Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2227 (21.7.1967)
- Date
- 1967-07-21
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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yieme*, 21 de J«*« 1M1 LA «EMANA ISRAELIT« Año XXVIII. — N» 2227 — 5 Vatikan verhandelt - Russen drohen ¡Bück i*1 die Welt Freitag, den 14. Juli „GIPFRI-KON FEREINZ'* IN KAIRO Kairo. — Die Präsidenten *on vier Araber-Ländern, Algerien, VAR, Syrien und Irak, setzten ihre Beratungen über eine gemeinsame Politik im Konflikt mit Israel fort, die Sowjetrussland und die ßowjetrussland und die Ostblockländer ebenso wie Frankreich zu unterstützen versprochen haben. VATIKAN VERHANDELT Jerusalem. — Laut offiziell nicht bestätigten Nachrichten soll Ministerpräsident Leid Eshkol bei seiner hinter geschlossenen Türen geführten Unterhaltung mit dem päpstlichen Abgesandten Monsignore Felici dem Vatikan „gewisse Sicherheiten“ zugesagt haben, dass Israel sich mit einem ,,extraterritorialen Status“ der heiligen Stätten in Jerusalem einverstanden erklären würde, wenn der Va tikan der Vereinigung beider Teile der Stadt unter israelischer Oberhoheit keine Schwierigkeiten bereitet. UN TAGT UN. — Redner der arabischen Länder bestritten, dass Israel seit der „Annexion“ der Altstadt von Jerusalem fortschrittliche Massnahmen eingeführt habe, und klagten die USA an, mit ihrer militärischen und diplomatischen Hilfe für den jüdischen Staat eigenen Zielen zu dienen. Pakistan war hinter den Kulissen bemüht, die Annahme einer Resolution zu betreiben, die Israels Weigerung, dem UN-Beschluss über Jerusalem Folge zu leisten, beklagt und die Anrufung des Sicherheitsrates vorschlägt, damit dieser durch ökonomische und militärische Sanktionen Israel zum Nachgeben zwingen soll. NEUER 'AWETRiFF Tel Aviv. — Nach 24stündiger Pause meldete Israel, dass die Aegypter am Suezkanal wieder Kanonenfeuer auf israelische Stellungen eröffneten. Von Verlusten verlautete nichts. SOWJETPRESSE GEGEN DAJAN Moskau. — In den moskauer Zeitungen erschienen Artikel mit wüsten Beschimpfungen des israelischen Verteidigungsministers Mosche Dajan, der als „blutiger Bandit“ bezeichnet wird, dessen „geistiger Vater Hitler war“. Sonnabend, den 15. Juii ABSTIMMUNG UN. — Mit 99 zu 0 Stimmen und 18 Stimmenthaltungen wurde die von Pakistan vorgeschlagene Resolution angenommen und Israel nochmals aufgefordert, die Inbesitznahme der Altstadt von Jerusalem rückgängig zu machen. Die USA enthielten sich der Stimme. Israel lehnte es ab. an der Abstimmung teilzunehmen. GEFECHTE AM SUEZKANAL Kairo. — Ein ägyptischer Sprecher teilte mit, dass am 1 zwischen israelischen und hält, um die Aufstellung der UN-Beobachter an den Fronten vorzubereiten, für eine „sofortige, vollständige und beiderseitige“ Einstellung des Feuers zu intervenieren. Sowohl die VAR wie Israel nahmen die von den UN verfügte Waffenruhe an. SCHWERE KAEMPFF, Jerusalem. — Am Suezka. nal kam es zu ernsten bewaffneten Zusammenstössen de Gegner meldeten, Verluste an Menschen und Material während der zweitägigen Gefechte erlitten zu haben. NICHTSSAGENDE ANKUEINDIGUNG Kairo. — Die arabische „Gipfelkonferenz“ endete mit der Verlauhbarung, dass „notwendige wirksame Massnahmen zur Ueberwindung der Folgen der imperialistischen und israelischen Aggression gegen das arabische JERUSALEM: Das Grab Absaloms Suezkanal Kämpfe zwischen ägyptischen und israelischen Truppen stattfinden, die in Tsiüalia und d'ef* Stadt SUi^r besonders heftig waren. ARABISCH PLAENE Kairo. — Der Premierminister von Sudan Mohammed Achmed Mahgoub traf in der ägyptischen Hauptstadt ein, um an den Beratungen der Regierungschef von Algerien, Irak, Syrien und der VAR teilzunehmen. Sonntag, den 