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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 16 (sequence 29)
Language
German
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16 Allein, m. A., kein Mensch soll, noch darf er sich nach dem Worte unserer Weisen, für einen Bösewicht Hallen, Menschen, in denen jede Spur des Guten verwischt, sind kaum vorhandeu, in jedem Herzen glimmt noch ein Fünklein des Gottesilchtes, allenthalben findet sich ein Keim des Guten und nur an uns liegt es, dieses Fünklein zur mächtigen Flamme anzufachen, diesen Keim zu gesundem, kräftigem Leben zu verhelfen; wohl aber gibt es schwache Gemüther, wankelmüthige Geister, denen es an innerer Festigkeit gebricht, die nicht den Muth, nicht die Kraft haben, die Bahn, die sie wandeln, nach eigener Ueberzeugung zu prüfen, den Pfad des Rechts zu wählen, und auf ihm zu verharren die in blinder Nachahmung verfallen, bald der Tugend, bald den: Laster huldigen. Diesen Schwachen ertönet der dritte Ruf: תרועה! sein Inhalt ist ein Aufruf, ein Weckruf, ein Mahnruf. ״So Krieg in euer Land kommt ob des Feindes, der euch bedrängt, so lautet das Wort der heil. Schrift, dann blaset Theruah"! Und ist es nicht, m. A., ein ewiger Krieg, der sich in uns mit jedem neuen Morgen verjüngt? Ist es nicht ein ewiger Kamps, der in unserem Innern entbrennt? Wo gibt es auch einen größeren, gefährlicheren, listigeren Feind, als die Sünde mit ihrem bald häßlich verlockenden, bald stürmisch angreifenden Wesen? Hört ihr TheruaWlasen? Der Schofa! ruft: Auf, auf, ihr Schwachen, auf, ihr Schläfer, warum wollt ihr müßig ruhen? Blicket in euch, wie da woget und wallet des Krieges wuchtiges Toben; wachet auf, ihr Trägen, und blicket hinaus, die Arbeit rufet, die große, das Tagewerk will vollendet sein, wie leicht, daß es Abend wird und sich des Lebenstages Schatten neigen! Auf, auf, ihr Trägen! auf allen Gebieten, in allen Kreisen herrscht ein rastloses Schaffen; rührigen Laufes schreitet die Gesammtheit der Vollendungsbahn zu, und ihr allein wolltet der Ruhe fröhnen? Auf, auf, ihr בינונים, die ihr wohl nichts Böses thuet, aber auch durch keine kräftige That eures Lebens Inhalt bekundet, auf, ihr Menschen, die ihr zwischen zwei Thürschwellen schwanket, bekundet es, ob ihr Kinder des ewigen Gottes

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