Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 6-7 (3.1876) März-April
- Date
- 1876-03-01
- Page
- Seite 193 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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193 : dem Mühr letzte Daz nd sein letzleiteten für liehe! kam ׳ da verläßt Schicksal des , damit die ls Fest und öingeschieden der Abend lgen wieder und Scheiüber reihen, reiches Daheit blicken, eine glückcht begehen. Verse aus haben und תזבח im ואכלת:5׳; sollst du der Zeit und essen und wen- י® .5) " I. ״Du kannst nicht bas Peßach schlachtell in irgenb einem deiner Thore, die ber Ewige, dein Gott, bir giebt, sondern an dem Orte, den erwählen wirb ber Ewige, dein Gott, seinen Namen thronen zu lassen." Nicht in seinen Wohnorten feierte das alte Israel seine Feste: ״Dreimal im Jahre mußte alles Männliche erscheinen vor dem Angesichte des Herrn." (2. B. Mos. 23, 17.) Da ließen sie «׳ daheim Haus und Hof, die Städte und ihren Besitz, bas Feld und seinen Ertrag, und gestärkt von ber Ueberzeugung, von ber Wahrheit ber göttlichen Verheißung: ״ ולא יחמד איש את ארצךKeiner wirb Gelüste tragen nach beinern Besitze," getragen von dem innigsten Gottvertrauen, bas sich in jenen Wallsahrtsliebern ausspricht: ״Siehe, nicht schlummert, nicht schläft der Hüter Israels, er ist dein Wächter, dein Schutz an deiner Rechten" (Ps. 121, 4, 5), zogen sie in frohen Schaaren zur Gottesstabt; da erschollen frohe Lieber aus freudigen Herzen wie aus einem lebendigen Quell; eine Freude war es, die alle Gemüther erfüllte — die Freude, bald in dem Hause des Herrn weilen zu dürfen (Ps. 122, 1); da war vergessen jede Sorge, da war geschwunden jeder Schmerz; mit Dank verkündeten sie des Herrn Werke und Hilfe: ״Gar sehr bedrängte man seit meiner Jugend mich, aber man kam mir nicht bei" (Ps. 129, 1, 2); da lebte nur eine Wonne, die Wonne ob der Liebe und des Friedens in der innern Einheit und Zusammengehörigkeit der Wandernden; denn ״wie schön und lieblich ist es, wenn Brüder vereint neben einander wohnen" (Ps. 133, 1), und so langten sie unter Gesang und Jubel in Jerusalem an, ״dem Orte, den der Ewige sich erwählte, um seinen Namen daselbst thronen zu lassen," und in solch beglückter Stimmung feierten sie dann das Fest, frei der Sorgen, erfüllt von Freude. Nun, m. Fr., auch wir feiern Feste; feiern wir sie aber auch in solch festlicher, freudiger Stimmung? Ach, daß wir diese Frage mit Nein! beantworten müssen! Was waren unsere Sabbathe und Festtage ehedem, und was sind sie jetzt? Ehedem waren es Tage der Ruhe, und Freude zog ein in das Herz, heute sind sie Tage der Sorgen, und die Arbeit gönnt uns keine Muße; ehedem bildeten sie uns zu Herren unserer Werke, heute sind wir ohnmächtige Sklaven eines nimmer Rast gönnenden Dranges; ehedem erglänzte ein Lichtmeer bei Arm und Reich, und heute sitzen wir oft, zu oft im ) Klarheit,