Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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30 aber אם תבעיון בעיז שבי אתיו kehre auch zu Gott zurück mit ganzem Herzen, bete zu ü)1u erfüllt von Neue, getragen von einem reinen, kindlichen Gemüth. דרשו ה' בהמצאו קראהו בהיותו קרוב Sucht auf den Ewigen, wann er zu sinden ist — und er läßt sich von euch alle Tage finden, namentlich aber heute, so ihr ihn ernstlich suchet; rufet ihn an, so er uatje ist — und er ist euch allezeit nahe, ttamentlich aber heute, da er euch Sühne schasset: will von allen euren Sünden; ja es soll euch Sühne werden, so ihr euch reinigt — euer Hell liegt in eurer Helligung. II. Warum ist des Wächters Rns auch heute noch au uns gerichtet^? Wir hörten, m. a. Br. u. Schw., die Stimmen des Wächters Jahrtausende hindurch in der Geschichte unseres Volkes und allezeit, auch für uns, erklang mit den: Nufezugleich die Frage: Seid ihr denn auch würdig vorbereitet, daß es Morgen werde 1:ס:ו das Licht erstrahle? Aber שמר מה בלילה שמר מה מליל mit welchen: Rechte, so Ntögen wohl viele fragen, wendet sich das Wort des Wächters aus jenen mallen Tagen, aus der Kindheit unseres Volkslebens an uns, an die Kinder der Neuzeit? Was will der Wächter der Nacht im Hellen Tage, da frischer Sonnenschein allenthalben erglänzt? Was sind jene Worte aus grauer Vorzeit, da die Menschheit noch in ihren Kinderschuhen steckte, uns, dei: Kindern der Ze t, in der Kunst und Wissenschaft blühen? Wozu uns, den Erleuchteten, das Wort von dem Wächter der Nacht? Der Wächter aber steht auf der Warte der Zeit und spricht: אתא בקר תם לילה Wenn ihr wähnet, daßesschon Morgen sei, dann sei es euch gesagt, tieies Dunkel umgibt euch allenthalben uitb auch zu euch muß ich noch rufen; denn aitch ihr seid noch nicht vorbereitet, den Hellen, klaren Morgen zu empfangen. ״Ja, wie wenig sind der Berufenen, in denen ein höheres Sein däm:nert, ein Kein: besseren Lebens sich reget! Wie viel sind der öde::, leeren Herzen, die noch nicht ahnen des Menschen Adel und Berus! Sag an, m. Br.,