Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2224 (30.6.1967)
- Date
- 1967-06-30
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9616006--4889-9616013- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ultrac«, 3# de Janie de 1867 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVIII — Ni 2224 — 3 lci°n Filan ¡J* de Bel N.SJ. HALTUNG alionen ION •inden und SACHS - S — RO- ÍZ BRAUN Uhr 45 Belçran» I HEHL \ eiaMung NGMANN, ,-4021 ER iribang i mIUb /. wo- « 1.0 /1 250— *a» uWSi efefce*! Komoedie der Irrungen femeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnacnrichten von Seite 6) «nd in unserem Sekretariat araul >rdeni. Tischreserviexungen werden at Donnerstag, den 6. Juli, in unserem Sekretariat vorgenommen. OEKONOM1E: Unser Oekonom empfiehlt Siedl zur Ausrichtung vor Festlichkeiten sowohl in unserem Heim als auch in Ihrer Wohnung. Lieferung von Tor. ten, Kuchen und Canapes tmd -kalten Platten Ebenfalls jeden Sonntag Mittagstisch von 12—14 Uhr. AR.AOZ 2854 — Buenos Aires Meisterschaft 1967 Am Sonntag, den 2. Jul4, beginnt nunmehr die diesjährige Spielzeit mit folgenden Begegnungen: Sportplatz Excursionistas: Acitoa — Oriente NCI — SIJA Sportplatz Fénix: Bat Am, Lande _ J Weizmann Macabí — CASA Sportplatz L&madrid: Bar Koehba — Mac-*bi Ha zair Bet Israel — J. N Bialik Anfangszeiten: 13 Uhr 15 tazw. 14 Uhr 45. THEODOR HERZL GESELLSCHAFT ACTO CULTURAL CONJUNTO Comunicamos a todoa nuestros asociados y amigos que «1 día miércoles 5 de julio a ~4w*"Sfr45‘*loTas, Tendrá lugar un nuevo acto cultural conjunto del presente año continuando con el ciclo “dialogando entre doe generado - Shakespeare hat für e>nes seiner Jugendwerke Plautus' „Zwillinge“ übernommen, noch ein zweites Zwillingspaar binzugefügt und daraus ein wirbelndes wirksames Lustspiel gestaltet Der Witz besteht darin, dass der Zuschauer viel mehr weise al* die irrenden handelnden Akteure und ob seiner Klugheit sich geschmeichelt fühlt. Prof. Werner Kraut führte Regie und schuf selbst das sehr praktische und überdies schöne Bühnenbild; den Hafen noflt Vieleck-gen Segeln, die mitunter Schattenspiele erlauben. Als Regisseur beflügelte er seine Mitren zu raschem Tempo, find oder erfand reichlich viel Gags zum Lachen und baut« alle Ueberraschungen wirksam auf, sodas£ alle» Geschehen wie am Schnürchen ablief Auf der Bühne stehe’.' Schwarze und We sse ohne jedes rassisches Hier sonstiges ernstes Problem Die irei Schwarzen, Träger der dankbaren komischen Rollen, gewannen einwandfrei Fritz Kost und Jörg HMm gaben höchst wirksam die Zwillinge. Kost mit feinem gewinnenden Lachen war zarter und bezwingender Holm et was derber und r»ehr räsonnierend; doch beide schufer Gestalten, die gefielen und Lachen oder Schmunzeln er. regten. Wiltrud fschudi war als verliebt« Köchin hoch komisch, sprach schneidend unu brillant. Grossartig ihre Verzweiflung, als sie zwei Dromios erblickte, was über ihren Horizont ging. nes“, que en esta oportunidad será una mesa redonda que tendrá por tema ‘Asimilación’’; se realizará en el salón de actos del Culto Israelita de Belgrano. en la calle Vidal 2049 con la participación de los señores: Rodolfo Jacoby, Gerardo Sachs, Claudio R«es, Heriberto Kahn y Roberro Graetz. cordinación Heinz Braun. . Esperamos a todos y en especia] a la segunda generación para asentar y