Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 2 (11.1875)
- Date
- 1875-11-01
- Page
- Seite 49 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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49 Berufs. I ittetifeftes. zsseld. f 4 jeder ZsrM j cber dennoch von - gerichtete. Und;re, welche einer ׳ erseits auch wie- ׳rügt, die Krone 1, den wir heute Gegensätzen sich le stark wachen, ׳gäbe, die einem l darum mit die- Ennnerung an euer und wech ner großen Ver-׳ Geißer an den geschichtlich denk- ׳ zu den Zeiten m mit kindlicher t schon unsere .-lernen. Wißt; Feststtauß de-׳ großen Kauen, nlebens unfern bei dem Lulaw leide an Rahel פרי עץ הדר זו שרה שהידרה הקב״ה בשיבה טובה:Ihr Satz lautet כפות תמרים זו רבקה; מה תמרה זו יש בה אוכל ויש בה עוקצי׳ כך העמידה רבקה צדיק ורשע ׳וענף עץ עבות זו לאה מה הדס לה רחוש בעלין כך היתד, לאה רחושה בבנים ׳וערבי נחל זו רחל מה ערבה זו כמושה לפני ג׳ מינים כך רחל מתה לפני אחותה: Die Frucht des Hadarbaumes, das ist S a r a h, die der Allgütige mit eiuem glücklichen Alter ehrte, die Palme deutet auf Rebecca, denn wie die Palme Frucht u. Dorrren bringt, so erzog auch sie einen frommen und einen entarteten Sohn; die Myrthenzweige weisen auf Le ah, die, wie die Myrthe von Blättern rauscht, ebenfalls reich an Kindern war, die Bachweide das ist Rahel, wie die Weide vor den andern Pflanzen dahinschwindet, so ist auch Rahel vor ihrer Schwester dahingegangen." Dieser Feststrauß also, meine Theuren, ist .das Bild des Bundes jener vier Stamm-Mütter, das Bild der vierSeiten desjüdischen Frauenlebens in den: geheiligten Familienzelte. Wir wollen diese vier Seiten des Frauenlebens in ihren heiligen Tönen erklingen lassen und ihren Einklang, ihren Seelenaccord, als die Grundmelodie der weiblich-mütterlichen Aufgabe in unser Herz einziehen lassen, wir wollen erkennen, wie vielfach die eine Aufgabe sich gestaltet. I. -״ פרי עץ הדר זו שרהDie Frucht des Hadarbaumes das ist Sarah!" Der Esrog ist eine anmuthige, zarte Frucht, deren Reinheit und äußere Gestalt eine unbefleckte, eine schöne und würdevolle sein soll. Die ungetrübte Sittenreinheit, verbunden mit der zartesten Anmuth, waren aber auch die Tugenden, welche unsere große Ahnin bis in ihr hohes, würdiges Alter bewährte. Schwer und dornenvoll war die erhabene Laufbahn ihres tiefdenkenden Gatten; das geliebte Heimathland, das Elternhaus, den Anverwandtenkreis rnußte er, um einem höheren Rufe zu folgen, aufgeben, ein Lebewohl sagen den Bergen und Triften, auf denen er mit seinen Gedanken den schwersten Kampf gekämpft. Aber Sarah wich nicht von seiner Seite und folgte ihm frei von Unmuth in seine neue Glaubensheimath. Allein neue Gefahren bedrängten das stille Abrahamszelt, Sarah's Schönheit und Anmuth hatten lüsterne Augen geblendet, und der ganze Glanz eines Königspalastes stellte ihre Sittlichkeit auf eine Probe, Israelitisches Predigt-Magazin. November 1875.