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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 198

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 198 (sequence 42)
Language
German
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V — 198 — m. ״Und du wendest dich am Morgen uitb gehest nach deinen Zelten." . Wenn unsere Ahnen in der Gottesstadt ihr Fest gefeiert mit den erhabensten Gedanken ^des Gottvertrauens mtb der Liebe; wenn ihr Inneres im Heiligthume des Herrn gestärkt und für ein schönes Leben vorbereitet ward; wenn die geweihte Stätte Ruhe dem Gemüthe eingeflößt und Friede den: Herzen gebracht hatte, dann brachen sie des Morgens auf und zogen heimwärts ihren Hütten zu. Dort brach ein neues Fest, ein glückliches Leben an: אשתך כגפן ״; פריה בירכתי פיתךda war die treue Gattin ein blühender Weinstock in des Hauses Ecke", mit Herz und Gemüth umrankte sie des Gatten Haupt, trocknete die heißen Schweißtropfen von dem ermüdeten Antlitze, und ein Lächeln umspielte ihre Züge — geschwunden war jeder Schmerz aus den: Herzen des geliebten Mannes; sein Umnuth lockte ihrem Thränenquell frische Tropfen hervor — dahin war aller Uumuth; ״ בניך כשתלי זיתיםund die Kinder, wie holde Oelbaumranken umkränzten sie den Tisch", liebliche Gewinde um das glückliche Elternhaupt, lindernd die Wunden, kühlend — הנה כי בן יברך גבר ירא ה׳, das war ein wahrer Gottessegen, der echten Tugend Lohn (Ps. 128, 3, 4); das war eine Wallfahrt, ein ewig freudiges Wallen zum Gottesberge der Ewigkeit, das war ein Fest dem Herrn gefeiert! Und denkt ihr, m. Fr., daß wir nicht auch solche Feste zu feiern vermögen? Ihr klaget die Zeit an und ihre Anforderungen; doch lästert nicht die Zeit, sie gleichet einem weißen, unbeschriebenen Papiere, und nur, was wir auf dasselbe schreiben, das finden wir in ihr ausgeprägt — was möglich gewesen, muß und wird auch ewig möglich bleiben. Wahrlich, auch wir vermögen solche Feste, unser ganzes Leben als ein solches Fest zu feiern, wenn wir es nur recht zu beginnen verstehen und streben. Ist es nicht ein ewiges Freudenfest, wenn der Gatte jenes ewige Recht wahret und ״Tugend übt alle Zeit, mit Innigkeit für die Seinigen sorget" (Ps. 106, 3, siehe hierzu Midrasch und Jalkut); wenn seine Zärtlichkeit umschwebet die Gattin und sein einziges Sirmen die Sorge ums Haus ist? Ist das Leben nicht ein Freudenfest, wenn die Gattin bieder in des Hauses Räumen waltet und Trost spendet, wenn das Geschick verfolgt, und durch ihre Sparsamkeit Segen verbreitet, wenn die Arbeit ר

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