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Jüdische Wochenschau · 1968-09-20 · 2286 (20.9.1968) · p. [Seite 9]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2286 (20.9.1968)
Date
1968-09-20
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Vient«* 3» 4* gipHüitii <• IM* I T t •Ut XX«. — N* SM» — 9 Siedler am Banias Es ist nicht das Wetter, I oas grau ist, Sowie man vom nördlichen Zipfel des Huletales über Kibbuz Dan die neue asphaltierte Strasse zu den Golanhöhen hin- , auffährt, wechselt die Land* schaft. Das regenfrische Grün des Tales weicht der Härte des schweren Basalts, der den Aufstieg zum Golanplateau formt. Am westlichen Hang, der als demili" tarisierte Zone zum souveränen Territorium Israels gehörte, aber widerrechtlich von den Syrern besetzt und mit Kanonen bestückt war, begegnet man statt Bäumen grünen Schildern, die verheissungsvoll auf eine neue Siedlung hinweisen — Nahal Snir, vorerst mehr ein NachalLager als ein Dorf. Auch der Anblick der Baracken, die den Ansatz der neuen Ortschaften bilden, kann die Düsterheit der Landschaft nicht aufhellen. Hinter einer Einzäunung von Stacheldraht stehen fertigfäbrizierte Asbesthütten, erst vor wenigen Monaten errichtet. Noch fehlt es an Gärten, und keine Wege machen den Morast begehbarer, der den Platz in ein kleines Sumpfland verwandelt hat. Am Tor sitzt ein Posten mit immer bereitem Uzi. Drinnen allerdings sieht es gemütlicher aus, und im Speisesaal bietet man Erfrischungen an. Ein junger Offizier, Kommandeur von Nachal Snir empfängt uns. Er stellt sich sofort als Arnon vor. Der Optimismus, den er ausstrahlt, erwärmt mehr als der heisse Tee. Die Mehrzahl der Jungens und Mädchen, Mitglieder der Nachalgruppe, die gegenwärtig die Siedler stellt, so erklärt er, stammen aus Tel Aviv. Sie sind Absolventen von höheren Schulen, die vor ein paar Monaten ihr Abitur bestanden haben. Viele von ihnen beabsichtiget! später zu studieren, von Htrtart Fretden aber bereits jetzt haben sich manche entschlossen, hier zu bleiben, wenn sie den Heeresdienst hinter sich haben. Arnon selber, ein Kibbuzmitglied aus Amir, weiss am besten, dass es nicht leicht sein wird, hier landwirtschaftlich Fuss zu fassen. Aber die Siedlung steht nicht allein — der Keren Kajemet hilft mit Bodenentwickiungsarbeiten, und ausserdem wird sie vom Kibbuz Dan unterstützt, der diesen neuen Posten unter seine Fittiche genommen hat. Von dort kommen Rat, Experten, landwirtschaftliche Maschinen und — selbst Filme mit Projektionsapparaten für abendliche Unterhaltung. Diese ,,Adoptierung“ ist nicht zufällig. Als im Jahre 1939 Dan und bald darauf Kibbuz Daphne errichtet wurden, sollte auch am Baniasfluss eine Siedlung entstehen. Der KKL hatte bereits den Boden dafür erworben, aber der Beginn des We.tkrieges verzögerte den Plan, und er wurde zu den Akten gelegt. Nach dem Unabhängigkeitskrieg sah man erst das Ausmass der Unterlassung, aber dann war es zu spät: die syrischen Kanonen hatten (sich bereits dort eingenistet. Wenn dieser Nachalposten einmal eine permanente Siedlung wird, dürfte sie mit dem Haschomer Hazair (Kibbuz Arzi), dem auch Dan angehört, affilliert werden. Nach dem Sechstagekrieg musste der Keren Kajemet erst einmal das Land Urbarmachen. Bis jetzt sind 2.000 Dunam für Bearbeitung gewonnen worden, und es besteht schon ein detailliertes Programm, was auf diesen Boden angebaut werden soll. Die Urbarmachung war ein besonders gefährliches und schwieriges Unternehmen, hier ging es nicht nur um die Säuberung von Steinen, sondern auch von Minen, und das gelang in vorsichtigem Tempo nur mit Hilfe des Ingenieurkorps der Armee. Weitere 300 Dunam wurden für die Errichtung der Hütten nivelliert. