Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2231 (18.8.1967)
- Date
- 1967-08-18
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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o a¡ fc « S> ~ FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 EL EJEMPLAR en toda la República 20. Año xxvin. BUENOS AIRES, VIERNES 18 DE AGOSTO DE 1961 N* 2231 PUEYRREDON 2190 1» Izq. Buenos Aires T.E. 83-2613 „ ^r?e^eu^e Israels J Qrosse Entwicklungsplaene Die Kriegsbeute der Israelis aus den Kämpfen Aniang Juni ist eine Fundgrube für die Techniker und Taktiker der westlic'nen Welt. Da die Sowjetunion und andere Ostblockstaaten, vor allem die Tschechoslowakei, modernste Waffen und Ausrüstung an die Araber geliefert haben, lässt dieses Material Rückschlüsse zu auf die Rüstungsplanung und militärische Konzeption des Warschauer Paktes. Die Auswertung der Beute ist längst im Gange. In den USA werden mehrere unbeschädigt in israelische Hand gefallene sowjetische Düsenjäger vom Typ MIG 21 getestet. Die israelischen Kampftruppen haben erbeutete Waffen, so den automa. tischer Karabiner Kalaschnikow AK, schon Während der Kämpfe benutzt; sie waren zum Teil besser als die eigenen Waffen. Von Waffen und Gerät aus dem arabischen Arsenal interessieren die folgenden iir. Westen besonders, sei es, weil sie entsprechenden westlichen Mustern überlegen »ind, sei es, weil die Rüstungsplanung der NATO-Länder sie bisher nicht vorsah: Flugabwehr MG ZPU: Als Zwillings- und Vierlingsgeräte gefürchtet, vor allem beim Einsatz zur‘Unterstützung der Infan. terie. Panzerabwehrrakete GAZ-69 (NATO- Eezeichnung „Stiapper“); Zwischen 500 und 2.000 Meter sehr wirksame Waffe, bei kürzeren Entfernungen vom Angreifer leicht zu unterfahren, da die Abschusskurve recht steil ist. Infanterieradar ibeim Elektronikzug der ägyptischen und syrischen Infanteriebataillone) : Kleine, tragbare Geräte bis 3.000 Meier Reichweite waren im Wesien Gekannt. Neu waren Geräte auf Drehplattformen, die Fahrzeugbewegungen bis 40 Kilometer, Infanteriekolonnen bis 20 Kilometer und einzelne Infanteriereihen aus 10 Kilometer Entfernung entdecken. Das 57-mm-radargesteuerte Flakgeschütz- ÄVird von Israelischen Experten als ..wirksamste Flugabwehrwaffe-‘ bezeichnet. — Schussfolge 60 Granaten je Minute, jedes Geschütz hat sein eigenes Radargerät. Mit Zielobjektiv auch eine gefährliche Waffe für den Erdkampf, vor allem zur Panzerabwehr. Raketenwerfer BM-13: Eine tschechische Weiterentwicklung des sowjetisihen Modells BM-24 Katjuscha. 36 Raketen, je 36 Kilogramm schwer, bilden eine Sa've; sie dekken ein Gebiet von 1500 mal 500 Meter mit Thermit, weissem Phosphor und schrapnellartiger Munition ein uncf wurden von der israelischen Infanterie besonders gefürchtet. Weitreichende Kanone 130 mm; Bisher im Westen unbekannt, reicht bis 27 Kilometer. Jedes Geschütz verfügt über ein eigenes Leitgerät, jede Batterie über ein eigenes Abwehrradar, Haubitze M.1966: Eigenes Leitgeiät verleiht Treffsicherheit bis 22 Kilometer Entfernung; in grosser Zahl von den. Israelis erbeutet. Nachtkampf panzer T-55: 39 Tonnen Schwer, 100-mm-Kanone. Mit leistungsfähiger Infrarot-Einrichtunng. Wasserdicht gegen Strahlung und chemische Kampfstoffe geschützt. Fla-Lenkwaffen SA-2: Zwar im Einsatz gegen israelische Flugzeuge ohne Erfolg, trotzdem