tratarse un tema de siempre candente actualidad. — Klaus Peter Wilhelm war als Kaufmann ein überzeugender Liebhaber. Raimond Harmstorf als sein Zwilbngsbruder sah nur gut aus, da ihm der Bearbeiter Hans Rothe seine Szenen nahezu gestrichen hatte Katharina Herberg war überlegen und temperamentvoll die flinke und energische Ehefrau. Silvana Sansoni gab mit Charme ihre verliebte . nverheiratete Schwester. Hannelore Schönfeld führte als „vornehme Dame“ ier geweiblichen Freude ein Kabinettstückchen auf. köstli.b zum Sehen und zum Hören. Rudolf Gtske holte aus einer undankbaren Rolle nehr komische Wirkungen hervor, als sie eigentlich bot Peter Schlapp und Jürgen Briigger waren gut gesehene Typen. Das Publikum bewies ein mal mehr, dass es handfestes, lustiges, von schweren Pro blemen freies Theater hoch schätzt. Es war uefriedigt un-t dankbar. I>r. Karl Kost Jüdisches Theater Mitre Das Jiddische Künstlertheater Mitre bringt die lustige jüdische Operette „Wenn die Fiedel spie t“ mit den israelischen Stars Henry Gerro und Rosita Londner an der Spitze de6 bekannten Künstlerensembles des Mitre. Die Musik schriee der weltberühmte Komponist Salomón Prizament, dessen Schlagermelodien in der ganzen jüdischen Welt beheb’ sind. Die Vorstellungen finden am Sonnabend und Sonntag nachmittags und abends statt. Kartenverkauf wochentags an der Kasse. Die Schauspieler sprechen ein für die deutechspi ec-henden Juden leicht verständliches Jiddisch. Musik in Buenos Aires Zuiueta im Paz-Konzert Das Philharmonische Orchester, von seinem Titulardiriger ten Pedro I Calderón geleite., hatte beim ersten Abend seines 20ei Abonnements einen denkbar glücklichen Abend der insofern beso ndeig erwähnenrswert ist, als das im Auftrag der „Union Panamericana“ komponierte Klavierkonzert vom argentinischen Zwölf tonler- Avantgardisten Juan Ca.rlo6 Paz *=ine heimatliche Erstauffütirung erfuhr Als Solist erwies sich Jorge Zuiueta wiederum als ausgezeichneter, längst international anerkannter Pianist, dem Calderón und seine Untergebenen aufmerksam mitgehende Begleiter waren. Robert Kinsky — Flora Nudel mann „Aerolíneas Argentinas” 6ind erfreulicherweise als Mäzen in die vom Radio Nacional hinterlas6ene Bresche gesprungen und haben in der Aula der Rechtsfakultät einen diese restlos füllenden Gratis Konzertzyklus begon. nen. Roberto Kinsky dirigierte die sich aas Mitgliedern der „Asociación del Prof «corado Orchestal“ zusammensetzende, erfreulich sauber spielende Instrumentalvereinigung. Unter seiner überlegenen Leitung erklang die „erste Konzertouvctüre“ von Alberto Williams Altmeister der argentinischen Komponisten, und die reizvolle selten gehörte Tscha’kowsky-Symphonie Nr. 2 („kleine russische“ genannt) Flore Nudelmann war die schwungvoll spielende Solistin im 2 Klavierkonzert gmoll i pus 22, die dank respektvoller und überlegener Sekundierung seitens Kinskys und eines Orchesters einen groasen Erfolg buchen kennto Curt B. M. Weisaeteln - ti£A£n KAyemET C£tSfU)e£ pp {jlBIp. ’jmvwN COMITE CENTEOEDRUrsu Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 Nueva reserva natural en la frontera septentrión« Recientemente se abrió al público una nueva reeerva natural, cerca a Metula e extremo septentrional de Israel. Dicha reserva fué preparada por los expertos del AUS UNSERER ARBEIT Anlässlich der Hochzeit von Herrn Enrique Kronk mit Fr!. Mariola Severina Zellner wurden zu Gunsten des KKI $ 48.000.