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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 17]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 17] (sequence 17)
Language
German
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17 wallet im Lic1!e bei. : (Psalm 80,16.) ’ it des Scholar be: 'י bestehen, werben n Ganzen vcchun- . ^cht gebraucht und Geist des ^uben= 15 Judenthm, die er Einheit, wünscht lcke, verwirft und s zerM u id zer-! ums steht, ob es gleichviel nielchen it au sich n׳agen,! ckwerk sein. Da-!', zrage beantwortet. \ : Lehrer und Bildwir gefragt, und : 1 ,״די אחי Ein s es seinem igent- / i... ח אחח״/ t er Gesinnu' g, in : m Familie! Hause, | e, überall wo es \ it, Harmonie und t ne steten Begleiter r , in tausend Par- { seit und Eintracht j Friede Streit und . )örigkeit Entftem- - es, echtes Israel e zusammengesetzt, och kein jüdisches ׳in Stück- und Vollendetes ׳n Bekennern zu, ,״ .לZ-m-litw! hütet Euch vor dem Parteienunb Sektenwesen, haltet fest zusammen, auf daß Ihr Eins seit nach Außen und nach Innen!" Und in der That m. A., von wem kann man Einheit und Eintracht, Harmonie und Frieden mit mehr Berechtigung fordern als von Israel!* Israel, das die Einheit, den Frieden, die Verbrüderung der ganzen Menschheit anstreben, pflegen und fördern soll, soll in seiner eigenen Mitte nicht einig und friedlich, in seinem eigenen Hause gespalten und zerklüftet sein! Israel, durch das die ganze Menschheit Einen Glauben, Eine Religion, Eine Gesinnung erhalten soll, soll in seiner eigenen Mitte tausend verschiedenen Religionen, Gesinnungen, Richtungen, Anschauungen Raum geben! Israel, das die Welt erleuchten soll, sollte selber im Finstern wandeln! M. F. Als Gott Israel seinen Beruf, als Lehrer und Bildner der Menschheit dazustehen, vorgezeichnet, da sprach er: ״Und Ihr sollt mir sein ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk." (2. B. M. 19. 6.) Dieser Doppelausdruck ״ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk" birgt eine nicht, genug zu beherzigende Lehre für das heutige Israel in sich, wir wollen sie deshalb näher auseinandersetzen. Der Priester in Israel hatte die Aufgabe, zu lehren und zu unterweisen, zu bilden und zu erziehen, zu sagen dem Volke, was recht und was unrecht, was billig und was unbillig — ״denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntniß bewahren, und Lehre soll man suchen aus seinem Munde." (Maleachi 2. 7.) Ist aber auch bewiesen, daß Derjenige, der da lehrt und bildet, selber im Geiste dieser Lehre lebt! Kann der Priester nicht zum Volke von Glauben und Gottesfurcht sprechen, ohne daß er selber gläubig und gottesfürchtig ist! Kann der Priester nicht von Wahrheit, Tugend, Rechtschaffenheit sprechen, während er selber sich mit Lüge, Laster und Unrecht befleckt! Und was nützt ein solcher Priester! Und wenn es ein ganzes Reich von Priestern wäre, was nützen sie, wenn sie das Gute lehren und das Böse thun! wenn sie Wahrheit auf den Lippen und Lüge im Herzen tragen. Wird das Volk solchen Priestern glauben und vertrauen, auf ihr Wort hören und merken! Nicht also sollte Israel seines Priesteramtes walten! Und deshalb sagte Gott: Ihr sollt wohl ein Reich von Prieftern ממלכת כהנים sein, ihr sollt die Menschen belehren, unterweisen, leiten u. s. w.; ihr dürft aber nicht glauben, daß ihr mit Israelitisches Predigt-Magazin. Oktober 1875. 2

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