Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 11 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 115)
- Language
- German
- Belongs to
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109 ihnen herabtönten. Und als sie vernonnnen jene herrliche Gottesrede: ״Ich habe euch getragen auf Adlerfittigen und brachte euch hierher zu mir; wenn ihr höret auf ineine Stimme und beobachtet meinen Bund, dann sollt ihr mir sein ein köstlich Tigenthum unter den Völkern der Erde, — da brach das ganze Bolk begeistert in die Morte aus: ״Ellies, was der Uerr gesprochen, wollen wir thun und befolgen". Das war das große feierliche Gelöbniß, durch welches Israel für alle Aeit zum Bundesvolke und zum Gotteskämpfer sich weihete. Auch für uns ist der heutige Tag die gegenwärtige stunde von ähnlicher Bedeutung. Auch wir stehen jetzt hier tief ergriffen, wie an den stufen des Gottesberges, und es ist, als ob die Stimme unser Eltern und Lehrer uns zuriefe: ״Seht, wir haben euch getragen, wie auf Adlerfittigen und haben euch gebracht hierher." Mir haben, wie das israelitische Bolk am Sinai, heute die Grundlehren unserer Religion vernommen und in uns aufgenonuuen, darum stimmen wir mit ein in den Ruf der Begeisterung: ״Alles, was der!)err gesprochen, wollen wir thun und befolgen." Das ist das heilige Gelöbniß, das jetzt in unserer Aller!)erzen lebt. — Ja, wir geloben, uns nicht nur mit dem Alunde als Israelitinnen zu bekennen, sondern durch unsere ganze Lebensführung; durch Merke der Liebe und durch Thaten der Tugend uns als würdige Bachkommen derer zu erweisen, die am Sinai den Gottesbund besiegelten mit den ewig-denkwürdigen Morten, die auch wir zu den unsrigen manchen: 22כל אשר דבר י״י כעשה 21ש ״Alles, was der l)err gesprochen, wollen wir thun und befolgen." ז 2 ־ •1 Ä ־