Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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40 nungstage. Noch kannst du deinem Gotte dich zuwenden, noch ist offen die Pforte, die dich dahin führt. Der Moment ist heilig, unwiederbringlich, so du es jetzt unterlassest, dich mit deinem Gotte zu versöhnen, wer weiß, ob dir dann noch Zeit und Gelegenheit dazu bleibt. Auf, lasset uns darum jetzt zurückkehren zu Gott. Seid nicht säumig und nicht lässig, werfet euch an seine Vaterbrust, gebet ihm euch hin, rufet ihn an mit Liebe und Innigkeit, mit einer kindlichen Denntth, die ihm gegenüber euch ziemt. Denn wisse, gezählt sind deine Jahre, zugemessen die Zeitspanne, die du zu durchleben hast. שוב ירם אחד לפני ״ מיתתךNur einen Tag vor deinem Tode sollst du Buße thun," aber betrachte einen jeden Tag als ob dieses der letzte deines Lebens wäre, denn verhüllt ist dir das Ende deiner Tage, nicht weiht du was der Schöpier morgen aus dir macht. Und wie? wenn dich der Todesengel mitten im Leben überrascht, wenn du plötzlich abberufen wirst, wie würdest du da zerknirscht und zerschmettert, stumm und niedergebeugt sein? Was willst du antworten am Tage des Gerichts ומה תעשה ליום פקודה was willst du Vorbringen, wenn du vor den Allvater trittst? Darum benütze den heutigen Tag, nütze so viel du kannst, reinige dich so viel du vermagst. Heute brauchst du noch nicht zu zagen und zu bangen, heute liegt es in deiner Macht, dir den Himmel zu erwerben aus Erden. ״ ואני ידעתי גואלי חיIch weih, daß mein Erlöser lebt." Wer das Vertrauen aus seinen Gott nicht verloren, wer auf ihn seine Hoffnung und seine Erwartung gründet, dem leuchtet ein Licht, selbst wenn rings um ihn her Dunkel und Finsterniß herrscht, — bent lächelt ein Glücksstern, selbst wenn das Mißgeschick seine düstern Schatten vor sich hinwirst. ״Kehre zurück zu Gott!" Neige nicht dein Ohr denen, die da sprechen: Nur diese Welt, die wir sehen und mit den Sinnen wahrnehmen, ist wahr und wirklich, sondern glaube auch an die Existenz einer Welt, die, zwar übersinnlich und unbegreiflich, aber dennoch