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Jüdische Wochenschau · 1968-03-15 · 2259 (15.3.1968) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2259 (15.3.1968)
Date
1968-03-15
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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o 00 o o> c O *- *> < O Concesión 908 FRANQUEO PAGADO TARIFA REDUCIDA Concesión 162C SEMANA ISRAELITA AS« XXIX BUENOS AIRES, VIERNES 15 DE MARZO DE 1968 PU 2259 EL EJEMPLA en toda la República •'30.- PUEYRREDON 2190 1o izq. Buenos Aires T.E. 83-2613 Es war nur ein Irrtum Die arabische Politik wird immer verworrener. Die Unsicherheit, die aus den kaum noch zu übersehenden arabischen Erklärungen. Reden. Konferenzen und Verhandlungen mit östlichen. weltlichen und anderen arabischen Politikern hervorgeht, birgt ohne Zweifel neue und weitere Gefahren in sich, die nicht der vorgetäuschten Stärke, sondern einer immer sichtbareren Schwäche der arabischen Länder entspringen. Das ergibt sich allein schon aus der Lage, in welcher sich Aegypten als der Träger der antiinraeliscnen Idee und des antiisraelischen Kampfes befindet. Die lange Kette der Schauprozesue gegen ägyptische Politiker und Militärs, die als die an geblich Schuldigen an der katastrophalen Miederlage verurteilt werden, deutet neben vielen anderen negativen Erscheinungen, vor allem neben den grosser: wirtschaftlichen Schwierigkeiten. auf eine Ausweglosigkeit hin, die man durch die Palliativmittel zu überwinden hofft. Da jedoch Nasser ein Mann mit nicht zu unter schätzenden politischen Kriterien ist. braucht man nicht anzunehmen, dass er selbe! davon überzeugt ist, mit diesen Täuschungsmanövern, deren Opfer das Volk ist. die Lage meistern zu können. Diesem Zweck dienen seine politischen und diplomatischen Anstrengungen, bei denen er sich auf die Zwiespältigkeiten der weltumfassenden Interessen der miteinander in einem harten Kampf liegenden Grossreiche ebenso stützen kann wie auf die Millionen Araber. die angeblich hinter ihm stehen, und auf die immensen Schätze und Möglichkeiten der Araberländer, die für alle Weltmächte von grösster Wichtigkeit sind Dass Nasser in der letzten Zeit erhebliche Konzessionen den Nordamerikauern machte, denen er offiziell zugestand, sie hätten Israel im Sechstagekrieg nicht unterstützt, weist darauf hin. dass er. von den Sowjets enttäpuscht wurde, obwohl diese alles taten, um das ägyptische Kriegspoten. tial wiederherzustellen, das von Israel vernichtet worden war. Mit einer simplen Erklärung, er habe sich in diesem Punkt geirrt, versucht Nasser Fehler von von B. B. SAMUEL schwersten Folgen gleichsam durch eine leichte Handbewegung zu korrigieren. Dass man in Washington geneigt ist, dieses Eingeständnis eines Irrtums zu akzeptieren, um die diplo matischen Beziehungen erneut aufzunehmen, unterstreicht nur einmal mehr ist nicht unwesentlich hierauf zu rückzu führen. Diese Entwicklung war also. wie Nasser heute eingestand. nur auf einem Irrtum basiert .. Obwohl der transjordanische König Hussein unmittelbar nach dem Krieg im Weissen Haus offiziell feststellte, dass die Situation Aegyptens in seinen aggressiven Absichten nur gestärkt werden. Darauf lässt seine Erklärung schliessen, er wolle jeden Fussbreit der von Israel okkupierten arabischen Gebiete zurückerobern. Wenn auch die äegyptinche Wirklichkeit noch weit entfernt von solchen Möglichkeiten ist, bleibt der tatsächliche Das hier abgebildete Modell eines „Arawa"-STOL benannten Flugzeuges wird gegenwärtig von der israelischen Flugzeugindustrie konstruiert und ausgeprobt. Der Turbo-Propeller-Apparat, der von kurzen, unebenen Flugbahnen starten kann, ist robust, leicht und äusserst beweglich. Das Modell, das von zwei Studenten des Haifa er Technions, Harry Mankuta und Dow Sa ar, entworfen worden ist, wurde auf der IX. Jahreskonferenz der israelischen Behörden für Flugwesen und Astronautik in Tel Aviv gezeigt. Eine Meldung Die Zeitung ,,0 Corner cio” meldete, in Portugal würde ein Deutscher leben, von dem man vermutet, er sei Hitler. Die Zeitung begründet diese