Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 11-12 (8.1876) August-September
- Date
- 1876-08-01
- Page
- [Seite 40] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617394--0698-9617434- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
342;^ל־ rufen: ״Nicht mit unfern Vätern allein schloß der Ewige diesen Bund, sondern auch mit uns, die wir heute allesammt leben." Und in der That blicken wir auf große und kleine Gemeindefl, überall sehen wir leben, wenn auch die Religionsübung mannigfach sich gestaltet, dieselben religiösen Grundgedanken undUeberzeugungen, überall wird mit den Waffen des Geistes für die mündliche und schriftliche Lehre gekämpft. Freilich fließt das jüdische Gemeindeben nicht so still und ruhig wie ehedem dahin. Es ist geräuschvoller geworden und treibt auch mitunter Schaum und Wellen. Doch darüber klagen, ohne andererseits die Lichtseiten hervorzuheben, hieße nichts anderes, als eine Zeit verdammen, deren bewegender Arm uns den Bekennern des Judenthums freien Raum zusehend verschafft. Wir müssen vielmehr, aufgefordert durch die gegenwärtigen freiheitlicheren Zeitverhältnisse als Söhne des alten Stammes Jakob unser geistiges Schaffen genau prüfen, und wenn wir Rechte genießen, auch unserer P s l i ch t e n uns bewußt werden, unsere Pflichten auf religiösem Gebiete beherzigen, die uns die Gotteslehre auferlegt, die Gotteslehre, für die unsere Väter muthig in den Tod gegangen! Nicht lange brauchen wir da zu suchen, und wir finden unsere Pflichten für alle Zeiten in unserem Wochenabschnitte c. 13, 5 prägnant ausgesprochen in den Worten unseres großen Lehrers Moses: אחרי ה׳ אלהיכם תלכו ואתו תיראו ואת מצותיו ״ •תשמרו ובר,לו תשמעו ואתו תעבדו ובו תדבקוןDem Ewigen, eurem Gotte, folget nach und ihn ehrfürchtet, seine Gebote wahret, seine Stimme höret, ihm dienet und an ihm hanget". Den tiefen Inhalt dieses Ausspruches möge der Herr an uns segnen! Amen. der V U es 'w I. 10 Unser Texteswort, m. A., ist seinem Zusammenhänge nach J gegen falsche Propheten und Zeichendeuter gerichtet, die durch Weissagungen und Wunderthuerei das Volk von Gott abwenden und es * fremden Göttern zuwenden wollen. Diese Männer, heißt eK da, sind jj zu dem Zwecke von Gott gesendet (Deut. 13, 4) ״Weil Gott euch erproben will, ob die Liebe zu dem einigeinzigen Gotte fest und J unerschütterlich in eurem Herzen und Geiste ist." Oder wie der Midrasch sich ausdrückt: ״ תשורי מראש אמנהZu schauen, ob der . Glaube hoch an der Spitze des Volkes steht". . י