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die permanente Siedlung nicht auf dem Platz der jetzigen Barakken gebaut werden, sondern ein paar hundert Meter weiter östlich auf dem Kamm der Höhe gelegen sein. Da die Uebersiedlung noch eine 'Zeitlang dauern wird, versucht man schon auch hier, etwas für die Verschönerung des Platzes zu tun und wenn auch nicht Bäume, so doch Biumen zu pflanzen. Vom „Klubhaus“, in dem ein paar Zeitungen aufliegen, sieht man in das Tal hinunter, mit seinen Feldern, Fischteichen und dem Naturschutzpark von Tel Dan. Ganz in der Oede liegt Nachal Snir — nicht weit, hinter den Hügeln versteckt, sind die Quellen des Banias. — Elin Dschungel von Grün umgibt die Wasserfälle. Ohne die wilde Schönheit zu beeinträchtigen, wird jetzt hier vom KKL ein Picknickplatz angelegt. Auf diese Weise will man dem Touristenstrom, von dem auch die neue Siedlung profitieren wird, ein lohnendes Ziel geben. Ein Fahnenmast im Zentrum des Hofes, in dem jeden Morgen und Abend der Appell stattfindet, erinnert daran, dass die jungen Leute hier noch anderes zu tun haben, als die landwirtschaftlichen Bedingungen fiir ein neues Dorf zu schaffen. ,,Wir sind stolz darauf, hier oben die Ersten gewesen zu sein, aber das verpflichtet“, sagt Arnon, als es uns zum Abschied winkt und durch den Morast zurückwatet. ff DORON REPRAESENTANT DER BANQUE POUR LE COMMERCE SUISSE-ISRAELIEN Genf - Schweiz MIT FILIALEN IN Zürich - London - Manchester SOWIE IHRER ANGESCHLOSSENEN BANKEN IN The Foreign Trade Bank Lid. MIT FILIALEN IN ALLEN STAEDTEN ISRAELS American Bank and Trust Company Société Bancaire et Financière Banque Belgo-Centrade S. A. MIT FILIALE IN ANTWERPEN The Foreign Trade Bank wünscht allen seinen Freunden muDöimia ni» Carlos Pellegrini 739, 5^ — Buenos Aires Tel.: 392-6195 und 392 4578 TEL AVIV: NEW YORK: PARIS: BRUESSEL: MONTEVIDEO. Armee ohne Kampfgeist London. — Ein sebätzungsweiser Vergleich der militärischen Bewaffnung Aegyptens und Israels, den der .Guardian“ veröffentlicht hat, schreibt Israel einen leichten nummerischen Vorteil bei den Bodentruppen zu, während die israelische Luftflotte mit etwas weniger als die Hälfte der kombigypter, Syrer, Transjordanierten Luftflotte der Aenier und Iraker angenommen wird- Nach der Schätzung des Guardian besitzt Israel acht Panzerbrigaden ind 22 Infanteriebrigaden, dazu 800 Tanks gegenüber 6 ägyptischen Panzerbrigaden, 15 Infanteriebrigaden und 600 Tanks. Allerdings hat Aegypten 400 Flugzeuge, Israel dagegen nur 223. Die irakischen, syrischen und transjordanischen Flugzeuge werden mit 183, 158 und 21 errechnet. Ferner besitzt Aegypten 100 Boden-Boden-* Geschosse, Israel dagegen kein einziges. Aegypten hat, wenigstens im Augenblick, auch mehr Schiffe, nämlich 6 Zerstörer, 13 U-Boote und 18 Motorboote mit Geschossrampen, während Israel einen Zerstörer, 3 U-Boote und 12 noch im Bau befindliche Motorschiffe besitzt. „Man muss sich fragen“, schreibt der Guardian, „was Israel mit der grossen Zahl russischer Tanks anzufangen plant, die es von den Aegyptem erbeutet hat.“ Die Zeitung stellt fest, dass Aegypten mit den sowjetischen Waffenlieferungen heute wieder zum gute« Teil die nummerische Stärke erreicht hat, die es vor dem Kriege hatte. „Aber die russischen Instruktoren, die das ägyptische Heer schulen“, so heisst es, „hab=?n viel Arbeit vor sich. Die Schwächen im ägyptischen Kommando, die nach der Niederlage zutage getrete» sind, u»d die niederschmetternde Wirkung des israelischen Sieges auf alle Schichten, haben das Vertrauen in die Stosskraft der Truppen erschüttert- Es ist daher schwer zu glauben, dass di« hochmodernen Waffen, welche vom Schwarzen Meer her in das Land strömen, vorläufig mehr darstellen als den Kern einer Armee, der die Russen den Geist einzuhauchen bemüht sind.“ i (ITA) 7TV Bilder-Ausstellung Heute wird die Ausstellung im Instituto Argentino-Israelí geschlossen, auf der der ‘■malende Rabbiner’’ Rafaely Bilder von grösster Schönheit uwd hoihem künstlerischen Wert gezeigt hatte. su SOLUCION ESTA EN ALGUNA DE LAS 4 Ll- , NEAS DE ESTANTE- I RIAS DE ACERO MO- 1 DULARES. FABRICAi DAS CON EQUIPOS . AUTOMATICOS. UNI-; COS EN EL PAIS. + CALIDAD -PRECIO coNStwrfNOS sin compromiso MORWIM »l-.lll.VA ISTA UA8CA I» G A » A N T! A O «! C A l ID A O VIÀMONTC 1546 - T. E. 46-1027/9061 f BUENOS AIRES ‘ W ¡RED' <Ce c4Hct4¿«H<in¿o4 ■ v. ■ ( LA VOLUNTAD DE DN PUEBLO ES INSECUESTRABLE INSISTA EN VOLAR COIS» L 4L LA LINEA aerea ÓEL PUEBLO DE ISRAEL Conexiones diarias entre Europa, Israel y Nueva York Consulte a su agente de viajes o a la Representación para Argentina.de EL AL: Maipú 464, P. 30 - Tel. 392-7658/6937 Telex 1268 - Cables ISRAELAL - Buenos Aires rüio nnia ’iKity« aun* mua 'ibciv''! -rw a*ni *7±f'7K

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