16. Juli FEUEREINSTELLUNG UN. — Die Vereinten Nationen geboten die Feuereinstellung am Suezkanal, nachdem Israel-Botschafter Gideon Rafael den Generalsekretär ersucht hatte, durch Vermittlung seines Beauftragten, General Odd Bull, welcher sich in Kairo auf- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 JUhakjr R4 — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Vaterland den“. EIN FLUGHAFEN beschlossen wurägyptischen Bodentruppen, während Flugzeuge beider Länder in der Luft kärrpf- -ten. Israel meldete, dass f KfL*7cissrw sechs ägyptische Flugzeuge W1KU ISRAELISCH sowjetischer Fabrikation ab geschossen wurden, während kairoer Meldungen behaupten, drei israelische Apparate abgeschossen und selbst kein Flugzeug verloren zu haben. Längs des Jordanflusses kam es etwa 30 km nördlich der Allenby-Brücke, über die sich nach der Eroberung des Westufers durch die Israelis der Strom der transjordanischen Flüchtlinge ergoss, mehrmals zu einem Schusswechsel zwischen israelischen und transjordanischen Patrouillen. IN KAIRO Kairo. — Ueber ein konkretes Ergebnis dcf Gespräche zwischen den fünf arabischen Staatsmännern wurde noch nichts bekannt. Montag, den 17. Juli NEUE SCHWIERIGKEITEN Kairo. — Die Stationierung der UN-Beobachter in der Zone des Suezkanals wurde „auf ein späteres Datum“ verschoben. Als Grund hierfür wurde angegeben, dass die Verhandlungen mit beiden Parteien „noch nicht beendet wurden". ISRAEL BLEIBT FEST Jerusalem. — Trotz der 48stündigen Versuche der Aegypter, die Israelis durch Kanonenfeuer und Angriffe aus der Luft vom Suezkanal zu vertreiben, befahren israelische Patrouillenboote weiter dieses Gewässer Verteidigungsminister Mosche Dajan erklärte dem UN-Repräsentanten Odd Bull, dass Israel ägyptischen Schiffen die Benutzung des Kanals solange nicht gestatten wird, bis da6 seit 19 Jahren bestehende Verbot der Durchfahrt für israelische Handelsschiffe aufgehoben ist. WAFFENRUHE Jerusalem. — Kurz vor Sonntag Mitternacht nahmen die Kampfhandlungen am Suezkanal ein Ende. Bei. Jerusalem. — Der vordem tr ans jordanische Flughafen von Kalandia wurde offiziell zum Flughafen von Jerusalem erklärt. Dienstag, den 18. Juli UN-BEOBACHTER Vereinte Nationen. — UN- Schlichter General Ödd Bull teilte mit, dass vorläufig acht Beobachter, vier auf jeder Seite des Suezkanals in einem Sektor, wo sich israelische und ägyptische Truppen ge. genüberstehen, ihre Posten 1 bezogen haben. Ihre Zahl soll in aller Kürze auf 25 erhöht werden. NACH MOSKAU Moskau. — Die Präsidenten von Algerien und Irak Boumedienne und Aref, flogen nach Beendigung der Konferenz in Kairo zur Berichterstatturg nach Moskau, wo sie von Kosygin und Brezhnew im Flughafen mit Küssen empfangen wurden. GEFANGENEN¬ AUSTAUSCH Kunaitra. — In der von den Israelis eroberten syrisehen Stadt Kunaitra fand der erste Gefangenenaustausch zwischen Israel und Syrien statt. Die Israelis über gaben 591 syrische Solvon HAROLD SCHWARCZ AUS LAGOS (Nigeria) wurden schwere Kämpfe una die Verhängung des Belagerungszustandes in Teilen des Landes gemeldet. — UMFANGREICHE Untersuchungen über die Besorgnis erregende kommunistische „Unterwanderung“ einiger südamerikanisoher Länder wurden von internationalen Körperschaften veröffentlicht. — DIE UNRUHEN in Honkong halten an. sodass umfangreiche polizeiliche Massnahmen ergrilfen werden mussten. — . DIE KONGO-Regierung gestattete Ausländern die Abreise und übergab eine Anzahl von Geiseln dem Roten ICrcuz _. AUS WASHINGTON wurde am vergangenen Wochenende gemeldet, dass die USA weitere Truppen zur Verstärkung ihrer Positionen nach Vietnam geschickt haben. — CHILE HAT beschlossen, den Hafen Antofagasta den Paraguayern als Freihafen zur