nach Ansicht der Experten wichtigste Beute des Feldzugs, da drei Stützpunkte unbeschädigt mit allem Zusatzgerät, Rechnern, Werkzeug, vollständigen Zeichnungen und Einsatzanweisungen erobert wurden. Elektronik: Automatisierte Artillerieleitstellen (Abwehrradar) stellen Richtung, Ausgangspunkt und Frequenz des feindlichen Feuers fest. Rechner ermitteln die Werte für das Gegen teuer. Neben dem schon genannten Infanterieradar wurden Infrarot -Geräte verschiedenster Bauart für den Nachtkampf erbeutet, die zum Teil im Westen unbekannt waren. Minenleger: Von Kettenfahrzeug geschleppt. Panzer- und Tretminen fallen durch Schächte und werden von der Maschine eingegraben. 600 Minen können in acht bis zehn Minuten auf einem Gebiet von 100 mal 50 Metern verlegt werden. Minenwerfer: Bündel von Tretminen werden mit Pressluft aus einem Kettenfahr, zeug etwa äo Meter weit geworfen. Die-Minen schärfen sich im Flug und graben sich beim Aufschlag ein. Die arabischen Truppen waren also für die von ihnen angestrebte Art des Kampfes hervorragend ausgerüstet — allerdings setzten die Israelis ihr eigenes Konzept durch. Die Araber wollten ihre Ue her legen heit in der Ausrüstung durch massierten Einsatz ihres Materials ausspielen. Sie scheiterten daran, dass die Israelis beweglicher, mit leichten Verbänden operierten und sich zum Beispiel nicht auf Artillerie-Duelle einliessen, sondern die arabischen Batterien mit Fallschirmjägern im Handstreich niederkämpften. Selbst hohe ägyptische Offiziere geben zu, ihre Truppen hätten das beste Material gehabt, das derzeit verfügbar ist. Ets hätten jedoch Zeit und Gelegenheit zu ausreichender. systematischer Ausbildung gefehlt. Moskau scheint daraus die Konsequenz zu ziehen: Die Zahl der sowjetischen Instrukteure für die Araber wird vervielfacht. (Aus „Die Welt“, Hamburg) Verhaftung von Terroristen Jerusalem. — Die israelischen Behörden verfügten in der vergangenen Woche die Verhaftung zweier arabischer Notabein in der Altstadt von Jerusalem. Einheiten des is- •aelischen Sicherheitsdienstes fahndeten nach Mitgliedern der El Fatach-Banden. Etwa 50 Araber wurden unter dem Verdacht festgenommen, mit dieser Terroristengruppe in Verbindung zu stehen. Hafez Tachbub. ein 40jäh- •iger Rechtsanwalt, und Musäa Bl Bitar, der Direkte» einer arabischen Versicherungsgesellschaft und ehemaliger Kandidat fiir die transjordanische Deputiertenkammer, wurden im Zusammenhang mit dem 24ötündigen Generalstreik der arabischen Geschäftsleute in der Altstadt als Aufwiegler angeklagt. Man brachte sie in das Gefängnis .von Ramie, wo sie sine 3monatige Gefängnisstrafe' verbüssen müssen, die ran der israelischen Militärverwaltung aufgrund der noch bestehenden Notverord. »ungen ausgesprochen wurde, welche.die britische Mändatsverwaltung im Jahre 1945 ®r- | lassen hat. Vier weitere ara-; bische Notabein wurden in : nördliche Städte verbannt! weil auch sie die arabische! Bevölkerung zu diesem Streik anstifteten. Wie verlautete, standen weitere Verhaftungen von Arabern bevor, welche eigens aus Transjordanien kamen, um den Streik zu organisieren. Den Sicherheits-Einheiten gelang es, zahlreiche El-Fatach-Terroristen festzuneh men. Sie entdeckten versteck, te Waffen in einem arabischen Flüchtlingslager in der Nähe von Jericho Laut offizieller Mitteilung des israelischen