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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 73 (sequence 84)
Language
German
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73 folgen Sie mit freudiger Zuversicht zu der Stätte, die Sie durch Ihr Walten, durch Ihr Schaffen erheben wollen zu einem Tempel, da stets weilen Liebe, Achtung und Vertrauen, da fest und unverbrüchlich wurzeln Gottesglaube und Herzinnige Gemeinschaft alle Zeit! Und auch nicht hinaus in weite Ferne führet sie ein gütiges Geschick — nicht in fremder Umgebung sollen Sie Ihr Haus errichten, in ständigem Vereine bleiben Sie mit Ihren! Elternhause, stets haben Sie das holde Bild des Eheglücks vor Augen, das ungemindert heute wie a!n ersten Tage das theure hochverehrte Paar innig umschließt. Statt bang zu zagen, können Sie, geschätzte Braut, dankbaren Blickes heut' emporrufen zum Lenker der Geschicke: ״ חבלים נפלו לי בנעימיםDu hast mein Loos geworfen mir in's Lieblich!" Und auch Sie, geehrter Bräutigam! Nach einem reichbewegten Jünglingsleben, nach emsigem Ringen und Streben um irdisches Gut, nachdem Sie lange Zeit hindurch in der liebeleeren Fremde entfremdet waren dem Familienleben, des Hauses traulicher Gemeinschaft, nach all' dem hat der Ewige gesegnet ihrer Hände Werk, hat er Ihre Schritte geleitet in das Haus Ihrer Verwandten, hat er dort Sie finden lassen ״ אשת נעוריךdie holde traute Jugendgefährtin". Und Sie sehen sich jetzt hier umgeben von Ihren würdigen Eltern, von den verehrten Leitern Ihrer Jugend, von Geschwistern und Freunden, die des Ewigen Segen herabflehen auf Sie und Ihren Herzensbund! Weshalb zaget nun doch Euer Herz? Sehet, meine Theueren! Die Erzählung des dieswöchentlichen Propheten abschnittes bietet uns den Schlüssel zur Erklärung dieser räthselhasten Erscheinung. Wir lesen da im 2. B. Samuel 6, 1--7: Mit prachtvollem Gepräge unter dem lautesten Jubel führte der König David die Bundeslade des Ewigen hinauf nach Jerusalem. - Da aber streckt der Priester unbedacht seine Hand aus gegen die Lade — und dahin ist der Jubel — die Freude ist in Trauer gewandelt, denn getroffen von des Ewigen Strafe liegt ents seelt der Priester.

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