Verfügung zu stellen. — VERSTAERKUNGEN wurden von den argentinischen Behörden an die bolivianische Grenze entsandt. — DIE iNTERamerikanische Kommission für Menschenrechte wies in einem Memorandum auf die ständigen Verletzungen der Konvention durch die Regierungen von Haiti vnd Kuba hin. — , , , . AUS KARACHI (Pakistan) werden Unruhen gemeldet. ALBANIEN, Satellit Rotchinas, ordnete die Schliessung aller katholischen Kirchen des Landes an. — DER AUFSTAND im Kongo wurde niedergeschlagen; alle Geiseln sind inzwischen befreit. — REGIERUNG und Parlament Uruguays bemühten sich um die Beilegung eines Pressestreiks. — WALTER ULBRICHT, Präsident der DDR, und Willi Stoph, Premierminister des ostdeutschen Satelliten, wurden vom Parlament ..einstimmig“ wiedergewählt. — DIE VERSCHLEPPUNG des früheren kongolesischen Ministerpräsidenten Moise Tshombe, der sich als Gefangener in Algier befindet, wird weiter diskutiert. — CHARLES DE GAULLE meinte, England sei nicht europäisch genug, um zum Gemeinsamen Europäischen Markt zugelassen zu werden. — PAPST PAUL VI. gab bekannt, dass er sich in die Türkei begeben werde. — DIE RASSEN-Unruhen in den USA haben sehr ernste Formen angenommen. — daten und Zivilisten im Austausch gegen zwei in Gefangenschaft geratenene und die Leichen von drei gefallenen Israelis. IN DEN UN UN. — Die Generalver- Sammlung verfügte den Abschluss der Beratungen über einen Resolutionsentwurf zum Mittelostkonflikt bis Donnerstag Vormittag, um hierauf sofort die auf Antrag Sowjetrusslands einberufene ausserordentliche Tagung der Vollversammlung als beendet zu erklären. DROHUNG Kairo. — Aegypten teilte den mit der Ueberwachung der unsicheren Waffenruhe beauftragten UN-Behörden in New York mit, das es jeden Versuch Israels, mit Patrouillenbooten den Kanal zu be. fahren, als einen Bruch der Feuereinstellung betrachten wird. Mittwoch, den 19. Juli ANTWORT AN AEGYPTEN Jerusalem. — Aus israelischen Regierungskreisen wur. de angekündigt, dass Israel seine Schife gegen jeglichen ägyptischen Angriff im Suezkanal verteidigen wird. MOSKAU DROHT UN. — Die Sowjetunion informierte den Sicherheitsrat, dass der Krieg im Mittelosten wieder ausbrechen könne, falls Israel nicht sofort seine Truppen aus den besetzten arabischen Gebieten abzieht. VAR BRICHT WAFFENRUHE Jerusalem. — Israel klagte Aegypten an, durch den Be schuss eines israelischen Panzerwagens, der am Ostufer cies Suezkanais entlangfuhr, das Abkommen über die Feuereinstellung verletzt zu haben. Donnerstag, den 20. Juli WACHSENDE SPANNUNG Jerusalem. — Angesichts der täglich wachsenden Spannung am Suezkanal, richtete der Chef der UN-Mission zur Ueberwachung der Feuereinstellung, General Odd Bull, sowohl an Israel wie an Aegypten die Aufforderung, „nichts zu unternehmen, was die prekäre Waffenruhe gefährden könnte“ ENDE EINER KONFERENZ Kairo. — Die Konferenz der Araber in Kairo wurde nach lOtägigen Beratungen als beendet erklärt. Inzwischen traf der indische Aussenminister M. C. Cragla in Kairo ein, der, wie es heisst. Nasser eine Botschaft der Ministerpräsidentin Indiens, Indira Ghandi, zu überbringen hat. KEIN UN-BESCHLUSS? UN. — Die Möglichkeit, dass die Generalversammlung einen Beschluss über che Nahostkrise fassen könnte, wäre nur in dem Falle zu erwarten, dass die Sowjetunion sich unerwarteterweise entschliessen sollte, einen lateinamerikanischen Resolutionsentwurf anzunehmen, der den Rückzug der israelischen Truppen aus den ehemals arabischen Gebieten verlangt und eine Erklärung, die dem Kriegszustand zwischen den Arabern und Israel ein Ende bereitet. (Redaktionsschluss: Donnerstag, den 20. Juli, 15 Uhr). Fiambres Finos “FRIG UINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA