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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 112

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
11 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 112 (sequence 118)
Language
German
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112 טין wohlgethan. Doch sollt Ihr ihm nicht nur mit Worten danken, Euer williger Gehorsam, Eure Liebe zu Gott, Eure Freude au Gott, Euer Vertrauen aus Gott, kurz Euer ganzes Leben und streben soll der Tankespsalm sein, den Ihr fort und fort zu Gott emporseudet, für die Liebe und Treue, die er Euch erwiesen von Eurer srühesleu Kindheit bis aus den heutigen Tag! Das sei zunächst der feste Vorsatz, mit dem Ihr heute das Gotteshaus verlasset. Und dann vergesset nicht, geliebte Kinder, was Ihr den Eltern sein sollt, die Euch stets mehr geliebt als ihr eigenes Leben. Mut, so lauge ein göttlicher Odern sie beseelt, werden sie auch in küustigeu Tagen ihre ganze Kraft einsetzen für Erter Wohlergehen. Aber dafür erwarten sie auch von Euch, daß Ihr ihnen gute und liebe Kinder bleiben und nie vergessen werdet, was Ihr den Eltern an Liebe ttnd Ehrfurcht schuldet. Tann tvird es Euch auch Wohlergehen! Vergesset auch nicht, was Ihr der Glaubens gemeinde schuldet. Auch sie ist eine alte, aber lebenofrische Mutter, welche ihren Kindern Liebe und Beselignng, Krast und Ansdauer erwiesen. Ihre Kinder haben ihr auch Jahrtausende lang Gegenliebe bewahrt und es ihr dadurch möglich geinacht, alle Prüfungen der Zeiten heroisch zu bestehen. Vergeht der Liebe und Treue nicht, die Ihr dieser alten Mutter schuldet. Möge Jeder von Euch, so tveit es an ihm ist, dafür sorgen, daß der Anspruch der Glanbensgemeinde zur Geltung komme im Leben. Dann wird Euch Gott segnen und Euch in allen Unternehmungen glücklich sein lassen. Von der Liebe zu den Mitmenschen habe ich Euch bereits gesprochen. Laßt tnich nur noch hinzttsügen, daß diese Liebe von Ettch fordert, daß Ihr großmüthig denen verzeihet, welche Euch übel gethan, denn süß und edel ist verzeihen! Seid vorsichtig int Umgänge! Wenn ich Euch diese Mahnung mit ins Lebens gebe, so möchte ich Euch vor der Enttäuschung bewahren, der mir im Leben draußen ausgesetzt sind. Ost glauben wir in Blumengärten zu weilen, aber hinter Blumen lauern Schlangen und die Falschheit sucht

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