Vermutung damit, dass der Mann sehr nervös sei und dem „Führer“' sehr ähnlich sehen wür de. Aehnliehe Vermutungen tauchen auch über andere Nazis laufend auf die amerikanische Bereit Willigkeit. „Geschäfte mit dem Teufel” zu machen, mit dessen Hilfe man in Washington den Beizebub auszutreiben hofft. Gewiss sind sich auch die Amerikaner der grossen Tragweite bewusst, die Nassers Politik nach seiner Niederlage Mitte 1967 für die Entwicklung der Verhältnisse im Mittleren Osten gehabt hat. Denn wegen des damals behaupteten angeblichen Eingreifens der USA zugunsten Israels, das jetzt als nicht vorhanden konzediert wird, paktierte Nasser mit der Sowjetunion, von der er die enorme Wiederaufrüstung seiner entwaffneten Armee nicht aus Sympathien erhalten hat, denen er viel mehr gewaltige poli tische, wirtschaftliche und militärische Zugeständnisse machte. Aus der erneuten Wendung der Nasserschen Po litik darf man schliessen, dass Nasser selbst diese, beinahe bedingungslose Hingabe an den Kreml bereits bereut. Nur durch die Hai tung der arabischen Staaten. für die Nasser den Aus* schlsrg gab, war es dem Russen Kosygin möglich, in der Vollversammlung der UN unerhört scharfe Angriffe gegen die USA zu lanzieren, die er durch die (zum Teil vergebliche) Mobilisierung der öffentlichen Meinung der Welt aus ihren Stellungen zu verdrängen versuchte. Der Umschwung in der Haltung de Gaulles 1 Nasserschen Behauptungen unzutreffend seien und dass die Amerikaner nicht zugunsten Israels eingegriffen hätten, sah Nasser seinen Irrtum erst jetzt ein. Es mussten Monate vergehen, um ihn zu einer Erkenntnis zu veranlassen, deren Folgen heute nicht wiedergutzumachen sind, auch nicht für ihn. Die Russen haben so festen Fuss im Mittelmeer gefasst, dass sie mit keinen Deklarationen aus ihren Positionen zu verdrängen sind. Für Israel hat das Nassersche Eingeständnis seines folgenschweren Irrtums keinen praktischen Wert. Was die Welt ohnehin wusste, fand auch des Feindes Bestätigung: Israel war auf sich allein angewiesen und hat einen Sieg errungen, der kaum ein Vorbild in der Geschichte haben dürfte. Aber dem Frieden ist Israel dadurch nicht nähergekommen. Man muss damit rechnen, dass durch eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Kairo und Washington auch neue Perspektiven auf eine amerikanische Wirtschaftshilfe für Aegypten eröffnet worden sind. Die Amerikaner werden hieran nicht die Bedingung stellen, vorher oder nachher Friedensverhandhingen mit Israel aufzuneh men. Sollte die amerikanische Hilfe umfassend sein, wird Nasser in der Hoffnung auf Ueberwindung der katastrophalen ökonomischen Kriegszustand damit aufrecht erhalten. Abseits von diesen politischen Entwicklungen im weltweiten Rahmen setzen die Araber ihren Kleinkrieg gegen Israel durch Terrorakte und Ueberfälle fort. Der Vietkong ist ihr Beispiel und ihre Hoffnung. Ohne Zweifel wird eine Normalisierung der Lage Israels durch diese Störungsversuche erheblich erschwert, wobei die Indolenz der westlichen Welt allen Terroristen zugute kommt Bei der neuen, sich nunmehr anbahnenden politischen Entwicklung, die von einer Wiedereinschaltung 8 Jahre Gefaengnis Jerusaem. — Das jerusalemer Bezirksgericht verurteilte den 18jährigen Eliezer Levy wegen Spionage für Transjordanien zu 8 Jahren Ge fängnis. Das Urteil war so milde, weil die Richter das jugendliche Alter des Angeklagten berücksichtigten. Wie die Staatsanwaltschaft feststellte, begann Levy, der in Jerusalem wohnt, seine Spionagetätigkeit im Dienst Trans jordaniens vor nunmehr zwei Jahren. Er kreuzte zehn Mal die Grenze und brachte den Transjordaniern bei jeder dieser Gelegenheiten militari sehe Informationen. — (ITA) Vertreter der Wirtschaft Jerusalem. — In einer Pressekonferenz sprachen Finanzminister Pinchas Sapir, Handels- und Industrieminister Zeev Schäret und der Generaldirektor des Büros des Premierministers, Dr. Y. Herzog, über die baldige Konferenz von Unternehmern in Jerusalem. Sapir berichtete, er habe grosses Interesse für diese Konferenz an vielen Orten, so in Australien, Neuseeland, Japan, in