Sicherheitsdienstes bereiteten die Terroristen, welche dureh ihre Blitzüberfälle auf die israelischen Gienzkokmien Zerstörung und Tod gesät hatten, die Wiederaufnahme ihrer Sabotagetätig keit vor. Die Verhaftungen setzten ein, nachdem ein israelischer Sicherheitsbeamter einen der Fatach-Leute auf einem Foto erkannte, das einem der Dokumente des cransjordanischen Geheimdienstes beigefügt war, welche die Israelis bei den Kämpfen im Juni fanden. Seine Spur wurde verfolgt, und als der Mann ein arabisches Café betrat, in dem er sich anderen Arabern zugesellte, wurden sämtliche Verschwörer festgenommen. Bei den Verhören gaben die Araber zu, Mitglieder dieser Terroristen-Organisation zu sein und die Wiederaufnahme der Sabotageakte zu planen. Sie verrieten auch den Verbleib von Kameraden, welche die Israelis in den Flüchtlingslagern von Hebron, Jericho und Bethlenem dingfest machen konnten. Bei der Durchsuchung dieser Lager wurden auch Munition, Maschinengewehre, Explosivstoffe und Handgranaten, sämtlich rotchinesischer Herkunft, sowie Pläne für die Fortsetzung des Guerillakrieges gegen Israel von transjordänischem und syrischem Territorium aus entdeckt. Die israelischen Militärbehörden teilten mit, dass die Schliessung einer Anzahl von Geschäften in Ostjerusalém verfügt worden ist, deren Besitzer sich an dem 24stündigeu Streik beteiligten. Nach Beendigung der militärischen Handlungen nehmen die verschiedenen Ministerien eine Reihe von Entwicklungsplänen in Angriff. Mit diesen Projekten befassten sich der Leiter der Rechnungsabteilung im Finanzministerium, Ben Dror, der zugleich auch für die Brennstoffangelegenheiten zuständig ist, ferner Vlze-Entwicklungsminister Schaari und der Direktor seines Ministeriums. Israel Galed. Die Regierung möchte bereits in nächster Zeit mit dem Bau einer neuen grossen Oelleitung von Blat nach Aschdod beginnen. Die Planungsarbeiten für diese Leitung, deren Kapazität doppelt so gross wie die der alten Leitung sein soll, sind schon abgeschlossen. Die Inangriffnahme der Bauarbeiten verzögert sich, weil an diesem Projekt ausländische Gruppen beteiligt werden sollen. Finanzminister Sapir und Ben Dror haben mit ausländischen Interessenten Verhandlungen geführt. Nach Auffassung des Finanzministeriums soll die Gruppe des Barons Edmond de Rothschild, dem die Oelleitung Elat-Haifa gehört, an dem neuen Projekt nicht beteiligt werden. Wenn die neue Leitung zustande kommt, so muss eine Raffinerie in Aschdod gebaut werden. Die neue Oelleitung kann jährlich drei Millionen Tonnen nach Asohdod pumpen — also weit über den Bedarf Israels hinaus, und der Ueberschuss soll für Verarbeitung und Export benutzt werden. Dabei verspricht das Finanzministerium, dass die raffinierten Oelprodukte in Zukunft weit bil liger als heute sein sollen. Die Rothschild-Gruppe will ihre Oelleitung ebenfalls erweitern, eine Pumpstation in Aschdod bauen und auch sonst Verbesserungen einführen, um die Kapazität ihrer Leitung zu steigern. PHOSPHAT-VORKOMMEN Das Entwicklungsministerium beschäftigt sich zugleich mit der Förderung des Ausbaus der chemischen Industrie im Negew und der Ausnutzung der Phosphat-Vorkommen. Zwei grosse amerikanische Gesellschaften werden sich mit der Ausnutzung der Vorkommen beschäftigen. Die eine wird sich am Aufbau des chemischen Kombinats