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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
11 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 104 (sequence 110)
Language
German
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— 104 — lassen an Gattes Gerechtigkeit und Heiligkeit, dann flüstert Euch die Religion leis tröstend zu: Vertraue! Wer hat des Höchsten Weisheit ergründet? wer seinen Rath erforscht? allein, ״der Herr, groß an Rath und mächtig in der Ausführung, seine Angen sind aus die Wege der Menschenkinder gerichtet, um einem Jeden nach seinem Thun und nach der Furcht seiner Werke zu vergelten." Darum vertraue! — So habt Ihr in allen Lagen in der Religion eine bewährte Führerin durch das ganze Leben. Vertrauet Euch ihrer belvührten Leitung an, denn ״sie führt an sicherer Hand den Pilger hin ins Vaterland." Sie ist es, ״die uns Gott erkennen, uns unfern Schöpfer lieben lehrt, Ihr dürft getrost ihn Vater nennen, gewis; sein, das; er Euch auch hört;" sic ruft Euch zu: ״Euer Gott ist gut, wohl dem, der seinen Willen thut!" Um aber diesen Willen zu thun, gehört die Äenntniß dieses göttlichen Willens, den er uns tief in das Herz geschrieben, den er uns in den Lehren der Religion gegeben. Wohlan, so null ich Euch denn befragen über diesen göttlichen Willen, antwortet laut und vernehmlich, damit wir erkennen, das; der Gottessamen, der Erkenntnis; und Tugend, den ich in Euer Herz gelegt, zu gedeihlicher Furcht bei Euch aufgegaugen ist. Doch che ich zur Religionsübung übergehe, betet zu Gott. Aller Anfang sei mit Gott. So beginnt denn auch Ihr mit Gott, und er uürd Alles wohl machen. Amen! Gebet der Consirmandin. Allgütiger Vater! Deine unendliche Liebe und Gnade hat uns heute in diese heiligen Räume geführt, damit wir lautern Gemüthes vor Dir und dieser großen Versammlung Zeugnis; ablegen, das; wir mit dem erhabenen Inhalte der Lehren unseres Glaubens vertraut sind, und daß unser Herz durch das Gefühl, aus der Minderjährigkeit herauszutretcn zur geistigen Selbständigkeit, gar mächtig bewegt wird. So gieb denn, allliebender Vater, daß diese Stunde für uns zum nachhaltigen Segen werde, dadurch, daß wir stets eingedenk

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