Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 11 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 124)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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118 diese schöne Welt, der wir dienen und die unfern ehrlichen Dienst damit lohnt, daß sie unser Thun für die Ewigkeit bewahrt. — Tenn die Gesammtheit kennt nur das Weihlicht Hillels, ihr hat Gott die immer auswärts strebende Richtung gegeben, an ihrem Leuchter werden ununterbrochen rastlos immer weiter neue Lichtflammcn angezündet, die klärend und erhellend fallen aus die entlegensten Winkel der Erde, aus die verborgensten Punkte des Weltalls. Wenn daher, m. ע., in unseren Tagen aus deutscher Erde, unter deutschem Himmel ein Wind sich erhebt und zu verlöschen droht die schönsten und reinsten Weihlichtcr des Lebens, die Duldsamkeit und die Gerechtigkeit, dann sind wir betrübt nicht nur weil Israeliten zunächst das Ziel der stürmischen Bewegung sind. — Rein, als Erdensöhne schreien wir aus und rufen: Jetzt in unserer Zeit, da alles so freundlich und mild schon geleuchtet, sollte es um uns wieder dunkel und düster werden, jetzt, nachdem der menschliche Geist seine reinen Lichtstrahlen fast vollzählig entfaltet hatte, sollte es nun heißen ״ מבאן ואילך פוחת וד.ו*ךvon nun an sollen es wieder täglich weniger werden?" — und ein Loos wäre für den Einzeluen und für Alle, für beide das harte Gesetz, einmal aus der Höhe ihrer Entwickelung angelangt, wieder abwärts zu gehen?- Auch die feindlichen Angriffe richten sich nicht mehr gegen die Israeliten in uns, sondern gegen unfern Stamm, darum ist in uns so tief ergriffen der ganze Mensch und nur aus dem tiefen lebendigen Gefühle der innigen Zusammengehörigkeit des ganzen Menschengeschlechts können wir die Feindschaft gegen unfern Stamm zurückweisen und ein Wort richten an die Führer unserer Feinde: Ihr seid ja schriftgelehrte Männer und wisset, daß alle Völker der Erde von einem Menschen stammen. Ihr seid ja schriftkundige Männer und wisset, daß über diese Erde einst eine Sintfluth gegangen, die alles Leben vernichtete und nur der eiuen Arche schonte, in der Roah war mit seinen drei Söhnen: Sem, Ham und Japheth. — Wir sind nun Rach-