Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 157)
- Language
- German
- Belongs to
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144 seine Söhne zu dem Dienst des Herrn, und wie eifrig auch die finstern Mächte arbeiten, unr Israel wankend zu machen, in seiner Treue, um es auch an diesem Tage hinauszulocken aus den Hütten des Friedens aus den Zelten des Herrn, nur selten gelingt ihnen das dunkle Werk. Der Herr spricht - ״ .שרבו בנים שבביםKommt zu mir, meine Kinder, auch wenn ihr verwildert seid," auch wenn ihr das ganze Jahr hindurch die Schritte nicht zu diesen! Hause lenkt, auch wenn ihr wenig mitbringt der lieblichen Opferspenden der guten Werke, an denen Gott Gefallen hat. Kommt, ihr werdet willkommen sein. O, es ist ein tröstender Anblick, dieses Haus voll von Gläubigen, von Kindern, die sich nach dem himmlischen Vater sehnen. Und noch tröstender ist der Gedanke, daß es aller Orten nicht anders ist; da schwindet die bange Furcht, das׳ jemals die Heilslehre könnte vergessen werden, wir sehen, n!it einem größeren oder geringeren Grade von Liebe hängen, sie noch Alle an der alten Wahrheit und wir gewinnen Vertrauen zu den Brüdern, die wir abtrünnig wähnten und Vertrauen zu dem großen Werke, welchen! wir unfern Dienst weihen. Der Prophet hat das Wort gekündet: צהלי קולך ״ בת גליםDeine Stimme jauchze, Tochter der Felsen;" und die Weisen deuten diesen Satz auf Juda. Es ertöne deine Stimme in der Erläuterung des göttlichen Wortes, sie ertöne in dem Gotteshause, Tochter der Felsen, Tochter der Helden, die wie die Felsen im Meere unerschüttert standen in der Brandung der Zeiten. Und dieser Felsensinn, er lebt fort in den Sprossen jener granitharten Männer, in dem heutigen Israel, denn ungebrochen und durch Einheit stark steht noch heut die jüdische Gesammtheit und den Eltern zur Seite ste- Heu die Jünglinge und Jungfrauen, stehen die unmündigen Kinder und heben die schuldlosen Hände zum Himmel und beten von reinen Lippen harmlose Wünsche. Wie! diesem Bau sollte Zerfall drohen, weil hie und da ein leichter Riß sich zeigt, da doch an diesen! heiligen Tage sich das Gefüge so fest erweist und kaum ein Stein hinausfällt aus der mächtigen Mauer! Kein anderes Volk hat dem Gotteswort.