— gespendet; das junge Paar wird in das „Goldene Buch” eingetragen und auf «len Namen der Ellern ■ der Braut, Herrn Eisig David Zellner und Frau Tschew* Zellner, geb. Silberstein, wer-; «len Bäume im „Bosque Inde j. pendencia Argentina“ gepflanzt. Anlässlich der Feier des 15;■ Geburtstags von Frl. Graciela Gottlieb wurde durch dt; Mitarbeit der Namen; Frau Marion Arzt und Frau Eva Schachmann der Betrag vor. f- $ 38.500.— für den KKL gej, sammelt. Frl. Gottlieb wird ” in das Goldene Buch des i- KKL in Jerusalem eingetragen. Dos Ehepaar Max und . Henny Wachtel spendete anlässlich der glücklichen Ge- hurt ’irrer Tochter Oeborab I 6.000.—; zum Andenken an den -Grossvater des Kinde«, KKL en una zona de 400 dunames en las inmediaciones de la famosa caída de agua Tannur (Fournace). También se instalaron fecil’dades para el picnic. Max Hirschtoerg s. A., werden Bäume aus diesem Anlass gepflanzt. Herr Israel Stot-ki überbrachte uns $ 12.250.— für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an H. Manue' Polak s. A. anlässl’ch seines Ablebens. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. EINE MITTEILUNG: DES SEKRETARIATS: Wir benachrichtigen unsere Freunde: dass ab Monat Juli nur Büchsen mit einem Mindeatinhalt von 6 1.500.— veröffentlicht werden. Biumenabloesung ‘.n Form von Glückwunsch - sowie Trauer - Telegrammen und Baumdiplomen bei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 70-4696 Sra. Blumenthal 11—13 Uhr 64-2966 Sra. Lu base her 54-3209 Frl. Wertheimer 48-5683 Sekretariat 48 3695 * HARDI SWARSENSKY: Walther Rathenau (LEBEN, WERK <2. Fortsetzung) Manche unbekannten Fakten und Schicksale steilen diesen dramatischen Zwiespalt im Leben der Juden des kaiserlichen Deutschlands vor der Jahrhundertwende dar. In einem erst kürzi.ch veröffentlichten Aufsatz von Hans Tarn« (Tel Aviv) in der Zeitschrift des Leo Baerk- Instituts wird das ’eben zweier deutscher luden geschildert, des Arztes Dr. Bernhard Cohn und seii es Sohnes ies Rabbiners Dr. Emil Cohn. Arzt Dr. Dohr. hatte ir einem damals k'einen Vorort Berl’ns böse Erfahrungen machen müssen, da vor allem die Konkurrenz ihn als Juden be- Vämpfte. Bernhard Cohn warnte in einer kleinen Schrift ,,Vci dem Sturm“ seine Mitbürger vor dem wachsenden Antisemitismus, die ,,darau’ gefasst se4n müssen, na« Schlimmste zu erwarten” O-hn schreibt 1895, also ver dem Erscheinen von Herzis „Der Juoenstaat“- „Der deutsche Antisemitismus nat Methode und ist darum uns am gefährlichsten“ Der Boden, auf dem die Juden in Deutschland lenen, wird „von lichtscheuem Ungezi-fer ur terwühlt, und es kann bald die Zeit kommen, wo derselbe unter unseren Füssen zu schwanken beginnen wird Dann aber wird es vielleicht zr spät sein, zum Wanderstab zu greifen!