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Jüdische Wochenschau · 1968-09-20 · 2286 (20.9.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2286 (20.9.1968)
Date
1968-09-20
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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■f, i, Viernes, 26 de Septiembre de 1968 ». K M A N A israelita Año XXIX. — *r 3S#9 — 5 Der Geburtstag der Welt Unsere Weisen sagen; An Rosch Haschana ist die Weit erschaffen worden. Dieses Fest ist der Geburtstag der Welt. Hat dieser Gedanke für uns — Kinder des 20. Jahrhunderts — noch eine Bedeutung? In der Liturgie dieser beiden Tage wird er immer wieder zum Ausdruck gebracht. Aber aus der Tora lesen wir nicht den gewaltigen Bericht über die Erschaffung der Welt. Es wird auch nicht der Abschnitt der „zehn Gebote“ verlesen, durch die der ethische Monotheismus der jüdischen Weltauffassung proklamiert wurde. Wir hören Jahr um Jahr aus dem Leben von Abraham, Sara, Hagar, Isaak und Ismael. Uns werden die grossen und kleinen Ereignisse aus dem Leben dieser dieser Familie erzählt. Wir hören von den grossen und erhabenen Momenten dieser Menschen, aber auch von ihrem Alltag, von den kleinen Dingen des Daseins. Darin besteht auch unser Leben. Darum beten wir am Rosch Haschana, wenn wir von Rabb. EGON LOEWENSTEIN (Sgo. de Chile) zum Leben eingeschrieben [ Unruhe als unter denen, die werden wollen. Solange der Mensch lebt, liebt er das Leben mit seinen grossen Momenten, aber auch mit den alltäglichen Dingen des Daseins. Es gibt wohl keinen, der nicht danach strebt, im Leben glücklich zu sein. Der französische Denker Blaise Pascal hat es für alle ausgedrückt; „Alle Menschen streben nach dem Glück Es gibt keine Ausnahme. Verschieden sind nur die Mittel, die zum Glück führen.“ Besteht das Glück im Reichtum und Wohlstand? Es gibt viele, die das glauben. Materieller Wohlstand hat auch seine Vorteile. Bernhard Shaw meinte: Geld verleiht Macht, Geld regiert. Aber macht Geld glücklich? Es kann doch wohl besten Falls nur ein Mittel sein. Wie viele Menschen sind trotz ihres Reichtums nicht glücklich?! Unter den Reichen gibt es mehr zerstörte Ehen, mehr innere PINNER y IAFFE s.a. FABRICA DE JUGUETES FABRICAS: Plástica: PUAN 1571 Metalúrgica: BAI.B ASTRO 1761 Cartonería: MIRO 1560 ESCRITORIOS: PUAN 1573 T. E. 92-0565 - 8256 DEPOSITO: PUAN 1575 Y SCT3 ASOCIADOS GALETTI y Cía. S.R.L. Fábrica Metalúrgica * PLASTOY S RA. Fábrica de Artículos Plásticos EDITORIAL PUAN S.C.C. La editorial especializada en libros infantiles nacionales y extranjeros * MECTOY CHILENA Fábrica de Juguetes Santiago de Chile £ Licencia« de: ESTRELA S. A. Sao Paulo (Bra«n> MOSCA Hnos. S. A. Montevideo (Uruguay) JURA - SONG S A. Ginebra (Suiza) BALTASAR MONSERRAT Nuremberg (Alemania) nicht zu den Bemittelten gehören. Geld hat eine besondere Eigenschaft. Es macht habsüchtig. Je mehr einer besitzt, desto mehr fehlt ihm. Abraham wird nach der höchsten Prüfung — nach der Forderung der Opferung Isaaks — Segen verheis*en Welcher Segen? Materieller Wohlstand? Nein, denn der Segen kann nicht mit Geld erkauft werden. Er wird durch die kleinen und grossen Opfer des Alltags erlangt. Die Harmonie eines Familienlebens, der Respekt der Kinder vor den Eltern, die Kraftquelle eines jüdischen Hauses sind nicht durch Geld zu erwerben. Würde Geld zu ihrer Erlangung gefordert werden, niemand würde sich verweigern. Aber dadurch wird eben dieses Glück nicht gefunden. Was gefordert wird, ist Zeit. Dieses Opfer sind wir oft nicht bereit zu bringen. Dabei is es gar kein so grosses Opfer. Geh’ mit Deiner Familie am Schabbat und am Feiertag in die Synagoge — wenigstens am Schabbat Abend. Es genügt nicht, dass Du Deine Kinder allein schickst. Nimm Dir die Zeit, um mit ihnen die Weihe des Schabbats durch den Kiddusch zu erleben. Sei bereit auch als Erwachsener zu lernen, um die Fragen Deiner Kinder nach jüdischer Geschichte und Tradition beantworten zu können. Das sind nur einige wenige Beispiele, die sich vermehren lassen. Sie kosten kein Geld aber Zeit. Warum sind nur so wenige bereit, dieses Opfer zu bringen? Das ist die jüdische Problematik unserer Zeit. Das macht die jüdische Arbeit allen denen so schwer, die noch ein jüdisches Ideal besitzen und bereit sind, dafür Zeit zu opfern. Von dieser Bereitschaft hängt die Zukunft einer jüdischen Gemeinde weitgehend ab. Am 1. Tischri feiern wir i den Geburtstag der Welt. ' Als Menschen des XX- Jahrhunderts wollen wir dieses Bild im Geist unserer Zeit verstehen. In jedem Indivisich geschaffen. Jeder Mensch stellt einen Mikrokosmos dar. Die Tage der Besinnung können für jeden von uns wirklich ein Geburstag werden. Sie sollen Tage sein, in denen eine neue Einstellung zum Leben geboren wird. Wir sollen zu denjenigen Werten und Idealen gelan. gen, für die es sich lohnt, nicht nur Opfer an Geld sondern auch an Zeit zu bringen. Durch sie werden wird gesegnet werden — in unseren Familien und in unseren Gemeinden. Durch sie wird unsere jüdische Zukunft gesichert. Wir begehen die kommenden Jamim Noraim in einer aufgewühlten Epoche der Menschheitsgeschichte. Wir haben in den 3.500 Jahren unserer Vergangenheit schon oft an der Wiege solcher Zeitabschnitte gestanden. Wir haben sie immer wieder überlebt. Darum geht es auch heute. Das hängt von jedem Einzelnen von uns ab, von jedem Mann und von jeder Frau, von jedem Sohn und jeder Tochter unserer Gemeinschaft und unseres Volkes. Unser Wunsch ist, dass wir den Weg zum echten Glück finden und damit zum wahren Segen, wir mit Vom Internationalen Roten Kreuz Im Jahresbericht des- Internationalen Comités vom Roten Kreuz für 1987 wird in der für diese Organisation charakteristischen zurückhaltenden Weise auch auf seine Bemühungen für jüdische Gemeinschaften in arabischen Ländern hingewiesen. Bereits vor dem Ausbruch der arabisch-israelischen Feindseligkeiten habe die Situation jüdischer Gemeinschaften, ob sie sich aus Staatsbürgern oder Staatenlosen zusammensetzen, Anlass zur Betroffenheit gegeben. Das Comité habe schon damals den Regierungen zur Kenntnis gebracht, dass die Bestim mungen der Konvention über den Schutz der Zivilbevölkerung zumindest analog auf den betroffenen Personenkreis Anwendung finden so'len. In jenen Ländern, in denen Sondermassnahmen gegen Mitglieder der jüdischen Gemeinschaften ergriffen worden waren, hat das Comité veranlasst, dass seine Repräsentanten die Erlaubnis erhielten, Internierte zu besuchen und ihnen Hilfe zu bringen. Diese Bemühungen seien in Libyen und auch in Syrien erfolgreich gewesen, wo Vertreter des Roten Kreuganz Israel und unserer Medinat Israel inmitten einer Welt, die den Weg zum Frieden ebnet. zes die drei im Lande existierenden, aps syrischen Staatsangehörigen bestehenden jüdischen Gemeinden in Damaskus, Aleppo und Ka* ■ michli besuchen konnten. Hingegen hat die Vereinigte Arabische Republik den Besuch staatenloser Juden durch Delegierte dieses Comités nicht'gestattet. Immerhin sei den Häftlingen erlaubt worden, durch die Vermittlung der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes und des ägypti" sehen Roten Halbmonds Nachrichten mit ihren Familien auszutauschen und Unterstützungen zu empfangen. Allmählich nach Kriegsende freigelassene staatenlose Juden — es handelt sich um einige Dutzend — seien den Delegierten des Roten Kreuzes übergeben worden, bevor sie das Land verliessen. Für friedliche Loesung Paris. — Der Schriftsteller Albert, Memmi forderte in der Zeitschrift „Jeune Afrique“ die arabischen Intellektuellen auf, jüdischarabische Comités zu bilden, um Mittel und Wege zu einer friedlichen Lösung des Mittelostkonflikts zu finden. Er bedauert dass die bestehenden Spannungen die besten Kräfte beider Gegner vergeuden. (ITA) |l LOS MEJORES AUGURIOS PARA LAS FIESTAS DESEA A TODOS SUS SOCIOS COOPERATIVISTAS Y AMIGOS: “JUNCAL” SOCIEDAD COOPERATIVA DE CREDITO Ltda. DESCUENTOS y CREDITOS — CUENTAS PERSONALES (Caja de Ahorro) LUNES A VIERNES DE 12 A 15 HORAS ARAOZ 2854 T. E. 71 - 9059 Bueiios Aires LANAS 'tsvrna, E 205 Ahina 1182/86 T.E. 37-3015 4899 B 183

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