Dank sei Euch dafür, Dank für all das Liebe und Gute, das ich in Eurer Mitte erfahren; Dank dem Vorstande und den Vertretern der Gemeinde, die meinen Bestrebungen allezeit das gütigste Entgegenkommen gebracht; Dank dem Comitee, das mir den heutigen Tag zu einem so schönen gestaltet, an der Feier desselben hat meine Anregung keinen Anteil, sie ging von Euch, aus Eurem Herzen hervor und ist nur eine Fortsetzung der Beweise von Achtung und Liebe, die Ihr mir so oft gegeben; Dank meinem Freund.e und Amtsgenossen, der in so warmen, markigen und herrlichen Worten zu Euch gesprochen, sein Lob muß ich ablehnen, die Freundschast ist es und die Liebe, mit deren Auge er mein Wirken und Schaffen beurtheilte, Dank dem Rabbinerverbande, der Einen seiner würdigsten Vertreter hierhergesandt, um mir die Glückwünsche des Verbands der Rabbiner Deutschlands auszusprechen; Dank den verehrten Amtsgenossen, die hierhergeeilt, um diesen schönen Tag mit mir zu verleben; Dank auch den hohen Behörden, deren Wohlwollen mir niemals mangelte und die auch diesen herrlichen Tag mit mir feiern. Ich kann diesen Dank nicht besser als durch das Gelöbnis

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