Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2271 (7.6.1968)
- Date
- 1968-06-07
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616353--5237-9616361- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
o c JU £ _ he« o “ c j: i> < o FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA Año XXIX BUENOS AIRES. VIERNES 7 DE JUNIO DE 1968 N“ 2171 EL EJEMPLAR en toda la República 30.- PUEYRREDON 2190 1» izq. Buenos Aires T.E. 83-2613 Schüsse über den Jordan Es sind genau dieselben von HORST WIN CK I ER Die Wiederkehr des Jah- - l'estages, mit dem der Sechstagekrieg begann, har Nasser' mit vorheriger Ankündigung dazu benutzt, um noch eine Rede zu halten, in der dieselben Grundmotive aufklangen, die seine Reden seit Jahren kennzeichnen. Nasser wird heute ausschliesslich von den Russen dirigiert, die seinen Sturz vor einem Jahr dazu benutzten, um ihn ganz in die Hand zu bekommen und von B. B. ägyptische Offiziere seien zwar ersetzt worden, aber man habe es hier mit einem neuen Heer zu tun, das kampfbereit wäre. Moskau fügte hinzu, dass Israel eine beachtliche politische, w.rtschaftliche und militärische Hilfe von den USA erbauen würde. Da die Nachricht, die von Radio Moskau SAMUEL re wurden ebenso wie deutsche Exnazi-Soldaten verwandt, um das Heer vorzubereiten. Auch das ist vor dem Sechstagekrieg der Fall gewesen Das militärische Potential Israels ist bekannt. Der Respekt, den Israels Gegner vor seinem Heer besitzen, ist der beste Schutzwall, der dem Luftwege, sagte Washington, was jedoch nicht. mH den Meldungen über israelische Truppenkonzentrationon an der transjordanischen Grenze in Zusammenhang stehen würde. Aus welchem Anlass schliesslich die Amerikaner den Arabern noch mehr Flugzeuge. Munition und Ersatzteile schikken, ist schon nicht inter essant Die Tatsachen sprechen für sich Am Jordan also sollen Von der Parade zum 20. Jahrestag Israels y» ~ mm m mm mm «¡lp¡ MÈÊÊÊm nach ihren Notwendigkeiten zu lenken. Man kann davon sprechen, dass Aegypten h< ute kein souveräner Staat ist, denn die politische Linie wird nicht von der ägyptischen Führung, sondern vom Kreml festgelegt Dass hierin eine echte Gefahr für Israel liegt, kann man nicht leugnen. Einige Tage vor der neuesten Nasser-Rede lanzierte Moskau die Nachricht, dass Russland die Vereinigte Arabische Republik, lies Aegypten, aufrüsten würde, damit sie einen neuen Krieg gegen verbreitet wurde, in der zentralen Parteizeitung „Istvestja“ erschienen ist, muss man ihr entsprechende Bedeutung beimessen. Bei näherer Betrachtung besagt allerdings diese Meldung kaum eine Neuigkeit Dass die Russen unmittelbar nach dem verlorenen Sechstagekrieg die Wiederbev affnung und Wiederaufstellur.g der ägyptischen Armee betrieben haben, ist längst bekannt. Ob der alte Zustand wiederhergestelit werden konnte, wird man schwer entscheiden und ersieh um Israel legt. Die Parade, die aus Anlass der 20. Wiederkehr des israelischen Unabhängigkeitstages in Je- .usalem abgehalten wurde, hat einen kleinen Einblick in die bewundernswerte Leistungsfähigkeit des israelischen Verteidigungsheeres gegeben. Dadurch, dass die Parade ir Jerusalem trotz des internationalen Proteites abgehalten worden ist, hatten die Araber eine weit grössere Gelegenheit mitzuerleben, was Israels Armee bedeutet, als an anderen Orten Viele mögen die Lektion verstanden haben, die man ihnen dort in einer friedlichen Aktion gab. Die Militärexperten wichtiger Länder äusserten sich in einer ungewöhnlichen Form über die israelischen Soldaten, vor allem über seine Piloten, die erst vor Jahresfrist bewiesen haben, dass sie nicht nur Parade-Kunststücke auszuführen vermögen. In den letzten Monaten hallten beinahe täglich Schüsse am Jordan, der neuen Grenze zwischen Israel und dem Königreich Transjordanien Hier sind es nun