Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 3 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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224 tigen Bündnisse in Beziehung bringen. ״Gott redete jzu Moses und sprach zu ihm: ich bin der Ewige. Ich bin auch Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Allmächtiger, aber mit meinem Namen Ewiger bin ich ihnen noch nicht kund geworden." Den einfachen, stillen und friedsamen Erzvätern erschien Gott als ׳שדי als die int Stillen kaum bemerkbar wirkende Allmacht; erst dem, zu einem Volke herangereiften Stamme, das unter schwerem Drucke sich allmählich zur Freiheit und Selbstständigkeit emporrang, welcher in den Gang der Geschichte bestimmend und nachhaltig eingreifen sollte, ward reichlich Gelegenheit geboten Gott als ה׳» als den Lenker menschlicher Schicksale als den gerechten Richter und liebenden Vater zu erkennen. Auch Sie, m. B., haben, bisher, so lange Sie im Kreise der Ihrigen weilten, und deren Liebe und Sorgfalt sich erfreuten, Gott als den erhabenen Schöpfer, als die im Reiche der Natur still waltende und wirkende Macht erkannt, von nun an hingegen, wo Sie der Führung und Obsorge Ihrer Angehörigen werden entrathen lernen, jetzt sollen, jetzt werden Sie Gott erkennen, als die gütige Vorsehung, als den Leiter Ihres Geschickes, als den Spender der schönsten Gaben und des reichsten Segens. Alle, die sich heute hier zu Ihrem Freudenfeste eingefunden haben, die von nah und fern hetcheigeeilt sind, um an Ihrem Glücke persönlich theilzunehmen, wir alle wünschen und hoffen, daß Ihnen aus Ihrer heutigen Verbindung für's ganze Leben nur Glück und Freude erblühe, daß das Band, das Sie heute umschlingt, nie eine Lockerung erfahre, wir alle hoffen, daß so nur Sie Ihren beiderseitigen Pflichten und Aufgaben entsprechen, auch der himmlische Vater jede Gefahr und Anfechtung von Ihnen fernhalten wird, daß so nur Sie selbst sich nicht im Wege sind, Sie Ihr Ziel sicher glücklich erreichen werden. Gewiß sind es nicht die geringsten Gefahren, welche Sie Ihrem Eheglücke selber bereiten können. Alle Winde und Stürme, von außen, können der Eiche nicht so viel schaden als der Wurm, der innerlich an der Wurzel nagt, und frißt. Alle äußern Glücksgüter, alle Mittel zum Wohlleben, können.