den USA, in Südamerika und Europa festgestellt. Er hege die Erwartung, dass die Konferenz grössere Investitionen in Israel, Finanzierungen in internationalem Masstab und im internationalen Handel erbringen werde. Minister Scharef verwies auf die Wichtigkeit des freien und ungehinderten Dialogs auf der Konferenz und versprach, dass keine Absicht besteht, den israelischen Industriellen die Zunge zu binden, die ihre eigenen Gedanken über die israelische Bürokratie haben könnten. Dr. Herzog kündigte an, dass die Koa terenz vier oder fünf Tage dauern wird. (ITA) Artillerieduell am Jordan Tel Aviv. — Israelische Truppen töteten drei arabische Terroristen und kämpften unter Einsatz der Artillerie zweieinhalb Stunden mit transjordanischen Ein heiten, die an der Grenze stationiert sind. Der Sprecher, der dies bekannt gab, fügte hinzu, bei dieser Schlacht sei ein israelischer Soldat gefallen. Eine israelische Patrouille überraschte El Fatach-Kommandos, die sich anschick ten, kurz nach Mitternacht einen Ueberfall auf eine landwirtschaftliche Siedlung in der Gegend von El Gescher durchzuführen. Es entspann sich ein Geplänkel, bei dem drei Araber den Tod fanden. Transjordanische Einheiten auf der anderen Seite des Jordans wurden von den der Amerikaner in den Lauf der arabischen Bemühungen gekennzeichnet wird, können sich auch erhebliche Vorteile für Israel ergeben. Denn durch die versuchte Annäherung Aegyptens an den Westen und durch die Wiederaufnahme der unterbrochenen diplomatischen Beziehungen muss der russische Einfluss zurückgehen, der sich im Laufe der letzten Monate als ein äusserst ungünstiger Faktor für Israel erwiesen hat. Bei diesem Prozess können auch die negativen Erscheinungen innerhalb des kommunistischen Blocks unter <50wjetischer Führung ins Gewicht fallen, die sich be: den letzten Konferenzen, vor allem in Budapest, zeigten. Dass hierbei die russische Haltung gegen Israel ein entscheidendes Argument war, zeigt den inneren Zusammenhang. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Moskau eines nahen Tages ebenfalls erkennt. einen Irrtum nach dem Sechstagekrieg begangen zu haben, den es niemals offiziell eingestehen wird, aus dem es aber bereit sein könnte, Konsequenzen zu ziehen, die für Israel von grossem Vorteil sein werden. v i Schüssen alarmiert und begannen, die israelit>che Patrouille zu beschiessen. Hieraus entwickelte sich ein Artillerieduell, das bis gegen 143 Uhr dauerte. Neben den Leichen der Terroristen fanden die Israelis drei automatische Waffen tschechischer Fabrikation, mehrere Bazuka- Granaten und Flugblätter der El-Fatach Organisation. WEITERE ZWISCHENFAELEE Amman. — Ein transjordanischer Radiosprechef berichtete, dass sich in der Nacht eine Reihe von Zusammenstössen in der Nähe der El Majami-Brücke ereigneten, bei denen kein Transjordanier verwundet worden sei. Er behauptete, in allen Fällen hätten die Israelis das Feuer eröffnet. Laut dieser Meldung schos* sen die Israelis auf frans jordanische Positionen bei Manschiya, etwa 9 Kilometer südlich dieser Brücke, wo es zweimal zu einem Schusswechsel kam, der insgesamt 13 Minuten währte. Später nahmen die Israelis in der gleichen Gegend einen transjordanischen Militärposten in Al Gumrok 10 Minuten lang unter- Beschuss. SABOTAGE Tel Aviv. — Ein israeli scher Sprecher teilte mit, . dass ein Armee-Jeep auf einem westlich von Timna gelegenen Weg 20 km nördlich von Elat in der Nacht auf eine Mine auffuhr. Bei dieser Explosion wurden 4 Israelis verletzte Nach Aussage des Sprechers führten die Spuren von 4 Personen, die nach Westen flohen, zur transjordanischen Grenze. Keine Erleichterungen Montreal. — Kanada hat die Sonderbestimmungen zur Erleichterung der erwarteten Einwanderung von Juden aus dem Mittelosten und Nordafrika widerrufen. Laut dieser neuen Verfügung werden ab 29. Februar sämtliche Eingaben „auf normalem Amtswege” erledigt. — (OJI) Impreso eu la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 Registro de la Propiedad Intelectual N? 947 226

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