in Arad beteiligen, die zweite am Abbau der Phosphat-La ger in En Jahaw. Von dort sollen jährlich 000.000 Tonnen Phosphate über Elat exportiert werden. Mit einer italienischen Firma wurde ein Abkommen abgeschlossen, laut dem sie ab Januar 1970 jährlich 50.000 An unsere Leser Wir bitten, davon Kenntnis zu nehmen, dass der Redaktionsschluss dieser Ausgabe am Mittwooh, den 16. August, 15 Uhr war, da wegen des staatli >hen Feiertages am gestri. gen Dounerstag nicht gearbeitet wurde. Tonnen von den Fertigprodukten des chemischen Kombinats von Arad abnehmen wird (u. a. Schwefel- und Phosphat - Säure). Für das Kombinat in Arad werden von der Regierung und dem nordamerikanisenen Partner insgesamt 40 — 50 Millionen Dollar investiert werden. Die Regierung muss ausserdem 10 Millionen IL für die Infrastruktur aufwenden, d. h. Bau von Chausseen, Bau einer Eisenbalm-Nebenstrecke, Wasserleitungen. Stromanlagen usw. Vorsitzender des Di. rektoriums des chemischen Kombinats ist M?ir Sherman von der Paz Gesellschaft in Haifa. Das Entwicklungsministerium will ausserdem die Elektrizitätsgesellschaft weit aktiver als bisher in den Dienst seiner Enbwicklungs - Pläne steilen. Innerhalb von zwei Monaten wird ein neuer Generaldirektor der Elektrizitätsgesellschaft ernannt wer. den, der zum Jahresende seinen Posten übernehmen soll. Innerhalb der Elektrizitäts gesellschaft sollen durchgreifende Rationalisierungsmassnahmen verwirklicht werden, Vizeminister Schaari und der Direktor des Ministeriums, Galed, besprachen Pläne in dieser Richtung während ihres Aufenthaltes in London mit britischen Sachverständigen. Der Direktor des Entwicklungs - Ministeriums, Galed, hat einen bestimmten Vorschlag für den Posten des Ge. neraldirektore der Elektrizitätsgesellschaft, aber auch im Ausschuss der Wirtsotmftsminister wurden Kandidaten genannt, unter ihnen mehrere hohe Offiziere. Daher steht noch nicht fest, wem endgültig dieser Posten zufallen wird. Gefaengnis für Rockwell Chicago. — Der Führer der amerikanischen Nazi-Bewegung, Lincoln Rockwell, wurde kürzlich wegen Anzettelung eines Aufruhrs zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. (AWZ) Verluste der arabischen Luftwaffe in den ersten zwei Kriegstagen AEGYPTEN: Bombenflugzeuge: Tupolev 16 ....... . 30 Ilyuschin ......... 27 Jagdflugzeuge: Sujoy 7 *. ........ 10 MIG 21. 95 MIG 19... 20 MIG 15 und 17 .. .. .. 82 Transportflugzeuge: An 12 .. 8 Ilyuschin 14.. 24 Helikop. Mi4 .. .. 1 Helikop. Mi6 .. ., .. .. .. 8 Andere Modelle v. Helikop. 4 Insgesamt .. ... ,, 309 SYRIEN: Bombenflugzeuge: Ilyuschin 28 .. .. ..i .. .. 2 Jagdflugzeuge: MIG 21.. .... 32 MIG 15 und 17.. 23 Helikopter: MI4.. ... ... 3 - Insgesamt .. .. .. 60 TRANSJORDANIEN: Jagdflugzeuge: Hunter... ... .. ... 2t Transportflugzeuge* 6 Helikopter; 2 Insgesamt ... 29 Anm.: eines der Transportflugzeuge war ein Devon, der dem in Amman beamteten britischen Luftwaffenattaché gehörte). IRAK: Bombenflugzeuge; Tupolev 10 ..! Jagdflugzeuge: MIG 21 o» »• •*' »| 9 Hunter.,, .. S Transper tf 1 ugzeuge : 2 Insgesamt ,« .. .. 17 LIBANON: Jagdflugzeuge: Huntei* ,, .. .. .. .. 1 Gesamte "Verluste ... 416- Im gleichen. Zeitraum beliefen sich die israelischen Verluste aui insgesamt 26 Apparate. impreso m lu Imprenta POLÍGLOTA — Rivadavi* 1 831 Rearistro da rntetacbniol MV 600.401