nicht die Russen, die die Wiederbewaffnung eines besiegten arabischen Landes vornehmen, sondern dieselben Amerikaner, von denen Moskau erklärt, sie würden den Israelis grösste Waffenhilfe leisten Aus Washingtong wird zugegeben, dass amerikanische Waffen in grosser Zahl nach Transjordanien geschickt werden. Die Bewaffnung erfolgt auf wieder amerikanische Tanks gegen amerikanische Tanks kämpfen und amerikanische Flugzeuge in Luftschlachten gegeneinander verwickelt sein. Das ist das Resultat c'er Tätigkeit der amerikanischen und sonstigen Waffenlieferanten, die aus ihren Geschäften den Profit ziehen. Inmitten dieser schmutzigen politischen Tätigkeit tummelt sich der UN-General Odd Bull, durch seine pro-arabische Haltung sattsam bekannt, ein lebendes Zeichen für die Ohnmacht einer internationalen Organisation, die statt Frieden zu bringen, die Unruhe schürt. Da auch die politischen Bemühungen um eine Lösung der Probleme weiterhin ohne Ergebnisse verlaujen, ist es nicht zu verwundern, dass die Spannungen unter solchen Umständen wachsen Immerhin hat Is rael die Kraft, eine neue Beschwerde bei den UN gegen die Haltung arabischer Länder den in ihrer Mitte lebenden Juden gegenüber zu erheben, vor allem gegen den Irak, der neue Judenverfolgungen eingeleitet hat. Das ist sozusagen die Begleitmusik, die von den Araberstaaten in ihrem Hass gegen Israel und das jüdische Volk angeschlagen wird. Die Juden in der Welt mögen aus diesen Vorgängen lernen und verstehen, dass sie ihrer Solidarität mit Israel, das täglich seine Solidarität mit uns unter Beweis stellt, Ausdruck verleihen sollten, solange sie dies zu tun vermögen. — Israel zur Rückeroberung de'- von Israel besetzten Gebiete führen könne. Die ägyptische Armee sei wieder aufgebaut worden, einige fahren können Dass die Russen die modernsten Waffen liefern, ist sicher und war auch bereits vorher der Fall Russische Instrukteu- Schlaegereien in Paris Paris. — Juden und Mohammedaner schlugen sich mit Pflastersteinen, Flaschen und blossen Fäusten in dem pariser Stadtteil Belleville. Die Schlägerei. di¿ am Abend begonnen hatte, wurde am nächsten Tage fortgesetzt. Die Polizei verhaftete 14 Personen. Es gab eine Anzahl von Verwundeten, und mindestens 12 Geschäfte und Cafés wurden schwer beschädigt. Eine Rotte von Mohammedanern schlug das Tor einer Synagoge ein, doch die Polizei versperrte ihnen den Zugang. . „ Das Handgemenge brach in einem Cafe aus. in dem Juden und Mohammedaner Karten spielten. Div Polizeibehauptet, es hätte vorher noch nie einen Zusammenstoss von Juden und Mohammedanern in Paris gegeben. Diese Zwischenfälle wurden damit erklärt, dass die Leute wegen des wochenlangen Streiks in Frankreich unbeschäftigt und unruhig sind. Wie man glaubt, sind alle oder die Mehrzahl der in die Schlägereien verwickelten Juden Einwanderer aus Nordafrika, von denen einige in Israel gelebt haben, bevor sie nach Frankreich kamen. (ITA) Bestürzung hervorgerufen, weil das L-and „Baden-Württemberg, in dem die letzten, Aufsehen erregenden Wahlen stattfanden, immer als das demokratische „Musterland“ gegolten hat, eine Bezeichnung, die noch aus den alten Zeiten des Kampfes um die deutsche Demokratisierung gegen die Monarchie in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts stammt. Dr. Nachum Gpldmann, der wohl die besten Beziehungen zu deutschen Politikern unterhält und den grössten Einblick in die Verhältnisse hat, unterstrich die selbstverständliche Tatsache, dass die Juden aus naheliegenden Gründen besonders empfindlich auf diese Wahlyorgänge reagieren. Jedenfalls müssten die Wahlergebnisse grosse Beunruhigung hervorrufen. Viel schärfer reagierte Joachim Prinz, einst Rabblner in Berlin, den die Gestapo verfolgt hat, und der heute T'üdis^hJrw uiMe im amerikanischen Judentum und im Jüdischen