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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
11 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 63 (sequence 69)
Language
German
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63 Leid Euch treffen sollte, so seid nicht verzagt und kleinmüthig. Wisset, daß ein Vaterauge über Euch wacht, eine gütige Hand die Fäden der Weltregierung lenkt und daß es kein Leid giebt, aus welchem Euch der Allmächtige nicht erretten, keinen Verlust, über den er Euch nicht trösten kann. Lasset auch nicht von quälenden Sorgen Euch das Herz beschweren. Denn so wie in jener Zeit, an die in unser Fest erinnert, als Israel durch die Wüste zog, der Herr ihn! voranwandelte in der Wolken- und Feuersäule, es speiste in der Dürre, Wasser aus Felsen schlug und vor tausend Gefahren es behütete, so zieht der Herr auch heute noch uns voran, wenn unser Herz ganz ist bei ihn! und wir nicht weicheu von seinen heiligen Geboten. Den aus Babylon Heinikehrenden Israeliten rief der Prophet zu: ״Nicht in Hast ziehet aus und nicht wie Flüchtlinge eilet dahin; denn vor Euch wandelt der Herr und Eure Nachhut ist der Gott Israels" (Aes. 52, 12). Auch uns ist dieses Wort gesagt: Nicht mit überstürzender Hast, mit übertriebenem Eifer und sorgenschwerem Sinne brauchet Ihr auszuziehen in des Lebens Kampf, nicht in verzweiflungsvoller Flucht dahineilen, wenn Trübes Euch begegnet; denn vor Euch und hinter Euch, im Glück und Unglück, ist der Herr bei Euch, er wird Euch Eure Bedürfnisse spenden und Euch beistehen, die schlimmen Begegniffe zu überwinden. Seid nur mit ganzem Herzen bei dem Ewigere Eurem Gölte, so wird er mit Euch sein, wie er mit Ellren Vätern war, er 1utrb Euch nicht verlassen, sondern Ench beistehen im Kampfe mit dem Lebell. II. Des Versöhnungstages Botschaft lautete: ,.Gott will Euch Sühne finden lassen, um Euch zu reinigen von allen neilen Sünden." Der Versöhnungstag hat uns gereinigt von unseren Sünden, uns ausgesöhnt mit Gott. So sehet denn zu, daß diese Versöhnung eine dauernde sei, daß wir nicht abernials Gott erzürnen und seine Gnade verscherzen. Er hat unsre Seele ״besprengt mit reinem Wasser", mn abzuwaschen die e

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