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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
11 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 106 (sequence 112)
Language
German
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Alles enthält, ist: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das ist der ganze Mensch!" — Ja, das ist der ganze Mensch! denn lebte Jemand Tausende von Jahren und strömten ihm der Weisheit Schätze durch tausend Kanäle zu, seine Weisheit würde erblassen, wenn sich mit ihr nicht die Gottesfurcht und Tugend zum schönen Bunde vereinten. Erst durch diese Vereinigung wird der Weisheit Besitz köstlicher als Gold und Perlen und keine Schütze der Welt kommen ihr gleich. Tas ist dann die Weisheit, zu der wir sprechen sollen: ״Meine Schwester bist Tu" und die wir als liebe Verwandte begrüßen sollen. So will es die Religion. Seid Ihr nun überzeugt, das; in der Religion Israels das Heil unserer Seelen zu finden ist, so bekennt Euch öffentlich zu. dem Gotte, der diese Lehre gegeben, tretet her vor die Bundeslade des Herrn Zebaoth, um hier vor Gott und Menschen das große Wort des Glaubens, das heilige Gelübde Eures Herzens auszusprechen. Erhebt Euch aber zuerst mit uns aus Schwingen des Gesangs zu Gott. Alsdann betet andächtig zu ihm, daß es nicht ein leichtfertiges, gedankenloses Wort sei, das Wort, das Ihr setzt vor ihm aussprechet. Gott möge Euer Gebet erhören, wir werden mit Euch beten, daß er Euch segne! Gebet einer Consirmandin. Allgütiger Gott! Tief ergriffen von der hohen Bedeutung dieser Stunde stehen wir je-tzt vor dir. Wir bringen dir Tank dafür, daß du uns das Wort des Lebens und der Wahrheit gelehrt, damit ein Jeder, der daran hält, glücklich sei hienieden, glückselig in einem ewigen Jenseits. Möge dieses Wort, das wir jetzt vor Teinem Angesichte feierlichst bekennen, sein auch unseres Fußes Leuchte und ein Licht aus unseren Wegen. D, wie dunkel ist doch der Lebensweg derer, die dieses himmlichen Lichtes entbehren! Und wie glücklich sind die, welche der heilsamen Leitung deines Wortes folgen, So gieb denn Vater, daß die frommen Vorsätze, die wir heute hier fassen, auch zur That sich gestalten mögen, zur That, wie sie Deiner und unseres Glauben würdig ist.

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