“ — Als Bernnard Cohn dann von Herzl erfuhr, nahm er die Verbindung mit ihm auf; schon vorher hatte er sich an der Arbeit des Berliner Vereins „Jung-Israel” und ’er Zionsfreurde beteiligt Als sein Sohn Emil 1906 vom Vorstand der Berliner Gemeinde ¿um Prediger und Religionslehrer gewählt worden war, bekannte er sich freimütig als „Zionist von ganzem Herzen“. Als er aber im Sommer 1906 eine Gedenkrede auf H'-rzl vor seinen Schülern hielt, wurde er deswegen von allen Amtsgeschäften suspendiert... Erst 1925 wurde er nach Berlin zurückgerufen, nachdem ein neuer Abschnitt unserer Geschichte eröffnet war. III. Zeit der Widersprüche In diese Zeit vo.ler Widersprüche wurde Walther Rathenau hineingeboren. Aber nicht nur die Zeit wird durch ihre Widersprüchlichkeit gekennzeichnet, auch die Menschen, die Kinder dieser Zeit gewesen sind. Wie viel einfacher und unkomplizierter vollzog sich der Werdegang eines osteuropäischen Juden jener Tage der Jude war und nichts als Jude sein konnte (und deswegen auch wodte). Für ihn war Judentum und Jude-Sein kein Problem. Die ihn» feindliche Umgebung gestattete nicht cie Frage, ob er sich in ein and -res Vo.kstum oder in eine andere Kulturwelt ein- UND WOLLEN) gliedern wollte. Er ging seinen Weg als Jude, ganz im Gegensatz zu se’nem j -dischen Bruder in Deutschland der — vie es Jakob Wassermann in seinei Bekeontnisschrift „Mein Weg als Deutscher ind Jude” formuliert hat, — zwischen /we4 Welten oder inmitten dieser bc'den Kulturkreise sich o-ientieren musste An *iesem Zwiespalt oder Probien sind vele deutsche Juden gescheitert, manche innerlich zerbrochen, me stens aber nicht ni* ihrem Judentum und deswegen auch n cht mit sich selbst fert.g geworden Die Svm. biose, der Versuch einer harmonis* len Verbindung, einer Synthese st gescheitert. Aber er war weit vorgeschrit’en. Denn der Antisemitismus auf der e-nen Seite und die nationaljüdische Bewegung auf der anderen, bildeten eine Aktion und Reaktion, wobei be de Erscheinungen zugleich actio wie reactio gewesen sind. Peiöe Bewegungen waren damals jeden’alls nur von kleinen, nicht bedeutenden Minderheiten getragen Die Mehrheit der deutschen V,ikes mag nicht judenfreendl'ch gewesen sein, wollte aber das Fad der Geschichte nicht zurückdrehen und die jüdische Gleichbei echtigung keinesfalls aufheben. Die Mehrheit der Juden in Deutschland betrachtete sich als Deutsh« und als Juden, was in der eigenartigen Formulierung „Deutsche Staaten"rger jüdischen Glaubens“ seinen Ausdruck fand. Bei manchen überwog das deutsche, bei anderen das jüdische Element Aber sie negierten nicht, in sich die oeiden Element« zu vereinen und ihren Weg durchs leben ,als Deutsche und Juder“ zu beechreiten, wie es Jakob Wassermann ausgesprochen hat. Als Deutscher und Jude wurde auch Walther Ratnenau -n Berlin am 29 Sep tember 1867 geboren. Er entstammte einer alten Berliner Familie denn bereits sein berühmter Vater, Emil Rathenau, war in Berlin geboren worden. Die Famil> fühlte sich als „Urberdner“. Va-ei Emil Rathenau wi r einer jener kühnen Unternehmer, die im vergangenen Jahrhundert die Grundlage für die Technisierung dei Wirtschaft und damit des gesamten modernen I«bensbereiches gelegt haben M’t einem ungeheuren Fleiss, einer bewundernswerten Ausdauer und einem überlegenen Talent erfasste Emil Rathenau den Rhythmus der neuen Zei. erkannte die Bedeutung der Glühbirne und damit der Elektrifizierung, wurde einer der Schöpfer der modernen Industrie und legte den Grundstein zu einem der grossen Weltkouzerne, der AEG (Allgemeine Elektrizität» Gesellschaft), der zum w tschaf fliehen Aufstieg Deutschlands entscheidend beigetragen hat. (Fortsetzung folgt) Nach dem KRIEG muss der FRIEDEN gewonnen werden Vergesst das nicht! COMITE CENTR0EUR0PE0 DE LA CAMPANA UNIDA (Keren Hajessod; SARMIENTO 2376. IIL — T. E. 47-382C