Weltkongress spielt. Er bezeichnet den Wahlsieg der NPD als eine furchtbare Niederlage für alle diejenigen. die auf eine tiefe und echte Verwurzelung der Demokratie in Deutschland gehofft haben Diese Vorgänge bedeuten eine völlige Niederlage aller Versuche"auf eine Umorientierung und Umerziehung des deutschen Volkes. Die Regierung in Bonn und die wirklich demokratischen Keise in Deutschland müssten eine weit energischere Haltung gegenüber allen Bestrebungen auf eine Rückkehr des Nazismus und ein Wiederaufleben der ultranationalistischen Tendenzen einnehmen. Die bisherigen Anstrengungen sind jedenfalls nach Prinz als gescheitert anzusehen. Es wäre klüger von den deutschen Politikern, sie würden sich weniger um aussenpolitische als um innenpolitische Probleme und Vorgänge kümmern, um den Bestand der eigenen Demokratie zu retten Auch der Generalsekretär des Zentralverbandes der in Deutschland lebqnden Juden, Dr. Hendryk van Dam, meldete sich zu W?rt und erklärte, man solle nichf von -„Neo -Nazismus sprechen; es seien die alten "Nazis d!o wieder an die Macht streben würden. Man solle nicht übersehen, dass in\verschiedenen Wahlreden, die von den NPD-Rednern gehalten worden sind, das „internationale Judentum“ für die Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht worden sei. Das sind Behauptungen, wie sie von den alten Nazis aufgestel t worden sind, und die sich in nichts von der früheren Polemik gegen die Juden unterscheiden. ■^.uck internationale Presse hat sich mit diesem Vorgängen beschäftigt. U.a. schrieb die New York Times, die linksradikalen Studentenunruhen seien für diesen NPD-Wahlerfolg verantwortlich zu machen Kommentare hierüber erschienen in allen Teilen der Welt. Wichtig dürfte sein, nicht nur den Ursachen auf den Grund zu gehen und Erklärungen zu suchen, sondern auch diejenigen Massnahmen zu ergreifen, die eine weitere Ausdehnung der neonazistischen Gefahr verhüten könnten. Hierbei soll man sich darüber im Klaren sein, dass die NPD nur eine der Bewegungen ist, die darauf abzielt, das nationalistische Element stärker in den Vordergrund des politischen Denkens der Deutschen zu stellen, wobei insbesondere auf den Kreis um die Deutsche National Zeitung hingewiesen sei, der weitgehend, nicht aber vollkommen mit der NPD identisch ist. Die Radikalität und die extremistischen Tendenzen, die von dieser Quelle gespeist werden, gehen weit über die „offizielle“ NPD Haltung und Politik hinaus Aegypten Hess Jaden frei London. — Die ägypt: sehen Behörden haben in den letzten Wochen mehrere Dutzend Juden, die während des Sechstagekrieges verhaf tet wurden, wieder auf freien Fuss gesetzt. Einige erhielten sogar die Genehmigung, Aegypten zu verlassen und trafen inzwischen in Italien und Frankreich ein. Insgesamt hatten die Aegypter im Juni 500 Personen, meistens Familienvä ter, inhaftiert, von denen sich wahrscheinlich jetzt nunoch etwa 200, in einem Sonderlager in Haft befinden. Bemühungen für ihre Befreiung werden von jüdischen Hilfs-Organisationen und vom Internationalen Roten Kreuz unternommen. Beobachter glauben, die ägyptischen Behörden haben eine liberale Haltung gegenüber den Juden eingenommen, weil auch Israel sich gegenüber den in Gaza und El Arisch ansässigen Aegyptern liberal verhält. Viele dieser Aegypter durften ihre normale Arbeit fortsetzen, bis ihnen die Rückkehr nach Aegypten ermöglicht wurde wobei auch Personen, die versucht hatten gegen Israc zu hetzen, nach Aegypten zurückgesandt wurden. Auftrag San Francisco. — Mosh" Sefdie, der Architekt de: Baukomplexes „Habitat“ au der Weltausstellung in Mont real, ist mit dem Entwui von Plänen für das Sa Francisco State College b< auftragt worden. (AWZ) impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 83 Registro de la Propiedad Intelectual N* 947 221