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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 125 (sequence 138)
Language
German
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125 I. I. A. V.! Warum wollen wir weitergehen? Warum halten wir nicht fest d?u Strom als des Lebens Bild und verweilen dabei? Weil, trotz aller Wahrheit, die darin sich bürgt, auch unrichtige Vorstellungen damit gewecket werden. Unbewußt und willenlos wird des Stromes Fluth dahingetrieben von des Sturmes Macht — trag und eintönig schleichet sie dahin, wenn Ruhe herrschet in den Lüften. Des Menschen Leben aber soll nicht bestimmt werden allein und zumeist durch Antriebe, die von Außen konunen. In sich trage ein Jeder den bewegenden, den treibenden Mittler. Jeder ist seines Glückes Schmied! Wahres Glück und wahres Unheil, des Lebens Werth und Unwerth erschaffet selbst der Mensch. Und sodann, von der schmalen Spanne Uebereinstimmung gehet der Zwietältigkeit Fülle aus. Schnell eile, so rufet unserer Weisen Wort uns zu, daß im Bilde des Stromes du erblickest die Gottesmacht, die in des Lebens Wogengetümmel den Frieden, den labenden, Glück und Heilbereitet. Denn als Gegensatz starret dir entgegen ein älteres Wort, das richtiger dünket gar Vielen, die ebeufo weise und ebenso frommgesinnt den Strom des Lebens befahren — ein Wort, das N o t h und Drangsal als Gottes Spende im Strome des Erdenlebens vorwalten sieht. Hat zum Glück oder zum Leid Gott dem Lebenden das Leben verliehen? Was ist sein Zweck? Was sein Ziel? Soll's Genuß sein oder Verbitterung? Ja das Leben gleichet beut Strom! An dir selbst ist's, o Mensch zn glätten seine Wogen, sie zu umfrieden, daß nutzend sie dahingleiten, und nicht wild zerstören — daß sie dann einntünden in den Samntelort des Friedens, des Guten, der Tugend — in Gott!. Doch nur dann vermagst dies du zu erreichen, wenit in einem anderen Gesichte du den Lebenstraum dir deutest ״ הרואה באר בהלום רואה שלוםWer im Traume sieht eine Quelle, der sieht Frieden!" Also Stillstand? Nein, m. Th., was wahr ist im Gleichnis; vom Strome, ist auch enthalten in dem von der Quelle. Alles, was dort Unzutreffendes ist,

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